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Software-AG-Aktie: Planung verfehlt – Aktie im Sinkflug

Jetzt läuft die Berichts-Saison wieder an. Mit der Software AG hat jetzt auch das viertgrößte Software-Unternehmen Europas seine Bücher geöffnet und Quartalszahlen präsentiert.

Die Anleger zeigten sich von der jüngsten Geschäfts-Entwicklung aber wenig begeistert und ließen die Aktie fallen wie die sprichwörtliche heiße Kartoffel.

Mit einem Minus von zwischenzeitlich 11% hielt die Aktie die rote Laterne im TEC-DAX-Index.

Umsatz-Rückgang im 3. Quartal

Unterm Strich musste der Software-Spezialist einen Rückgang der Erlöse auf 198,3 Mio. € verkraften.

Das entspricht 8% weniger als im Vorjahres-Quartal und liegt spürbar unter den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld von 212,6 Mio. € ausgegangen waren.

Aber damit nicht genug: Neben der schwächeren Geschäfts-Entwicklung belastete ein Rechtsstreit in den USA die Bilanz.

Alleine hierfür musste der Konzern eine Rückstellung in Höhe von knapp 5 Mio. € bilden. Entsprechend unter den Erwartungen fiel mit 50,1 Mio. € das Vorsteuer-Ergebnis (EBIT) aus, das um 1/4 zusammenschmolz.


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Auch dieses Ergebnis kann bei Weitem nicht an die Markterwartungen heranreichen. Denn die Analysten hatten mit 56,4 Mio. € gerechnet.

Gute Gründe für den Rückgang

Offenbar ist ein Großteil der verfehlten Erwartungen auf kurzfristige Verschiebungen von wichtigen strategischen Deals zurückzuführen.

Laut Konzern-Führung sind diese aus dem 3. Quartal an den Anfang des 4. Quartals gerutscht. Hier wurde das Management sogar ziemlich konkret:

Wenn der Berichts-Zeitraum „nur“ um 11 Tage verlängert wird, dann hätten die Erlöse nämlich um 7% über dem Vorjahres-Zeitraum gelegen, so das Unternehmen.

Prognose wird beibehalten

Trotz der miesen Quartalszahlen zeigt sich das Unternehmen unverändert optimistisch und hält an seiner Jahres-Prognose weiter fest.

Die schwachen Zahlen begründet der Konzern mit einem Kalender-Effekt und sieht darin keine operative Schwäche.

Zugleich sieht Firmenchef Arnd Zinnhardt bislang keine negativen Auswirkungen durch den geplanten EU-Austritt von Großbritannien.

Konkret peilt die Software AG eine EBITA-Marge von 30,5 – 31,5% an.

Dass diese Gewinn-Margen durchaus realistisch sind, zeigt Ihnen der Blick auf das letzte Quartal. Denn die EBITA-Marge lag im 3. Quartal mit 33,7% sogar über dieser internen Zielmarke.

Bosch als Referenz-Projekt

Unterdessen könnte eine mit Großaufträgen verbundene strategische Partnerschaft die Anleger wieder hoffen lassen.

Konkret geht es um die Entwicklung von neuen Diensten und Lösungen für das sogenannte Internet der Dinge sowie die Industrie 4.0.

Analysten bewerten den Deal ausnahmslos positiv. Diese Themen beginnen bei den Kunden immer stärker an Bedeutung zu gewinnen.

Auch das Unternehmen heizte die Phantasie der Anleger weiter an und stellt Folge-Aufträge aus der Partnerschaft in Aussicht.

Auf das Schlussquartal kommt’s jetzt an

Nach der jüngsten Enttäuschung ist der Konzern in der Bringschuld. Das traditionelle starke 4. Quartal muss es also richten.

Wenn der Software-Riese allerdings hier zeigt, dass man die angepeilte Ertragsstärke nachhaltig erreichen kann und zugleich kräftig wächst, dann dürfte sich der Frust der Anleger bald wieder gelegt haben (keine Kaufempfehlung).

17. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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