Silver Wheaton: Wohin geht die Reise?

2016 hielt bereits so manche Überraschung bereit, nicht nur in der Politik – man denke nur an den BrExit –, sondern auch an den Märkten.

So erlebten Gold und Silber eine unverhoffte Renaissance, nachdem die Aktienmärkte zum Jahreswechsel auf Talfahrt gingen.

Seither sind die Edelmetalle so gefragt wie schon lange nicht mehr.

V. a. Gold legte eine bemerkenswerte Rally hin und steigerte seinen Wert von weniger als 1.100 Dollar Anfang Januar auf zwischenzeitlich mehr als 1.350 Dollar je Feinunze in den Sommer-Monaten.

Beim Silber verlief die Entwicklung insgesamt etwas volatiler, die grundlegende Richtung war jedoch dieselbe: Auf Jahressicht hat sich das Edelmetall ebenfalls um mehr als 20% gesteigert.

Zögerliche Zinspolitik

Die starke Nachfrage geht dabei nicht zuletzt auf das schwächelnde Umfeld an den Finanzmärkten zurück. In den ersten Monaten des Jahres 2016 standen die Aktienmärkte unter Druck.

Angesichts eher schwacher Konjunktur-Entwicklung zögerte zudem die US-Notenbank Federal Reserve mit ihren Zinserhöhungen.


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Eigentlich sollten im Jahresverlauf 4x die Zinsen angehoben werden, doch die wirtschaftliche Entwicklung ließ das nicht zu.

Die Nullzins-Politik spielt der Preisentwicklung bei den Edelmetallen in die Hände, denn wenn auch das Horten von Geld keine Zinsen mehr abwirft, kann man ebenso gut in Barren und Münzen investieren.

Auch diese sorgen nicht für Rendite, dienen aber der Absicherung in Zeiten des schwindenden Vertrauens in Papierwährungen.

Diesen Mangel an Vertrauen haben gerade die Notenbanken in den vergangenen Jahren befeuert durch ihre expansive Geldpolitik.

Um die Konjunktur-Entwicklung anzukurbeln, wurde massenweise Geld gedruckt, und das in aller Regel ohne jeden Gegenwert.

Die positiven Effekte auf die Wirtschaft blieben überschaubar, nachhaltig wird jedoch das Geld damit entwertet, während Edelmetalle im Kurs steigen.

Konsolidierung auf hohem Niveau

In den vergangenen Wochen jedoch verzeichneten Gold und Silber leichte Rücksetzer.

Beide Edelmetalle konsolidierten sich zwar auf vergleichsweise hohem Niveau, doch in der aktuellen Phase scheint völlig offen, ob es als nächstes wieder nach oben geht oder ein Abwärtstrend einsetzt.

Entsprechend ratlos stehen Anleger derzeit vor der Entscheidung, ob sie Papiere von Minen-Betreibern kaufen sollen oder nicht.

Sowohl direkte Betreiber-Firmen als auch deren Geldgeber, wie etwa Silver Wheaton, haben in den vergangenen Monaten vom neuen Gold- und Silber-Rausch profitiert, die Aktien konnten parallel zu den Edelmetall-Preisen stark anziehen.

Eine Bauch-Entscheidung

Wie es für sie nun weitergeht, ist jedoch offen, und so stehen auch Anleger vor der Frage, ob sie Gewinne mitnehmen oder einen Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen sollen.

In diesem Fall ist Bauchgefühl gefragt: Wer an eine Fortsetzung der Rally glaubt, sollte zugreifen, wer mit sinkenden Edelmetall-Preisen rechnet, sollte eher abwarten.

Und wer den Kursanstieg der vergangenen Monate bereits miterlebt hat, weil er Anfang des Jahres zugeschlagen hat, sollte ruhig erst einmal die Gelegenheit nutzen und einige Gewinne einstreichen.

Bei der Entscheidung sollte zudem berücksichtigt werden, dass sich die konjunkturelle Entwicklung in den USA zuletzt verbessert hat und die Märkte nun noch mit einer Zinsanhebung im laufenden Jahr rechnen.

Das dürfte sich auch auf die Kurse der Edelmetalle auswirken.

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23. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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