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S&P 500: Sekt oder Selters?

Die gute Nachricht: Es fehlt nicht viel, dann bricht der breitgefasste US-Aktienindex S&P 500 nach oben aus. Da der Dow Jones und DAX 30 immer dieselben Trends wie der S&P 500 haben, starten die gegebenenfalls auch nach oben durch. Das wäre der Sekt aus dem Titel.

Die schlechte Nachricht: Die eingangs geschrieben Bewertung ist zwar tagesaktuell, sie könnte aber auch aus dem Jahr 2015 oder sogar von Ende des Jahres 2014 stammen. So lange versucht der S&P 500 schon, sich nach oben von den 2.000 Punkten abzusetzen. Bislang erfolglos.

Diese lange Zeit kann dazu führen, dass die Anleger nicht mehr an den Ausbruch nach oben glauben. Wenn sie sich dann mehrheitlich zurückziehen, kann das einen Dominoeffekt auslösen, der die Kurse nachhaltig nach unten führt. Das wäre das Selters aus dem Titel.

Im untenstehenden Chart des S&P 500 auf Basis seiner Wochenschlusskurse sehen Sie, wie knapp der Index unter seinem Allzeithoch notiert, aber auch, wie lange er schon versucht, nach oben auszubrechen.

Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter. Wenn es für Sie neu ist:

Ich nutze für meine Charts gerne die Wochenschlusskurse der Indizes oder Aktien. Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen. In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500 etc. Heute zeige ich Ihnen den aktuellen Chart des S&P 500.

S&P 500: Nur 4,5% – wenig und viel zugleich

S&P500-Index_2016_03_29


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Im Chart des S&P 500 auf Basis der Wochenschlusskurse habe ich die breite Seitwärtszone zwischen 2.000 und 2.100 Punkten grün markiert. Die läuft nun schon seit dem letzten Quartal des Jahres 2014. Zweimal ist der Kurs aus dieser Zone klar nach unten heraus und auch unter die Linie der gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) gefallen. (Erläuterung der GD-200 in paar Zeilen tiefer.)

Beide Male haben Anleger die günstigen Kurse zum Kauf genutzt und den S&P 500 dadurch wieder zurück in die Seitwärtszone geführt (lila markiert).

Jetzt hat der S&P 500 seine GD-200 wieder überwunden. Ein gutes Kaufsignal. Mit seiner aktuellen Notierung von 2.036 Punkten liegt er nur 4,5% unter seinem Allzeithoch. Eine Notierung mit neuem Allzeithoch ist ein noch stärkeres Kaufsignal. Das Seitwärtsgeschiebe und Zittern der letzten Wochen und Monate hätte ein Ende. So weit so gut.

Es besteht aber das eingangs beschriebene Risiko, dass die Anleger bald nicht mehr an eine Fortsetzung der Rally glauben und die Notierungen statt aufwärts, dynamisch abwärts laufen.

Gleitende Durchschnittskurse der letzten 200 Tage

Für die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) addieren Sie die Kurse der jeweils letzten 200 Tage und dividieren diese durch 200. Dadurch ergibt sich für jeden Tag ein Mittelkurs. Dieser wird in den Chart eingetragen und fortgeschrieben. Durch Verbindung der einzelnen Durchschnittskurse erhalten Sie die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200).

Bewertung der GD-200

Liegt der aktuelle Kurs über der GD-200, ist der Aufwärtstrend intakt. Liegt der aktuelle Kurs unter der GD-200, ist das ein Zeichen für Marktschwäche. Das alleine ist nicht ausschlaggebend, aber ein zusätzlicher Hinweis auf Stärke oder Schwäche des Indexes. Wie oben geschrieben:

Die Zurückeroberung GD-200 zeigt die Stärke des S&P 500. Noch verläuft die GD-200 aber abwärts, der Trend ist also auch noch abwärts gerichtet.

Auch hier: Sekt und Selters.

Aus Selters wird Sekt!

Das Wort „Risiko“ im Zusammenhang mit Kursverlusten von Aktien und Indizes ist für Optionen-Trader falsch. Es gibt natürlich immer Risiken.

Das sind die Risiken, wenn Sie auf die falsche Richtung setzen. Long-Puts sind im Aufwärtstrend ebenso ein Risiko, wie Long-Calls im Abwärtstrend.

Aber wenn es zu einem nachhaltigen Kursverlust beziehungsweise Abwärtstrend kommt, der sogar in einen Crash münden kann, ist das für Optionen-Trader „nur“ eine andere Form, um Gewinne zu erzielen, Put-Optionen sind dann erste Wahl. Und die sollten Sie immer im Depot haben. Dann sind Sie auf der Gewinnerseite, wenn es der S&P 500, Dow Jones und DAX 30 unerwartet und stark abwärts rauschen.

Zum guten Schluss: Heute vor 190 Jahren, also am 29.03.1826, kam Wilhelm Liebknecht, einer der Gründerväter der SPD, zur Welt. Er sagte:

„Wissen ist Macht“

Ich bemühe mich, an dieser Stelle Börsenwissen weiterzugeben, damit Sie die „Macht“ haben, Gewinne zu erzielen. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

29. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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