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Solarworld-Aktie: Preisverfall macht Solarkonzern mächtig zu schaffen

Anleger des Solarworld-Konzerns machen derzeit eine richtig schwere Zeit durch:

Schwache Quartalszahlen, eine nach unten korrigierte Jahres-Prognose und die angekündigten Massen-Entlassungen sprechen eine deutliche Sprache.

Auch der Blick auf den Aktienkurs ist ein wahres Trauerspiel: Auf Sicht der letzten 12 Monate summieren sich die Verluste auf immerhin 75%.

Der Kurs liegt bei nur noch knapp über 4 € und hat sich damit Lichtjahre von dem Allzeithoch bei knapp 3.000 € aus dem Jahr 2006 entfernt.

Erfolg war gestern….

In weiter Ferne liegen die Glanzzeiten des Unternehmens. Sie erinnern sich vielleicht:

Solarworld ist der weltweit größte integrierte Solarkonzern mit einem Produktions-Standort in Freiberg und Arnstadt in Ostdeutschland sowie einer Wafer- und Zellfabrik in Hillsboro (USA).

Mit der gesamten Wertschöpfungs-Kette im Angebot sollten in allen Bereichen Kostensenkungen erzielt und Synergien durch Abstimmung einzelner Wertschöpfungs-Stufen aufeinander erreicht werden.

Durch die globale Aufstellung wollte die Firma auch die globale Nachfrage bedienen und dennoch Flexibilität bei der Bedienung regionaler Märkte bewahren.


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Mit einem starken Vertrieb mit etablierten Distributions-Kanälen und die Konzentration auf kleinere Dachanlagen war die Differenzierung von asiatischen Anbietern geplant – so weit so, gut.

Zu Zeiten des Solarbooms gingen bei dem Konzern immerhin 1,3 Mrd. € durch die Bücher (2010). Zugleich arbeitete die Solarfirma profitabel: Zwischen 2004 und 2010 lag die Gewinn-Marge zwischen 5,82% (2009) und 25,64% (2006).

Im vergangenen Geschäftsjahr sah es hingegen düster aus: Während die Erlöse auf nur noch 763,5 Mio. € zusammenschmolzen, rutschte der Konzern mit 33,3 Mio. € tief in die Verlustzone.

……Preiskampf ist heute

Warum die Traumzeiten vorbei sind, liegt auf der Hand: In der Solar-Branche tobt derzeit ein existenzbedrohender Preiskampf:

Für einige Zeit hatten Zölle auf Billigimporte aus Asien die Preise für Solarzellen und Solarmodule in Europa und den USA stabilisiert.

Doch inzwischen beklagen die Firmen auf beiden Seiten des Atlantiks wieder einen Preisverfall – und machen einmal mehr Unternehmen in China dafür verantwortlich.

Alleine in den vergangenen Wochen haben die Preise Branchen-Insidern zufolge um 10 – 15% nachgegeben. Grund für den Preisrutsch ist China, wo der Markt für Solaranlagen kollabiert ist.

Die Volksrepublik ist der größte Markt für die Solar-Industrie; auch weil die Branche dort vom Staat unterstützt wird.

Über 10% der Belegschaft müssen gehen

Unterdessen versucht Solarworld zu reagieren: Bis zum Jahresende will sich der Konzern von rund 500 Zeitarbeitern trennen.

Zum 1. Oktober sowie zum 1. Dezember werden im sächsischen Freiberg rund 300 und im thüringischen Arnstadt rund 200 Zeitarbeiter abgemeldet.

Fest angestellte Mitarbeiter seien hingegen nicht betroffen. Nach maßvollen Anpassungen im 4. Quartal rechnet der Konzern im kommenden Jahr mit einer Stabilisierung.

Hemlock-Fall schwebt wie Damokles‘ Schwert über dem Konzern

Aber die operativen Probleme sind nicht die einzige Sorge des Konzerns. Vor einem US-Gericht ist Solarworld im Juli zur Zahlung von knapp 800 Mio. Dollar Strafe verurteilt worden.

Hintergrund ist eine Auseinandersetzung mit dem US-Silizium-Lieferanten Hemlock um nicht abgenommenes Silizium.

In den Boom-Jahren hatte Solarworld mit Hemlock langfristige Liefer-Verträge abgeschlossen. Sollte Solarworld wirklich zahlen müssen, sieht es düster aus:

Die geforderte Schadensersatz-Summe von 793 Mio. Dollar übersteigt die liquiden Mittel um gut das 4-fache. Rückstellungen hat die Firma keine gebildet.

Es dürfte also spannend bleiben. Anleger jedenfalls sollten aus Sicherheits-Gründen die weitere Entwicklung besser von der Seitenlinie aus beobachten.

21. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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