So sind Sie beim Online-Banking sicher

Erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte von zuhause via Internet. Dann werden Sie mir zustimmen: Online-Banking ist praktisch und bequem – wenn man es freiwillig macht. Den Kunden der Postbank bleibt ab April gar nichts anderes mehr übrig. Denn es ist die einzige Möglichkeit, Überweisungen kostenfrei zu tätigen.

Die Postbank will nämlich Papierüberweisungen künftig kostenpflichtig machen. Stolze 0,99 Euro pro Überweisung will sie ihren Kunden abknöpfen. Zumindest dann, wenn diese Überweisung auf Papier getätigt wird.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt das Gleiche wie viele Postbank-Kunden: Ist das Online-Banking denn auch sicher?

Die Antwort: Wenn Sie bestimmte Sicherheits-Grundregeln beachten, dann hält sich das Risiko in engen Grenzen. Sollte dann doch etwas passieren, haftet Ihnen die Bank für den entstandenen Schaden. Hier einige Tipps, worauf Sie achten müssen:

Tipp 1: Niemals ohne Firewall und Anti-Viren-Programm

Online-Banking sollten Sie niemals von einem Rechner aus erledigen, der nicht mit einem aktuellen Firewall oder Anti-Viren-Programm ausgestattet ist.


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Diese Software verhindert, dass sich schädliche Trojaner (heimlich eingeschleuste Programme) oder Viren auf dem Rechner ansiedeln, mit deren Hilfe sich Ihre Zugangsdaten ausspähen lassen.

Wichtig: Online-Banking von einer Smartphone-App aus sollten Sie sich gut überlegen. Smartphones sind meist längst nicht so gut geschützt wie stationäre Rechner oder Laptops. Auch ist hier die Gefahr groß, dass jemand anderes als Sie auf das Gerät zugreift. Deshalb empfehlen wir diese Möglichkeit nicht.

Übrigens sollten Sie auf Online-Banking auch von anderen Geräten aus verzichten, die Sie nicht Ihr eigen nennen oder deren Schutzvorrichtungen Sie nicht genau kennen. Im Internet-Café die eigenen Bankdaten in einen Rechner einzugeben, wäre ziemlich leichtsinnig.

Tipp 2: Wählen Sie das mTAN oder iTAN-Verfahren

Je nach Bank gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich die für jede Überweisung nötige Transaktionsnummer generieren zu lassen: Beim mTAN-Verfahren wird Ihnen die TAN als SMS auf Ihr Mobiltelefon bzw. Smartphone geschickt, sobald Sie den dafür nötigen Button auf dem Monitor Ihres Rechners angeklickt haben.

Beim iTAN-Verfahren erhalten Sie zusätzlich ein kleines Gerät mit einem Einschubschlitz für Ihre Debitkarte (früher: EC-Karte). Dieses Gerät halten Sie dann mit ihrer Infrarot-Schnittstelle auf ein blinkendes Viereck am Rechner.

Es gibt dann in seiner Anzeige die Kontodaten des Empfängers aus, bevor es Ihnen die TAN errechnet. Prüfen Sie, ob diese Empfängerdaten stimmen, bevor Sie dann die TAN eingeben. Auch das ist ein ziemlich sicheres und pfiffiges Verfahren.

Tipp 3: Stoppen Sie sofort, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt

Verlangt die Online-Banking-Seite andere Eingaben als sonst, brechen Sie den Vorgang sofort ab.

Wird etwa die Eingabe einer zweiten TAN verlangt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf eine gefälschte Banken-Website umgeleitet worden zu sein, auf der Betrüger Ihre Eingaben in böser Absicht abgreifen und zu ihren Zwecken benutzen.

Deshalb gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ist der Vorgang des Einloggens oder Überweisens anders als gewohnt, stoppen Sie das Online-Banking und melden Sie den Vorfall bei Ihrer Bank.

Tipp 4: Nutzen Sie niemals die Auto-Vervollständigen-Funktion in Google

Merken Sie sich die Internet-Adresse Ihrer Bank gut. Geben Sie diese eigenhändig ein. Nutzen Sie keinesfalls die Auto-Vervollständigen-Funktion der Suchmaschine Google oder anderer Suchdienste. Zu groß ist die Gefahr, auf gefälschte Banken-Websites gelenkt zu werden, die in Wahrheit von Betrügern betrieben werden.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, dann brauchen Sie vorm Online-Banking keine Angst zu haben. Und Sie werden schnell merken: Die Bankgeschäfte auf diese Weise zu erledigen, bringt viele Vorteile mit sich. Sie sparen dadurch (nicht nur bei der Postbank) Überweisungs- und Kontogebühren.

9. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.

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