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S&P 500: Danke, liebe Bären!

„Wenn viele vom Dach eines Hochhauses springen, springen Sie dann hinterher?“

Diese durchaus provokante Frage soll vermitteln: Nur weil viele Menschen etwas Bestimmtes tun, muss es deshalb nicht automatisch auch richtig sein.

Diese Wahrheit könnte kaum zutreffender sein, als für den Aktienmarkt: Wenn sich zu viele Marktteilnehmer in Bezug auf eine erwartete Kursentwicklung einig sind, dann bleiben schlichtweg zu wenige Investoren übrig, um diese Erwartung auch in Realität umzumünzen.

Und dann tritt nicht selten sogar das exakte Gegenteil von dem ein, was die Mehrheit der Anleger erwartet. Wenn Sie diese, auf den ersten Blick unlogisch erscheinende, Wirkungsweise einmal verinnerlicht haben, werden Sie so manche Kursbewegung am Aktienmarkt besser nachvollziehen können.

Wir Menschen sind tendenziell emotionale Anleger

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Wir Menschen neigen dazu, uns von Stimmungen leiten zu lassen. Auch das gilt ganz besonders für die Börse:

Wenn Sie eine Prognose für die DAX 30-Entwicklung abgeben sollten, dann wird Ihre Einschätzung – unbewusst – stark davon beeinflusst, wie sich der deutsche Leitindex in der jüngsten Vergangenheit bewegt hat.

Eine Aufwärtsbewegung wird Ihre Prognose tendenziell optimistischer ausfallen lassen und umgekehrt. Diese Neigung lässt sich bei Umfragen unter Marktteilnehmern bezüglich ihrer Kurserwartungen immer wieder feststellen.

Hier werden Erwartungen protokolliert

Das Unternehmen Birinyi Associates, Inc. legt amerikanischen Börsenbloggern jeden Donnerstag dieselbe Frage vor: „Wie lautet Ihre Trend-Einschätzung für den S&P 500 für die kommenden 30 Tage?“  Die Befragten können entweder mit „Bullish“ (Index wird steigen), „Bearish“ (Index wird sinken) oder „Neutral“ (Index wird sich kaum verändern) antworten.


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Die Umfrage trägt den Titel „Ticker Sense Blogger Sentiment Poll“. Die prozentualen Ergebnisse der Antworten werden dann jeweils am Montag darauf auf der Internetseite Ticker Sense publiziert.

Die Anleger-Stimmung ist ZU pessimistisch

Die nachfolgende Grafik zeigt Ihnen die am vergangenen Donnerstag erfragten Erwartungen der Börsenblogger:

historie ticker sense blogger sentiment poll-05-02-2015

Ticker Sense Blogger Sentiment Poll für die Woche 2. bis 6. Februar 2015

Die Pessimisten hatten am 29. Januar klar die Oberhand: Fast die Hälfte der Befragten erwartete zu diesem Zeitpunkt eine Abwärtsentwicklung im S&P 500 in den kommenden 30 Tagen.

Apropos Emotionen: In der Woche vom 22. bis 28. Januar – also dem Tag vor der Befragung – war der S&P 500 von 2.063 auf 2.002 Punkte bzw. um fast -3% gefallen.

Beachtenswert ist hier auch das neutrale Lager: Nahezu ein Drittel der Börsen-Blogger mochten sich weder den Bullen, noch den Bären anschließen.

Diese Gruppe neigt jedoch dazu, sich schnell für die tatsächliche Index-Entwicklung zu entscheiden. Soll heißen: Tendiert der Index dann freundlich, schwenken viele Neutrale ins Bullen-Lager um und umgekehrt.

Fazit

Was machen wir also aus dem Ergebnis dieser jüngsten Befragung?

Wie Sie der nächsten Grafik entnehmen können, ist ein Anteil von 22% Bullen (grüne Kurve) in der Historie der zurückliegenden 3 Jahre ein extrem niedriger Wert. Der Bären-Anteil (rote Kurve) von knapp 48% ist zwar noch kein Extremwert, liegt jedoch auf einem sehr hohen Niveau.

ticker sense blogger sentiment poll-05-02-2015

Ticker Sense Blogger Sentiment Poll Historie von 2012 bis 2015

Das Fehlen von Optimisten und die starke Präsenz von Pessimisten lassen also für die kommenden Wochen eine freundliche Tendenz des S&P 500 erwarten. Diese kann durch den derzeit hohen Anteil neutraler Marktteilnehmer noch verstärkt werden.

Tatsächlich verpasste der S&P 500 am vergangenen Freitag mit 1.994 Punkten nur knapp das bisherige Jahrestief bei 1.992 und ist bis gestern auf 2.041 Zähler (Schlusskurs Dienstag: 2.050) geklettert. Und diese Tendenz sollte sich weiter fortsetzen.

Danke, liebe Bären!

5. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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