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Short gehen. Aber richtig!

Zunächst einmal zur Theorie:

Was ist ein Leerverkauf?

Ein Leerverkauf bedeutet den Verkauf von einem Wertpapier, welches Sie nicht besitzen!

An den Börsen ist es möglich, Produkte zu kaufen und zu verkaufen. In der Regel kauft man ein Wertpapier und verkauft es später wieder, möglichst mit Gewinn.

Wertpapiere/Optionen/Futures werden heutzutage ohne echtes Papier gehandelt. Es sind nur Zahlen in einem elektronischen System.

Da aber ein Geschäft anfangs nur zustande kommt, wenn auch ein Verkäufer Ihnen das Wertpapier verkauft, hat man selbstredend auch einen vollständigen Umsatz, wenn der Verkäufer das Wertpapier gar nicht besitzt.

Denn er kann es sich am Markt ja irgendwann besorgen. Bis dahin ist er lediglich im elektronischen System als Verkäufer ohne Deckung registriert. Er hat im Prinzip „leerverkauft“, weil sein Depot leer ist!

Mit Leerverkäufen können Sie viel Geld verdienen, wenn es richtig professionell und mit Bedacht und Beobachtung durchgeführt wird.

Warum macht man das?

Wenn Sie eine Aktie leerverkaufen, haben Sie das Ziel, von fallenden Kursen der leerverkauften Aktie zu partizipieren. Denn, wenn das betreffende Wertpapier im Kurs fällt, kaufen Sie das nicht in Ihrem Depot vorhandene Papier billiger am Markt zurück und sind somit wieder glattgestellt, also ohne Position.

Aber Sie können auch mit einem Leerverkauf an steigenden Kursen partizipieren. Denn auch Optionen lassen sich leerverkaufen. Verkaufen Sie nun einen Put leer, d.h. Sie besitzen ihn nicht im Depot, aber verkaufen den Put an einen Käufer, dann ergibt sich die Situation, dass bei steigenden Kursen der Put an Wert verliert. Nun kaufen Sie ihn zur Glattstellung am Markt billiger zurück und haben einen Gewinn erzielt. Dieser Leerverkauf von Put-Optionen ist im Risiko ein wenig begrenzt.

Das Schlimmste, was Ihnen dabei passieren kann, ist, dass der Käufer Ihres leerverkauften Puts die zugrundeliegenden Aktien zu dem Basispreis des Puts an Sie verkauft. Damit würden Sie Inhaber dieser Aktien, allerdings zu dem im Put verankerten Basispreis, in der Regel also viel niedriger als zur Zeit des Putverkaufs. Zudem haben Sie eine Prämie eingenommen, die Sie beim Verkauf des Puts erhalten haben.

Damit sind wir auch schon beim Sinn des Put-Leerverkaufs! Wenn Sie Aktien kaufen möchten, aber noch unentschlossen sind über den kurzfristigen Kursverlauf, können Sie einen Put leerverkaufen. Sie nehmen dann in diesem Falle die Prämie für den Put ein. Sollte die Aktie im Kurs unterhalb des Basispreises vom Put sinken, dann erwerben Sie die Aktien zu diesem niedrigeren Kurs. Dagegen haben Sie zusätzlich noch die anfangs eingestrichene Prämie als Gewinn verbucht.

So gesehen ist es durchaus sinnvoll und möglich, billiger an Aktien heranzukommen!

Ein „Leerverkauf in Aktien und Calls“ birgt riesige Verlustrisiken! Denn wenn die Kurse steigen, kann der „Leerverkäufer“ große Verluste machen, die sogar den Wert seines Depotkontos überschreiten!


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Leerverkäufe sollten nur Profis ausführen.

Beispiel:

Dt. Post AG, aktueller Kurs 24,80 Euro

Rahmendaten (per 20.11.13  14:51 Uhr)

Verkauf Put Dt. Post AG Basis 17 Laufzeit Dez 2014 zum Kurs 0,26 Euro.

(Die erforderliche Margin zum Verkaufszeitpunkt beträgt 62,- Euro/Kontrakt)

(1 Kontrakt entspricht 100 Optionen)

Szenario 1: Dt. Post AG steigt auf 28,- Euro

Da der leerverkaufte Put wertlos ist (Aktienkurs oberhalb des Strikepreises des Puts), passiert rein gar nichts. Der Leerverkäufer streicht die anfangs eingenommene Prämie* als Gewinn ein.

Ergo hat er 100*0,26- Euro = 26,- Euro Profit pro Kontrakt gemacht. +41,94%

Szenario 2: Dt. Post AG bleibt bei 24,80 Euro stehen.

Da der leerverkaufte Put wertlos ist (Aktienkurs oberhalb des Strikepreises des Puts), passiert rein gar nichts. Der Leerverkäufer streicht die anfangs eingenommene Prämie* als Gewinn ein.

Ergo hat er 100*0,26- Euro = 26,- Euro Profit  pro Kontrakt gemacht. +41,94%

Szenario 3: Dt. Post AG fällt um 19,4% im Kurs auf 20,00 Euro

Auch hier ist der leerverkaufte Put wertlos (Aktienkurs oberhalb des Strikepreises des Puts). Es passiert wieder rein gar nichts. Der Leerverkäufer streicht die anfangs eingenommene Prämie* als Gewinn ein.

Ergo hat er 100*0,26- Euro = 26,- Euro Profit  gemacht. +41,94%

Szenario 4: Dt. Post AG fällt um satte 31,5% im Kurs auf 17,00 Euro

Und immer noch ist der leerverkaufte Put wertlos (Aktienkurs oberhalb des Strikepreises des Puts). Es passiert erneut rein gar nichts. Der Leerverkäufer streicht die anfangs eingenommene Prämie* als Gewinn ein.

Ergo hat er 100*0,26- Euro = 26,- Euro Profit  gemacht. +41,94%

Szenario 5: Dt. Post AG fällt unter 17,00 Euro

Der leerverkaufte Put hat diesmal einen Wert. Der Käufer des Puts wird also von seinem Recht Gebrauch machen und Ihnen die Aktien der Dt. Post AG für 17,- Euro pro Stück verkaufen.

Nun sind Sie im Besitz der Aktien. Sie haben die Aktien gegenüber dem aktuellen Preis von 24,80 Euro für 17,00 Euro im Depot. Sie können nun aussitzen oder mit Verlust verkaufen.

Je nach Kurs ist das Risiko hoch.

Aus diesem Grund sind „Leerverkäufe“, die massiv von Hedgefonds betrieben wurden, seinerzeit teilweise verboten worden. Der Privatanleger sollte diese Art von Geschäften nicht durchführen, wenn er nicht sehr viel Erfahrung und genügend Risikoeinschätzung hat.

Fazit:

Achten Sie bei einem Leerverkauf zunächst einmal darauf, wie hoch die entsprechende Margin ist, die Sie auf dem Konto haben müssen und die während der gesamten Laufzeit bis zur Glattstellung vorhanden sein muss.

Des Weiteren sollten Sie das hohe Risiko berücksichtigen und nicht zu optimistisch berechnen.

Die Margin kann mitunter während der Laufzeit deutlich ansteigen, wenn entweder die Volatilität ansteigt oder der Preis sich dem Basispreis des verkauften Produktes nähert oder über- (verkaufter Call) bzw. unterschreitet (verkaufter Put). Das sollten Sie in Ihrer Berechnung immer mit berücksichtigen.

Letztlich sollten Sie sich ein Ausstiegsszenario zurechtlegen, falls der Markt in die falsche Richtung läuft. Dieses muss für Sie finanziell tragbar sein.

Einschätzung:

Sinn machen diese Verkäufe für den Privatanleger nur bei gedeckten Geschäften. D.h. das betreffende Wertpapier befindet sich im Depot und dann wird ein Call in der gleichen Stückzahl verkauft bzw. wenn wie oben beschrieben ein Put mit einem niedrigen Basispreis verkauft wird mit dem Ziel, billiger an Aktien heranzukommen. Puts, die weit aus dem Geld liegen (Basispreis sehr tief) verlieren schnell an Wert und können schon nach einiger Zeit billiger zurückgekauft werden bzw. durch einen Kauf des gleichen Puts mit höherer Basis abgesichert werden.

20. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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