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So sehe ich den Goldpreis nach dem jüngsten Kursrutsch

Der Goldpreis erlitt in der vergangenen Handelswoche mit -4,5% den höchsten Wochenverlust seit September 2013. Als Grund für die Kursschwäche werden von Marktbeobachtern Zinsängste in den USA genannt.

So erhielten wir vor wenigen Tagen robuste Konjunkturdaten aus der amerikanischen Wirtschaft. Das erhöht – nach Ansicht der Experten – die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank doch noch in diesem Jahr den Leitzins anhebt.

Die Zahl der in den USA neugeschaffenen Arbeitsplätze blieb im September mit 156.000 unter den von Experten erwarteten 180.000. Das ist zwar weniger als gedacht, aber Experten sehen darin noch immer einen „robusten“ Zuwachs, der ebenfalls eine Leitzinsanhebung wahrscheinlicher macht.

Vergessen Sie Marktberichte!

Wissen Sie was? Geben Sie einfach nichts auf dieses „könnte vielleicht doch“ oder „könnte vielleicht auch nicht“.

Marktberichte gibt es nur deshalb, weil wir Investoren immer einen Grund dafür kennen wollen, warum an den Finanzmärkten gerade dies oder das geschieht. Dabei muss häufig das Gegenteil der Begründung von gestern für die heutige Kursbewegung herhalten. Zudem:

Was nützt Ihnen die Information JETZT, NACHDEM der Goldpreis so kräftig gefallen ist? Wenn Sie Besitzer von Gold in irgendeiner Form sind, dann ist Ihr „Goldschatz“ heute weniger wert als vor 1 oder 2 Wochen. Punkt.

Es gibt nur einen Grund für Kursbewegungen!

Die Wahrheit ist: Es gibt nur einen simplen Grund, warum Kurse fallen oder steigen: Entweder hat das Angebot die Nachfrage überstiegen oder die Nachfrage war höher als das Angebot.

Wenn Sie diese simple Wahrheit akzeptieren, machen Sie in Ihrer Investoren-Karriere einen riesigen Sprung nach vorne!

Sparen Sie sich also die Mühe, Marktbewegungen verstehen oder nachvollziehen zu wollen. Und vor allem: Nutzen Sie die Zeit sinnvoller, statt sie mit dem Lesen von Marktberichten zu vergeuden.


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Beispielsweise wäre Ihre kostbare Zeit weit effektiver genutzt, wenn Sie stattdessen den Chart mit der neuesten Kursentwicklung analysieren und daraus für sich mögliche Handelsentscheidungen ableiten.

Lassen Sie uns das nun einmal gemeinsam für den Goldpreis tun:

goldpreis-in-usd-je-feinunze_13-10-2016

Goldpreis in USD je Feinunze: Wenig Attraktives!

Der langfristige Status Quo

Bevor wir in die aktuelle Analyse steigen, lassen Sie uns noch kurz den Status Quo für Gold konstatieren:

  • Der Goldpreis befindet sich seit dem Allzeithoch von 1.921 USD vom 9. September 2011 – also seit mehr als 5 Jahren – in einem Abwärtstrend.
  • Die langfristigen Aufwärtstrends aus den Jahren 2005 und 2001 wurden in 2013 bzw. in 2014 nach unten verlassen.
  • Der Abwärtstrend-Kanal seit 2011 lässt sich in 2 Hälften unterteilen. Der Goldpreis benötigte fast 5 Monate, um einen Wechsel von der unteren in die obere Hälfte zu vollziehen. Das dokumentiert geringe Dynamik.

Wichtig ist für Sie daraus die Erkenntnis, dass sich der Goldpreis TROTZ der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf in einem ABWÄRTSTREND befindet!

Aktuelle Charttechnik

Kommen wir nun zur aktuellen Bestandsaufnahme:

  • Der gelbe Kreis markiert die entscheidende Veränderung: Der Goldpreis hat seinen zum Jahresbeginn etablierten Aufwärtstrend nach unten durchbrochen.
  • Tatsächlich kündigte sich die jüngste Kursschwäche bereits im August und September an. Das signalisieren Ihnen der Relative Stärke Index (RSI) und das Momentum.
  • Der 14-Wochen-RSI pendelt seit Dezember 2013 zwischen 30% und 63% (blaue Box). Die 50%-Marke trennt den Kaufbereich (über 50%) vom Verkaufsbereich (unter 50%). Das signalisiert Ihnen letztlich nichts anderes als einen „neutralen“ Trend.

Seit Anfang dieses Jahres gab es mehrere Versuche, sich aus dieser inzwischen fast 3 Jahre andauernden Seitwärts-Bewegung nach oben abzusetzen (grün eingekreist) – ohne Erfolg! Seit der ersten Juliwoche ist der RSI kontinuierlich gesunken.

  • Auch beim 14-Wochen-Momentum sehen Sie seit März 2014 eine ausgeprägte Seitwärts-Bewegung (grüne Box). Allerdings fand dieses Pendeln weit überwiegend unter der Nulllinie statt, womit eine negative Kursdynamik angezeigt wurde.

Immerhin gelang es dem Indikator, sich zu Jahresbeginn im positiven Wertebereich zu etablieren. Im Juni schaffte das Momentum dann sogar noch den Ausbruch aus der Seitwärts-Bewegung.

Allerdings wurde der damit verbundene Aufwärtstrend bereits im August nach unten verlassen (roter Ring).

Fazit

Was machen Sie nun aus dieser Analyse?

Gold ist langfristig weiterhin im Abwärtstrend. Somit sind Aufwärtsbemühungen, wie im bisherigen Jahresverlauf zu sehen, eben nichts anderes, als Versuche, sich gegen diesen Langfrist-Trend zu stemmen.

Der seit Jahresbeginn etablierte Aufwärtstrend ist durchbrochen – ein Verkaufssignal. In den kommenden Wochen sollten Sie als interessierter Goldanleger darauf achten, ob sich der Goldpreis in der oberen Hälfte des Trend-Kanals stabilisieren kann.

Ein Absinken in die untere Hälfte wäre ein weiterer Beleg für eine Goldpreisschwäche.

Der 14-Wochen-RSI signalisiert Ihnen den Rückfall in das seit 2013 gesehene Verhaltensmuster eines neutralen Trends.

Das Momentum hat zwar den Aufwärtstrend verlassen, aber bewegt sich immerhin noch oberhalb der langjährigen Seitwärts-Bewegung und im positiven Wertebereich. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Stabilisierung in der oberen Trend-Kanal-Hälfte.

Eines lässt sich indes klar sagen: Es gibt auch weiterhin deutlich attraktivere Investments als ausgerechnet Gold!

13. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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