Spannung in den USA: Konjunkturdaten über Konsumenten/Einkaufsmanager
Die USA haben weiterhin die internationalen Börsen im Griff.
Die Konjunkturentwicklung bestimmt letztlich das Weltgeschehen.
Denn mehr als 23% der internationalen Konjunkturentwicklung gehen weiterhin von den USA aus. China spielt bei weitem nicht die große Rolle, die der US-Markt gerade für die westliche Industrie spielt. Konsumenten in den USA kommt dabei sogar noch die Hauptrolle zu.
Konjunkturdaten: die Rolle der Konsumenten ist wichtig
Diese bestimmen über 60% der Konjunkturdaten in den USA – und damit über die Weltkonjunktur.
Das heißt auch, dass die Amerikaner in den nächsten Stunden über die Stimmung an den Aktienbörsen mitbefinden werden.
Griechenland dominiert
Noch dominiert die Stimmung zum Thema Griechenland an den Börsen. Denn die Griechen haben am Wochenende eine Wahl, die angeblich das Schicksal der Eurozone beeinflusst.
Das jedoch ist falsch, da die Griechen bereits sicher bankrott sind. Dies ist unsere feste Überzeugung, da die Verschuldung aller Teilnehmer wie Staat, Haushalten und Unternehmen bei mehr als 400% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt. Das heißt auch:
- Griechenland kann sich faktisch nicht mehr retten.
- In welcher Form und wann sich die Athener Regierung aus der Eurozone entfernt, steht dabei noch in den Sternen. Wir meinen jedoch, dies wird nicht entscheidend sein.
- In der Eurozone ist vielmehr die Akte Spanien wichtig. Wenn die Iberer gegenüber dem Schuldenstand von weit mehr als 100 Milliarden einknicken, dürfte es für den Euro noch wesentlich steiler nach unten gehen als zur Zeit sichtbar.
- Kurzfristig aber sind damit die USA entscheidend. Die Amerikaner haben heute nachmittag entscheidende Daten: den Konsumklima-Index der Uni Michigan sowie den Einkaufsmanager-Index "New-York-Empire-State-Index".
- Wir rechnen damit, dass beide Daten etwas schlechter als zuletzt ausfallen werden.
Das bedeutet, die Märkte dürften sich ab Montag noch einmal schwer tun. Wenn die Griechenland-Wahl in den Medien entsprechend gewürdigt wird, sollte klar werden, dass die Griechen keine Chance haben. Zudem wird die Konjunktur-Nachricht den Markt zumindest beeinflussen.
GeVestor meint: Kurzfristig müssen Sie zumindest mit größeren Ausschlägen an den Börsen rechnen. Diese werden sich bis über die nächsten 10 Tage ziehen, da den Konjunkturnachrichten dieser Woche aus den USA Arbeitsmarktnachrichten der nächsten Woche folgen werden. Diese fallen ebenfalls ungünstiger aus.
Beachten Sie: Wer kurzfristig tradet, sollte "short" gehen oder gar nicht investieren. Long-Positionen sind riskant. Die Handelsdaten in den USA prägen das Bild zu sehr.
Langfrist-Investoren können die eigene Rendite bequem mit Stop-buy-Limits absichern. Setzen Sie die Kaufkurse nur niedrig genug an, können Sie bei entsprechenden Marktbewegungen günstige Einstiegskurse mitnehmen. Dies wird sich langfristig bei den aktuellen niedrigen KGVs positiv niederschlagen.



