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Siemens mit Milliarden-Übernahme: Kaeser erntet 2014er Saat und streut neu aus

Gestern hatte ich Ihnen im Übernahme-Sensor bereits geschrieben, dass die Berichtssaison in Deutschland einen äußerst erfolgreichen Auftakt hatte. Wenige Stunden später folgte dann die nächste positive Überraschung:

DAX-Schwergewicht Siemens gab nach einen hervorragenden Geschäftsverlauf eine Trendwende bekannt, hob die Gewinnprognose an und meldete einen strategisch äußerst attraktiven Zukauf.

Siemens überrascht mit starkem Gewinnanstieg

Ölpreis-Druck und China-Sorgen zum Trotz kann der Industrie-Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2015/2016 (Oktober bis Dezember) mit starken Zahlen aufwarten. Der Umsatz stieg Konzernweit um 8%, die Aufträge stiegen um 19%, der Auftragsbestand erreichte ein neues Rekordniveau und unter dem Strich stieg der Gewinn um 42%. Damit wurden die Analysten-Erwartungen klar geschlagen.

Wem das nicht reichte, der war vielleicht nach der Anhebung der Gewinnprognose zufriedengestellt, oder nach der Dividendenanhebung. Wie es sich für gut gemanagte Unternehmen gehört, wurde die Gewinnbeteiligung angehoben. Aktionäre erhalten auf Basis des aktuellen Kurses rund 4% Dividendenrendite.


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Kaeser der neue Mr. Siemens?

Der Erfolg von Siemens wird vor allem Konzernchef Joe Kaeser zugeschrieben. Er war es, der 2014 die Saat für die jetzige Ernte streute und wird schon als neuer „Mister Siemens“ gefeiert. Selbst Aktionärsschützer, meistens die größten Kritiker der Unternehmensführung, zeigten sich sehr zufrieden.

Kaeser hat sehr viel richtig gemacht, dass zeigen die Zahlen. Ob jedoch alle Entscheidungen richtig waren, muss sich noch zeigen. Der jüngste Zukauf „Dresser Rand“ könnte sich nach dem Ölpreis-Verfall als zu teuer entpuppen. Auch ist ein Teil der jetzt höheren in Aussicht gestellten Gewinne Steuereffekten geschuldet.

Trotz umstrittener Dresser Rand-Übernahme: Kaeser treibt Konzernumbau weiter voran

Der Siemens-Chef genießt aktuell dank der starken Zahlen großen Rückhalt. Anleger vergessen Erfolge jedoch sehr schnell. Sollte ein Teil des Dresser Rand-Zukaufs abgeschrieben werden müssen und die gestiegenen Erwartungen nicht erfüllt werden, dann könnte die Stimmung kippen.

Kaesers Vorgänger hatte auch die Gewinnprognosen angehoben, konnte dann aber nicht liefern. 2013 musste er gehen.

Kaeser ist allerdings anders als Vorgänger Peter Löscher. Er baut den Konzern um und hat greifbare Erfolge erzielt. Seine Vision 2020 sieht er auf Kurs. Dass Dresser Rand letztendlich zu teuer gewesen sein könnte, hindert ihn auch nicht daran, weiter zuzukaufen, wenn er das für richtig hält.

Leerverkäufer von guten Neuigkeiten überrascht: Aktie zieht stark an

Siemens kündigte die Übernahme des Industriesoftware-Spezialisten CD-adapco an, um dem Industrie-Konzern auch im digitalen Bereich margenstarke Wachstumschancen zu bieten.

Der Übernahme-Kandidat wuchs in den vergangenen drei Jahren zweistellig und brachte zuletzt ein Umsatz von 200 Mio. Dollar auf die Waage. Als Kaufpreis wurde knapp 1 Mrd. Dollar vereinbart.

An der Börse lösten die unerwartet starken Geschäftszahlen und die Übernahme einen Run auf Siemens-Aktien aus. In einem zunächst schwachen Marktumfeld steigt das Papier um gut 8% auf 90,20 Euro. Händlern zufolge soll ein Teil der Gewinne auf Short-Seller zurückzuführen sein, die auf dem falschen Fuß erwischt wurden und sich eindecken mussten.

Wenn Kaeser die Prognose erfüllen kann und mit weiteren strategisch richtigen Zukäufen aufwartet, dürfte die Aktie ihre Talsohle durchschritten haben. Wer dann noch Short-Seller ist, könnte vor noch größeren Problemen stehen.

26. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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