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So sieht die US-Notenbank-Politik der Zukunft aus

Geht es Ihnen auch so? Manchmal gewinne ich den Eindruck, die Finanzmärkte würden sich von einem „wichtigen“ Termin zum nächsten hangeln.

In der letzten Woche schlug der große Verfallstag am Freitag die Märkte in seinen Bann.

Morgen steht die amerikanische Notenbank FED (Federal Reserve Bank) mit ihrer Leitzins-Entscheidung auf der Agenda.

Diesmal wird die Gefahr einer weiteren Anhebung der Fed Funds Rate (Leitzins) immerhin als recht gering erachtet.

Nach wie vor indes fürchten viele Marktteilnehmer eine generelle Trendwende in der Zins-Politik.

Ich zeige Ihnen gleich, warum diese Sorge völlig unbegründet ist.

USA: Unter den Top 15-Schuldnern der Welt

Die USA zählen mit einer Schuldenquote von 105,41% (Quelle: USDebtClock.org) zu den Top 15 der weltweit am stärksten verschuldeten Nationen.

Als Schuldenquote bezeichnet man die Relation von Staatsverschuldung zum Brutto-Inlands-Produkt (BPI), also zur Wirtschaftsleistung eines Landes.


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Unangefochten an der Spitze steht indes eine andere Nation: Japan weist eine Schuldenquote von 246,89% (Quelle: haushaltssteuerung.de) auf.

Hoher Verschuldungsgrad nur mit geringer Zinslast aufrecht zu erhalten

Um einen solchen Schuldenberg fortwährend zu finanzieren, wird eine möglichst geringe Zinslast erforderlich.

Das heißt: Das Land der aufgehenden Sonne kann seine Schulden und die jährlich zu zahlenden Zinsen nur bedienen – anders gesagt: refinanzieren – wenn ein anhaltend niedriges Zinsniveau gewährleistet wird.

Werfen wir dazu einmal einen Blick auf die Entwicklung der absoluten japanischen Staatsverschuldung zwischen 1981 und 2017 (Quelle: haushaltssteuerung.de):

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Absolute Entwicklung der Staatsverschuldung Japans seit 1981 in Bio. Yen

Die Staatsverschuldung ist in der Grafik in Billionen Yen dargestellt. Für 2017 erwarten die Experten der Europäischen Kommission eine Verschuldung von knapp 1.300 Bio. Yen.

Der Grafik können Sie entnehmen: Ab Beginn der 1990er-Jahre stieg die Schuldenlast dynamisch über 13 Jahre lang. Diese Dynamik wurde nach einer 5-jährigen Pause mit der Finanzkrise 2008 wieder aufgenommen.

Japans Leitzins-Politik: Blaupause für die USA

Schauen wir nun einmal in der folgenden Grafik, wie die japanische Notenbank die Problematik der ja ebenso dynamisch wachsenden Zinslast „ge-managed“ hat:

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Entwicklung der japanischen Leitzinsen seit 1979

In Japan wurde der Diskontsatz zwischen 1991 und 1995 von 6,00% auf 0,50% abgesenkt – also parallel zum dynamischen Anstieg der Staatsverschuldung.

Seit nunmehr 21 (!) Jahren pendelt der Leitzins im Land der aufgehenden Sonne zwischen 0,10% und maximal 0,82% (blau unterlegt).

Zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten bewegte sich die Fed Funds Rate zwischen 1991 und 1995 von 7% auf 3% und wieder hoch auf 6%. Zwischen 2003 und 2004 betrug der Leitzins 13 Monate lang 1%.

Im Zuge der Finanzkrise wurde die Fed Funds Rate dann von 5,25% von September 2007 bis Dezember 2008 auf 0,25% herunter „geprügelt“. Seither bewegt sich der US-Leitzins zwischen 0,25% und 0,50% (seit Dezember 2015).

Fazit

Die Entwicklung des Diskontsatzes (Leitzins) in Japan wird so etwas wie die Blaupause für die Zinspolitik der FED werden / sein:

Nur über einen anhaltend niedrigen Zins bleiben die Staatsschulden auch künftig einigermaßen bezahlbar.

Meine Prognose lautet daher: Selbst wenn die US-Notenbank irgendwann doch noch einmal den Leitzins anheben sollte – es wird wohl kaum über die Marke von 0,75% hinausgehen.

20. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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