Silber: die Kurz- und mittelfristige Analyse für das Edelmetall

In den vergangenen Tagen ist der Silberpreis erneut angestiegen. Endlich.

So sagen einige Investoren, die schon lange auf das Comeback warten. Denn:

Der Silberpreis ist an sich eine Ersatzwährung, die in den nächsten Monaten gebraucht werden, wenn die Geldflut an den Märkten sich weiter fortsetzt. Silber wird als Edelmetall, das in kleinen Einheiten verfügbar ist, besonders hohe Verwendung haben und gehört daher auch in private Depots.

Kurzfristig könnte der Preis für Silber jedoch zu hoch sein, da sich erneut Abwärtspotenzial an den Märkten bildet. Wir meinen, die Silber-Notierung wird besonders dann unter Druck geraten, wenn das Edelmetall auf eine Bewertung unter 28 Dollar/Unze sinkt. Dann reicht das Abwärtspotenzial bis zu 25 Dollar.

Silber: Abwärtsfahrt beginnt

Kurzfristig haben wir uns daher die Daten für einen Einstieg in diesem Sommer angesehen, um die Rendite für Ihre Anlageentscheidung möglichst zu optimieren. Denn: Auch vom Einstiegspreis wird es letztlich abhängen, wie gut die Performance in den nächsten Jahren ist.

Wer bei Preisen unter 30einsteigen kann, sollte dies tun. Denn die Daten verheißen zunächst sinkende Kurse:

  • Im Sommer legt das Edelmetall durchschnittlich etwa 1% Preissteigerungen hin. Damit aber ist ein Großteil der sonst üblichen Gewinne schon eingefahren.
  • Zyklisch ist der August ein schlechterer Monat, hier geht es für den Silberpreis normalerweise etwa 2% nach unten. Im September dann gewinnt das Edelmetall erneut 2%, sodass Sie aus Erfahrung davon ausgehen können, dass sich nicht allzuviel bewegen wird.
  • Das heißt: Eigentlich wäre ein Investment jetzt vergleichsweise sicher.
  • Auf der anderen Seite steht, dass Silber seit Jahresbeginn noch deutlich im Plus liegt und damit eine Aufwärtsfahrt derzeit rechnerisch noch läuft.
  • Zudem spricht für Silber, dass es langfristig lohnenswert war, das Edelmetall zu kaufen. Denn:
  • Wer in den vergangenen zehn Jahren gekauft hat, konnte in aller Regel mit Gewinn verkaufen. So lohnte sich der Kauf im Jahr 2001 mit einer durchschnittlichen Verkaufsperformance von 16,4% über verschiedene Verkaufsjahre.
  • Wer 2003 kaufte und dann verkaufte, hat im Durchschnitt 21,6% geschafft, so zum Beispiel 12,8% im schlechtesten Verkaufsjahr 2008.
  • 2004 und 2005 brachten mit jeweils um die 25% hohe Verkaufsergebnisse beim anschließenden Verkauf in einem der folgenden Jahre. 2006 und 2007 hat Silber "nur" durchschnittlich 11,3% bzw. 6,4% geschafft. 
  • Lediglich 2010 war ein schlechtes "Kaufjahr", weil der anschließende Verkauf im Jahr 2011 dann zu -8% Performance führte.

GeVestor meint: Die Daten zeigen, dass es sich in aller Regel gelohnt hat, in Silber zu investieren, wann auch immer Sie in den vergangenen zehn Jahren gekauft und dann wieder verkauft haben. Deshalb sind auch Kurse über 30 letztlich keine Abschreckung.

Bis zu neuen Rekorden haben Sie zudem noch ca 55% Puffer, sodass das Aufwärtspotenzial gigantisch ist. Kaufen Sie in erster Linie physisches Silber, in zweiter Linie dann Silber-ETCs und dann Discount-Zertifikate.

23. August 2012
von Jan Aalto
Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

Infografik des Monats

Wahlversprechen Steuersenkung

Gratis Newsletter von GeVestor
Weitere Newsletter