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Spareinlagen: So legen Sie Ihr Geld sicher mit hohen Zinsen an

Die Einlagensicherung umfasst sämtliche Bankkonten und Guthaben, die auf Ihren Namen lauten. Dazu zählen:

  • Giro- oder Tagesgeldkonten, also Guthaben, die Sie jederzeit abheben können.

  • Termingeld- und Festgeldkonten, also Guthaben, die bis zu einem bestimmten Fälligkeitstag auf einem Konto liegen und bis dahin nicht verfügbar sind.

  • Sparkonten und sonstige Spareinlagen, die an eine bestimmte Kündigungsfrist gebunden sind.

  • Sparbriefe, wenn sie auf Ihren Namen lauten, sogenannte Namensschuldverschreibungen. Ausnahme: Sparbriefe von Sparkassen, Landesbanken und Genossenschaftsbanken genießen den vollen Schutz, selbst wenn sie nicht auf Ihren Namen lauten.

  • Bei Sparkassen und Landes-, Volks- sowie Raiffeisenbanken fallen auch Zertifikate unter das jeweilige Einlagensicherungssystem, die eine der Mitgliedsbanken emittiert hat, nicht jedoch Zertifikate anderer Emittenten, die nur durch diese Banken verwahrt werden.

Panik ist fehl am Platz – Ihre Spareinlagen bleiben bei den Banken sicher

Die Finanzkrise hat das Vertrauen mancher Sparer in die Sicherheit der Banken erschüttert. Milliardenschwere Abschreibungen infolge fauler Hypothekenkredite haben so manches Finanzinstitut in Schieflage gebracht. Mit der US-Investmentbank Lehman Brothers forderte die Finanzkrise ein prominentes Opfer, bevor die milliardenschweren Rettungspakete geschnürt wurden.

Die Tatsache, dass der Großteil der Sparer bei allen Hiobsbotschaften und Panikmache durch die Medien erfreulich rational blieb, bewahrte die Finanzbranche vor Schlimmerem. Der berüchtigte „Schaltersturm“, massive Liquiditätsabzüge von Anlegern wie zur Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre, blieb aus.

Zu Recht. Schließlich verfügen die Finanzinstitute über Einlagensicherungssysteme. Wobei die Einlagensicherung in Deutschland mit mehreren Stufen eine der sichersten weltweit ist. Zudem erteilte die Bundesregierung eine Staatsgarantie für alle privaten Einlagen bei Banken, die die Guthaben ihrer Kunden nach dem deutschen Einlagensicherungssystem absichern. Es besteht also keine Veranlassung dazu, den Banken zu misstrauen.

Die Aufbewahrung größerer Geldbeträge zu Hause ist keine Alternative zu Banken

Das eigene Zuhause, egal ob im Sparstrumpf oder unter der Matratze ist für Ihr Erspartes viel weniger geeignet als eine Bank. Erstens wirft das auf diese Weise deponierte Geld keine Zinsen ab. Somit knabbert die Inflation langsam, aber sicher an Ihren Ersparnissen.

Zweitens gehen Sie sogar ein deutlich höheres Risiko als mit Bankeinlagen ein. Denn bei einem Diebstahl kommt die Hausratversicherung nur bis zu einer begrenzten Summe (die erheblich unter der Versicherungssumme liegt) für Barmittel auf.

Kaupthing Bank: So holen Sie sich Ihr Geld zurück

Die isländische Kaupthing Bank warb lange mit hohen Tagesgeldzinsen um die Gunst deutscher Anleger. In unsere ZinsÜbersicht haben wir das Angebot jedoch niemals aufgenommen, da wir Zweifel an der Finanzkraft der isländischen Einlagensicherung hatten. Leider haben sich unsere Befürchtungen bewahrheitet. Die Kaupthing-Bank ist pleite, mit der Bonität des isländischen Staates sieht es nicht viel besser aus.

Seit der Insolvenz sind die Konten aufgrund des Moratoriums der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gesperrt, und die deutschen Anleger kommen nicht an ihr Geld heran. Jetzt kommt aber endlich Bewegung in die Sache, nachdem Island neue Milliardenkredite zugestanden wurden.

Dadurch sollen nach Aussage von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück deutsche Kunden ihre Einlagen in voller Höhe zurückerhalten, auch über die 20.887 €, die von der isländischen Einlagensicherung garantierte Summe hinaus. Zum Redaktionsschluss war allerdings noch unklar, ob die Entschädigungen in Euro oder isländischen Kronen (Währungsrisiko) zurückbezahlt werden.


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Wichtig: Betroffene müssen ihren Anspruch bis zum 30.12.2008 bei der isländischen Einlagensicherung schriftlich anmelden. Die Verbraucherzentralen halten dafür entsprechende Antragsformulare und Erläuterungen zum englischsprachigen Formular bereit.

Wie Sie ermitteln, ob Ihre Einlagen in voller Höhe abgesichert sind

Bei Sparkassen und Landesbanken sowie den genossenschaftlichen Banken (wie Volks- und Raiffeisenbanken) sind Ihre Einlagen in voller Höhe abgesichert. Innerhalb des jeweiligen Verbandes stehen im Notfall alle Institute füreinander ein. Öffentliche Kreditinstitute bieten Ihnen daher ein Höchstmaß an Sicherheit.

Anders verhält es sich bei privaten Banken. Den gesetzlichen Mindestschutz (90% von 20.000 €) bieten zunächst einmal alle. Dieser schützt Sie im Insolvenzfall jedoch nur unzureichend. Daher hat sich der Großteil der Institute dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken angeschlossen. Dieser deckt Einlagen in Höhe von 30% des Eigenkapitals der jeweiligen Bank vollständig ab.

Bevor Sie Ihr Geld einer Privatbank anvertrauen, sollten Sie überprüfen, ob es dort auch sicher ist. Am besten überprüfen Sie noch vor Kontoeröffnung, ob die Bank Ihrer Wahl dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds angehört.

Wenn Sie die genaue abgesicherte Summe wissen möchten, wählen Sie den Namen der Bank aus, und geben Sie Ihre Kontaktdaten in das Formular unter diesem Menü ein. Kurz darauf erhalten Sie eine E-Mail mit einer Summe.

Aktuell: Zum 1. Juli 2009 ist die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland aufgestockt worden. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH schützt nun Spareinlagen bis zu 50.000 € zu 100%.

„Heimatstaatsprinzip“ bei ausländischen Banken

Bei den wenigen privaten Banken, die dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds nicht angehören, handelt es sich meist um Zweigstellen kleinerer ausländischer Banken. Hier gilt das „Heimatstaatsprinzip“.

Das bedeutet: Ihr Geld ist nach der Einlagensicherung des Staates geschützt, in dem die Bank ihren Hauptsitz hat.

Bisher lag die Einlagensicherung bei Kreditinstituten mit besonders hohen Habenzinsen wie Credit Bank Europe, DHB Bank oder Garantibank, die alle ihren Hauptsitz in den Niederlanden haben, bei lediglich 20.000 €. Wer höhere Beträge anlegen wollte, musste sein Kapital entweder auf mehrere Konten verteilen oder sich mit niedrigeren Zinsen zufriedengeben.

Im Zuge der Finanzkrise hat das niederländische Finanzministerium jedoch die Einlagengarantie auf 100.000 € (zu 100%) pro Privatperson erhöht. Somit können Sie bei den genannten Banken endlich auch größere Geldbeträge guten Gewissens und zu sehr guten Konditionen anlegen.

Die besten Tagesgeldangebote deutscher und ausländischer Banken

Hohe Zinsen wie bei der Kaupthing Bank sind nicht zwangsläufig ein Indiz für mangelnde Sicherheit. Insbesondere Direktbanken ohne großes Filialnetz geben ihre Kostenvorteile oftmals in Form höherer Zinsen an Kunden weiter.

Andere Banken buhlen mit Lockangeboten um die Gunst neuer Kunden. Hier gilt der hohe Tagesgeldzinssatz üblicherweise nur einen begrenzten Zeitraum oder für eine relativ niedrige Summe.

Dabei kalkulieren die Banken sogar Verluste ein. Im Verlauf der späteren Geschäftsbeziehung soll das Geld dann mit dem Verkauf anderer Geldanlagen oder Versicherungen verdient werden.

In der folgenden Tabelle habe ich für Sie die aktuell besten Tagesgeldangebote von Banken zusammengestellt, die dem deutschen Einlagensicherungssystem angehören. Dabei habe ich auch das „Kleingedruckte“ aufgeführt. Für alle diese Konten gilt die Staatsgarantie der Bundesregierung. Noch mehr Sicherheit gibt es nicht.

Tagesgeldangebote von Mitgliedern im deutschen Einlagensicherungsfonds

BankZinssatzAbsicherung je KundeKonditionen
GE Money Bank0.055100 % bis 57,9 Mio. €Für 50000 € bis 1.5.2009 danach Anpassung an den EZB-Leitzins
Volkswagenbankdirect0.05100 % bis 1,1 Mrd. €Für Neukunden bis 30000 € ansonsten 4%
Norisbank0.0475100 % bus 46,6 Mio. €Für Neuanlagen bis 50000 € bis 31.03.09 sonst 4.10 %
1822direkt0.045100 % bis 10 Mrd. € Sparkassen-SicherungsfondsFür Neuanlagen sonst 3,70 %
Hamburger Sparkasse0.04100 % bis 10 Mrd. € Sparkassen-Sicherungsfondsohne Einschränkungen

Alle diese Banken sind Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken oder im Einlagensicherungsfonds der Sparkassen. Für diese Konten gilt die Staatsgarantie der Bundesregierung.

Höhere Zinsen erhalten Sie nur von ausländischen Banken

Ausländische Banken bieten Ihnen zwar noch etwas höhere Zinsen. Doch wie das Beispiel Kaupthing Bank zeigt, ist hier Vorsicht angebracht, wenn es sich dabei nicht um ein Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken handelt.

Viele gute Zinsangebote kommen von niederländischen Banken. Hier hat die Regierung zuletzt die gesetzliche Einlagensicherung auf 100.000 € (zu 100%) angehoben.

Die Niederlande sind schon ein anderes Kaliber als Island. Die Gefahr eines Staatsbankrotts sehe ich hier selbst bei einer Zuspitzung der Finanzkrise nicht.

Daher habe ich für Sie auch die besten Tagesgeldangebote niederländischer Banken zusammengestellt. Wer auf die Staatsgarantie der Bundesregierung verzichten kann, erhält hier einen hübschen Zinsaufschlag, der zudem bei vielen Instituten nicht nur für Neukunden gilt.

Tagesgeldangebote von Banken mit niederländischer Einlagensicherung

BankZinssatzAbsicherung je KundeKonditionen
Credit Bank Europe5,75%100 % bis 100000 €Für Neukunden
Garantibank5,25 %100 % bis 100000 €Für Neu- und Bestandskunden bis 250 000 €
DHB Bank5,25 %100 % bis 100000 €Für Neu- und Bestandskunden bis 500 000 €

Die niederländischen Banken bieten Ihnen äußerst gute Konditionen für Tages und Festgeld (siehe auch unsere Zinsübersicht in jeder Ausgabe).

Die Staatsgarantie gilt für diese Konten allerdings nicht. Legen Sie hier zur Sicherheit niemals mehr Geld an, als vom niederländischen Einlagensicherungsfonds abgedeckt ist (derzeit 100.000 €).

Checkliste: Wie Sie Ihre Spareinlagen mit hohen Zinsen und sicher anlegen

  • Informieren Sie sich über die Höhe und Art der Einlagensicherung Ihrer Bank(en). Seien Sie skeptisch gegenüber Banken, die nur die gesetzlichen Minimalanforderungen erfüllen.

  • Legen Sie niemals mehr Geld bei einer Bank an, als durch die Einlagensicherung abgesichert ist – selbstwenn der Zinssatz noch so verführerisch ist.

  • Lesen Sie bei hohen Zinsangeboten stets das „Kleingedruckte“. Gilt der Zinssatz nur für Neukunden, für einen festgelegten Zeitraum oder nur für kleine Anlagesummen, müssen Sie abwägen, ob sich der Wechselaufwand für Sie lohnt.

  • Wenn Sie Ihr Tagesgeldkonto nicht regelmäßig wechseln wollen, wählen Sie eine Bank aus, die auf Sonderaktionen verzichtet und Bestandskunden einen hohen Zinssatz einräumt.

  • Falls Sie mit einer sehr hohen Anlagesumme (deutlich über 100.000 €) auf Nummer sicher gehen wollen, verteilen Sie das Geld auf mehrere Banken, die unterschiedlichen Sicherungssystemen angehören (Sparkassen, Volksbanken und Privatbankeneinlagensicherung).

15. Dezember 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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