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Solarparkbetreiber Capital Stage will Prokon kaufen

Das SDax-Unternehmen Capital Stage hat ein offizielles Übernahmeangebot für den insolventen Windparkbetreiber Prokon abgegeben. Der nach eigenen Angaben größte unabhängige Solarparkbetreiber Deutschlands, der auch im Bereich Windenergie tätig ist, will offenbar sein Portfolio erweitern.

Zuletzt war es still um Prokon geworden. Das Unternehmen, das von rund 75.000 Deutschen etwa 1,4 Mrd. Euro eingesammelt hatte, um dadurch Windparks zu finanzieren, könnte jetzt von Capital Stage übernommen werden und gerät dadurch aktuell wieder in den Blickpunkt.

Die mögliche Prokon-Übernahme durch Capital Stage

Capital Stage hat über eine 100%-ige Tochtergesellschaft ein verbindliches Angebot für die Übernahme von 94,9% der Prokon-Anteile abgegeben. Die verbleibenden 5,1% sollen durch einen weiteren Investor übernommen werden.

Damit beteiligt sich die Capital Stage AG am offiziellen Bieterverfahren um die Übernahme von Prokon. Über die Höhe und die weiteren Details des Angebots ist mit dem Insolvenzverwalter bis zur Entscheidung des Gläubigerausschusses Stillschweigen vereinbart worden. Der Hintergrund: Der Erfolg des Angebots von Capital Stage soll nicht gefährdet werden.


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Der Prokon-Insolvenzverwalter wird voraussichtlich bis Mitte Mai 2015 gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss eine Entscheidung über das vorliegende Angebot treffen. Die Gläubigerversammlung von Prokon wird voraussichtlich Anfang Juli entscheiden, ob das ausgewählte Angebot angenommen werden soll oder der alternativ verfolgte Weg eines Genossenschaftsinsolvenzplans den Vorzug erhält.

Das bedeutet: Anfang Juli wird sich wohl entscheiden, ob Prokon nach Ende des Bieterverfahrens verkauft wird, oder ob die Kapitalgeber ihre Beteiligungen in Genossenschaftsanteile umwandeln und das Unternehmen Prokon dann ohne einen Verkauf weiterführen.

Aktuell ist in diesem Zusammenhang noch keine Tendenz erkennbar. Es soll jedoch weitere Bieter geben. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ zeigt offenbar auch der drittgrößte deutsche Stromanbieter, EnBW, Interesse an einem Kauf von Prokon.

Die Hintergründe des Übernahmeangebots durch Capital Stage

Die Capital Stage AG sieht in der möglichen Übernahme von Prokon eine sinnvolle Ergänzung ihres eigenen Geschäftsmodells. Prokon verfügt über ein Bestandsportfolio an Windparks mit einer Erzeugerleitung von 529 Megawatt (MW) und festen Einspeisevergütungen.

Von diesen Windparks befinden sich 461 MW, also der absolut überwiegende Teil, in Deutschland. Zudem verfügt Prokon über eine eigene Einheit für die technische und kaufmännische Betriebsführung der Windparks.

Damit ist Prokon im Bereich Windenergie ähnlich aufgestellt, wie es Capital Stage im Solarbereich ist. Und da Capital Stage bereits Erfahrungen im Geschäft mit der Windenergie hat, könnte eine Prokon-Übernahme eine ideale Ergänzung des Portfolios darstellen.

Ob diese Übernahme tatsächlich zustande kommt, ist aktuell noch völlig offen. Denn: Derzeit ist weder entschieden, ob das Übernahmeangebot von Capital Stage sich im Bieterverfahren durchsetzen kann, noch ob überhaupt verkauft wird.

An der Börse scheinen die Pläne von Capital Stage aber gut anzukommen. Die Aktie des Solar- und Windparkbetreibers konnte heute im frühen Handel in einem schwachen Gesamtmarkt um rund 2% zulegen. In den vergangenen 6 Monaten legte die Capital-Stage-Aktie um insgesamt rund 80% zu und ist damit einer der großen Gewinner der vergangenen Monate.

11. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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