MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Sie müssen jederzeit auf einen Crash vorbereitet sein

Bei der zunehmenden Unsicherheit an den Finanzmärkten kann es jederzeit zu einer Eskalation kommen, für die Sie Ihr Depot vorher abgesichert haben müssen.

So ist es auch nicht die Frage, ob sondern wann der nächste Crash kommt. Ich erwarte ihn aber nicht unbedingt für „heute oder morgen“. Es besteht also kein Grund zur Panik, aber zur Vorsorge.

DAX 7.000 Punkte und Crashgefahr ist kein Widerspruch

Meine kürzlich gemachte Aussage, dass der DAX bis Ende 2011 auf 7.000 Punkte steigen kann, sehe ich deshalb nicht als Widerspruch.

Ich gehe ja auch bei meinen Autofahrten davon aus, dass ich mein Ziel erreiche. Aber den Sicherheitsgurt lege ich trotzdem bei jeder Fahrt aus Überzeugung an.

Börsencrash: Die Frequenz nimmt deutlich zu

Bedenklich ist, dass die Crashs immer schneller aufeinander folgen. Das sehen Sie in der folgenden Übersicht. Ich habe die wichtigsten Börsencrashs aufgelistet.

Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe ich bei dieser Auflistung nicht. Die Aufstellung zeigt aber nahezu „zwingend“, dass der nächste Börsencrash mit größtmöglicher Sicherheit kommen wird.

Börsencrash 1636: Tulpenkrise

Spekulationen mit „Papieren“ für den Kauf und Verkauf von Tulpenzwiebeln (ansatzweise vergleichbar mit heutigen Futures) trieben die Tulpenpreise in irrwitzige Höhen. Der Crash war die logische Folge.

Börsencrash 1720: Südseeblase

Im 18. Jahrhundert brachte der Handel mit exotischen „Produkten“ wie Rohstoffe und Sklaven (die wurden im 18. Jahrhundert als „Produkte“ gehandelt) exorbitante Gewinne. Davon profitierten entsprechende Handelsgesellschaften. So explodierte der Aktienkurs der Handelsgesellschaft South Sea Company von 120 Pfund auf 950 Pfund.

Auslöser des damaligen Börsencrashs: Die South Sea Company hatte nicht genügend liquide Mittel, um fällige Dividenden zu bezahlen. Das sprach sich seinerzeit schnell herum. Die Papiere wurden bestens verkauft. Andere Aktien wurden in den Strudel gerissen. Der Börsencrash war „perfekt“.

Börsencrash 1720: Mississippi Company

Parallel zur Südseeblase entwickelte sich der Crash der Mississippi Company. Auch dieses Unternehmen war unterkapitalisiert. Das Eigenkapital stammte zum großen Teil aus abgewerteten Staatsanleihen. (Vergleiche zum Sommer 2011 drängen sich auf!). Die vorherige Kursrally endete zeitgleich mit der Südseeblase in einem Crash.

Börsencrash 1882: Zusammenbruch der Pariser Börse


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Ende des 19. Jahrhunderts expandierte die Eisenbahn in die Balkanstaaten. Finanziert wurde das Projekt durch französische Banken. Die Pariser Börse feierte. Machbarkeit und Finanzierbarkeit wurde nicht hinterfragt.

Es stellte sich heraus, dass die Bahngesellschaften die Expansion mit Eigen- und Fremdmitteln nicht finanzieren konnten. Die Kurse fielen bis hin zum Börsencrash.

Börsencrash 1907: Der Kupferskandal

Der sogenannte Kupferskandal basierte u.a. auf riskante Geschäfte der Banken mit Edelmetallen. Anfang 1907 verlor der Dow Jones 10%. Die Verlustserie setze sich dann fort: Im August des Jahres verlor der Dow Jones weitere 8% und nochmals jeweils 11% im Oktober und November 1907. Das war der erste Börsencrash des 20. Jahrhunderts.

Börsencrash 1929: Der Schwarze Freitag

Am 25. Oktober 1929 platzte an der Wall Street eine gewaltige Spekulationsblase. Die darauf folgende Rezession wird oft mit der heutigen Situation verglichen.

Börsencrash 1973: Ölkrise

Im Jahr 1973 führte der „sogenannte Ölschock“ an den Aktienmärkten zu enormen Kursverlusten. (Damals sprang der Roh-Ölpreis von unter 4 USD auf etwa 10 USD je Barrel.)

Börsencrash 1987: Schwarzer Montag

Wie so oft spielte die Psychologie eine wichtige Rolle. Hier war es die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise, die den Dow Jones am 19.10.1987 etwa 23% nach unten trieb. Da es ein Montag war, spricht man heute vom „schwarzen Montag“.

Börsencrash 1998: Asienkrise

Wie der Namen schon sagt, startete diese Krise in den asiatischen Ländern. In der Folge verlor der russische Aktienmarkt rund 80%. Dieser Crash führte zur Insolvenz des US-Hedge-Fonds LTCM.

Börsencrash ab 2000/2001: Platzen der Dotcom-Blase

Im Jahr 2000 platzte die Internetblase (Dotcom-Blase). Die Börsen verloren dramatisch. Die Terroranschläge vom 11.09.2001 u.a. auf das World Trade Center verstärkten den Crash.

Börsencrash 2008 bis 2009:

Vor knapp 3 Jahren eskalierte die sogenannte Banken- und Finanzkrise. Riskante Geschäfte der Banken waren der Hauptgrund für diesen Börsencrash, der bis heute noch nicht ausgestanden ist.

Börsencrash 2011:

Die Geschichte setzt sich fort. Erst waren es Banken, dann Finanzmärkte, jetzt sind es ganze Staaten, die „wackeln“ oder fallen. Der im Jahr 2008 gestartete Crash droht erneut zu eskalieren. Der DAX hatte zwischenzeitlich rund 1/3 seines Wertes verloren.

Sie müssen jederzeit auf einen Crash vorbereitet sein

Diese Aufstellung zeigt zweierlei:

1. Börsencrashs sind nichts Besonderes. Sie gehören zum Leben eines Börsianers dazu.

2. Die Abstände zwischen den Börsencrashs werden immer kürzer. So liegen zwischen Ende des letzten und Anfang des aktuellen Börsencrashs nur gut 2 Jahre (März 2009 bis August 2011).

Gerade der o.a. 2. Punkt mahnt ausdrücklich, dass Sie Ihr Depot jederzeit so aufstellen müssen, dass ein Crash kein großes Verlustrisiko beinhaltet, Ihnen idealerweise sogar eine Gewinn-Chancen bietet.

Mein Tipp: Vergessen Sie alle Finanzprodukte der Banken. Denn diese sind im Crash nicht sicher. Dazu habe ich in meinem Kommentar „Wichtiges Urteil des BGH für Ihre Börsengeschäfte“ mehr geschrieben.

Investieren Sie immer in unterschiedliche Einzelwerte und in Call- und Put-Optionen. Damit sind Sie gut abgesichert und erzielen in jeder Marktlage, auch beim nächsten Börsencrash, Gewinne.

Zum guten Schluss: Am 30.09.1924, also heute vor 87 Jahren, kam Truman Capote, der US-amerikanische Schriftsteller, Schauspieler und Drehbuchautor, zur Welt. Er schrieb:

„Fehlschläge sind die Würze, die dem Erfolg sein Aroma geben.“

Für uns Börsianer sage ich entsprechend:

Verlustrades sind notwendig, um Erfahrungen zu sammeln, die zu Gewinnen an der Börse zu führen.

Ich bemühe mich an dieser Stelle, Ihnen diese Erfahrungen so weit wie möglich zu ersparen. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich beste Grüße und wünsche ein schönes, spätsommerliches Wochenende

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

30. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.