Bleiben Sie am Puls der Zeit

GeVestor-Experten analysieren für Sie täglich das gesamte Geschehen an der Börse.

Kostenfrei – mit profitablen und sicheren Empfehlungen.

Tragen Sie hier Ihre E-Mail Adresse ein:

Als Update erhalten Sie zusätzlich ab sofort den kostenlosen Börsen-Newsletter "Kapitalmarkt Trends".

Menü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
3 Topaktien für das Jahr 2014 . . . Download hier ➜

SMT Scharf: Deutscher Exportschlager

Heute war der letzte Tag des „Eigenkapital Forums 2012“. Über 200 kleine und mittelgroße börsennotierte Unternehmen haben sich den Fragen der internationalen Analysten und Investoren gestellt.

Das Fazit: Positive und negative Unternehmensmeldungen haben sich in etwa ausgeglichen.

Wenn Unternehmen klagen, dann aber oft auf einem extrem hohen Niveau. Ein Musterbeispiel ist die SMT Scharf AG, die ich Ihnen heute hier im Schlussgong als Favorit des Tages vorstelle.

Unternehmens-Portrait SMT Scharf

SMT Scharf stellt entgleisungssichere, schienengebundene Transportsysteme für den Bergbau her. Mit diesen Zügen können Material und Personen sicher befördert werden. Im Bereich Untertage-Bergbau ist SMT mit einem Marktanteil von 39% der Weltmarktführer.

Die SMT Scharf AG ist ein Beispiel dafür, wie ein Unternehmen den wirtschaftlichen Strukturwandel erfolgreich meistern kann. Ursprünglich war SMT Scharf fest im deutschen Bergbau verankert.

Noch im Jahr 2004 hatte SMT eine relativ bescheidene Exportquote von 28%. Doch da der deutsche Bergbau langsam ausstirbt (auch wenn es zuletzt aufgrund der gestiegenen Rohstoff-Preise einige Comeback-Versuche gab), konzentriert sich SMT immer stärker auf den Export. Und das sehr erfolgreich.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden bereits 90% der Umsätze im Ausland erzielt. In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2012 wurde die Exportquote sogar auf 93% erhöht.

Die wichtigsten Einzelmärkte sind die Rohstoff-Giganten China und Russland. In diesen Märkten sieht der SMT-Vorstand weiterhin riesiges Wachstums-Potenzial.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots....

  • Die IND & COMM BANK OF CHINA ist die teuerste Bank der Welt
  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Cemex (Mexico), drittgrößter Zementhersteller der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • GAZPROM (Russland) die Nummer 3 der Welt
  • Und Petrobras (Brasilien), die Nummer 4 weltweit

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Der Fluch der guten Zahlen

Das kommt selten vor: Ein Unternehmen pulverisiert sämtliche Rekorde bei Umsatz und Gewinn, doch der Aktienkurs sackt in der Folgewoche um gut 10% nach unten. Genau diese Entwicklung konnten Sie jüngst bei der SMT Scharf AG beobachten.

Zunächst zu den 9-Monats-Zahlen: Obwohl 2011 bereits ein sehr gutes Jahr war, steigerte SMT den Umsatz um weitere 48% auf 80,8 Mio. Euro. Der Nettogewinn stieg sogar um 55% auf 10,6 Mio. Euro.

Der Gewinn je Aktie kletterte von 1,67 auf 2,55 Euro. Umsatz und Gewinn erreichen nach nur 9 Monaten schon fast das Niveau des gesamten Geschäftsjahres 2011.

Schon heute ist klar: Im laufenden Geschäftsjahr wird SMT Scharf sämtliche Umsatz- und Gewinn-Rekorde weit übertreffen.

Warum fällt dennoch der Aktienkurs? Das ist der Fluch der guten Zahlen. 2013 muss sich SMT Scharf an den Traumzahlen des Rekordjahres 2012 messen lassen. Und genau jetzt setzt konjunktureller Gegenwind ein. Der Auftragsbestand liegt deutlich unter dem Vorjahresergebnis.

Umsatz und Gewinn werden 2013 aus heutiger Sicht zweistellig schrumpfen. Nach der Umsatz- und Gewinn-Explosion 2012 ist das aber in der extrem schwankungsanfälligen Branche ein völliges normales Ergebnis.

Der SMT-Vorstand hat immer darauf hingewiesen, dass Wachstumsraten von 50% auf Jahresbasis ein Ausreißer nach oben sind. Das Unternehmen kalkuliert mit einem Durchschnittswachstum von 15%. Und dieser Wert ist auch gut erreichbar.

Bilanz weiter gestärkt

Einige Investoren haben die SMT-Aktie verkauft, weil sie nur auf das schwächere Geschäftsjahr 2013 blicken. Es ist aber nicht so, dass die Rekorde aus dem Jahr 2012 ab Januar vergessen sind. Es gibt mehrere positive Effekte.

Zum einen erzielt SMT über 40% der Umsätze mit Servicedienstleistungen. Die Züge, die im Rekordjahr 2012 verkauft wurden, werden von SMT durchschnittlich 12 Jahre lang technisch betreut.

Je mehr SMT-Züge im Einsatz sind, desto höher die Serviceumsätze. SMT wird also noch sehr lange vom Rekordjahr 2012 profitieren.

Hinzu kommt, dass der Gewinnsprung 2012 auch Spuren in der ohnehin schon sehr starken Bilanz hinterlässt. So ist die Eigenkapital-Quote im Jahresverlauf von 50 auf 60% gestiegen.

Gleichzeitig wurden die liquiden Mittel auf knapp 15 Mio. Euro ausgebaut. Finanziell geht SMT Scharf mit einer sehr breiten Brust in das konjunkturell schwierige Jahr 2013.

Letzter Punkt: Die Aktionäre profitieren auch direkt vom Geschäftserfolg 2012, da im Frühjahr 2013 sicherlich wieder ein attraktive Dividende ausgeschüttet wird.

Die jüngste Ausschüttung lag bei 0,95 Euro pro Aktie. Diese Marke dürfte 2013 mindestens wieder erreicht werden.

14. November 2012

Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur des „Depot-Optimierer“, von "Morriens Einsteiger Depot", von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.