So läuft die Insolvenz für Kommunen in den USA
Staaten können Konkurs anmelden – wie dies funktioniert, wissen wir in Europa nicht.
Die USA zeigen jetzt aber, wie es geht. Ein Vorbild für die Eurozone und einige Regionen, denn: eine Insolvenzordnung brauchen wir schon deshalb, weil ohne Ordnung in den nächsten Jahren das Chaos droht.
Auch in Deutschland sind schon viele Kommunen überschuldet, wie uns Chefanalyst Dr. Erhard Liemen mitteilte. So aber gehen die USA vor:
USA: Kommunen können bald Insolvenz einreichen
Eine Kommune kann einfach nicht mehr zahlen. Dieser Fall wird in den USA schneller eintreten als bei uns. Die Zahlen liegen auf dem Tisch.
Aber: die USA kümmern sich wieder sehr pragmatisch um Lösungen. Vielleicht werden wir es ebenso in Deutschland erleben.
Die Vorbereitungen im Staat Indiana laufen jetzt. Eine Kommunalregierung reicht den Insolvenzantrag ein, ein Notfallmanager übernimmt.
Notfall heißt: sofort kommen Einschnitte
Der Notfallmanager darf nach diesem Entwurf sämtliche Verträge des Staates durchforsten und neu verhandeln. Dies ist unangenehm für Gläubiger, wird aber auch in Deutschland ähnlich laufen.
Reichen Lohnkürzungen und neue Vertragsdikate jedoch nicht aus, wird dann das Vermögen regelrecht nach einer Insolvenzordnung verwertet – und die Schulden entsprechend stark reduziert.
Konsequenzen bei der Insolvenz von Kommunen in den USA
Die Vorbereitungen sind konkreter als in Europa und vor allem bei uns. Aber das Vorbild steht. Das heißt allerdings in der Konsequenz auch: gehen Sie vor allem mit Kommunen so wenig Geschäfte als möglich ein.
Lieferanten würden bald schlechter bedient, nachdem die Zahlungsmoral jetzt schon schlecht ist.
Dies beklagen auch Leser von Dr. Erhard Liemen, die Geschäfte mit dem Staat machen. Die Bearbeitung von Rechnungen dauert in aller Regel deutlich länger als in der Privatwirtschaft.
Dr. Liemen hilft mit konkreten Ratschlägen und Rechtshinweisen auch zu Finanzierungsfragen, wo sich sinnvolle Lösungen ergeben. Weitere Einschätzungen finden Sie auf unserem Portal "Wirtschaft und Politik". Sehen Sie sich hier kostenfrei um.



