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Spektakuläre Übernahme: Softbank will ARM übernehmen

Der deutsche Leitindex DAX hat am ersten Tag der neuen Handelswoche die 10.000-Punkte-Marke verteidigt. Damit wurde der Kursabschlag nach dem Brexit-Votum schon wieder halb aufgeholt.

Einige Investoren und Unternehmen nutzen die übertriebene Kurspanik nach der Wahl in Großbritannien, um günstig auf Einkaufstour zu gehen.

Der japanische Telekomunikations- und Internet-Konzern Softbank will den britischen Chipdesigner ARM kaufen.

Keine 4 Wochen nach dem Brexit-Votum wollen die Japaner in Großbritannien zugreifen und 24,3 Mrd. Pfund (rund 29 Mrd. €) für ARM, deren Technologie fast in allen Smartphones und Tablet-PCs steckt, hinlegen.

Wenn der Deal zustande kommt, wäre es die bisher größte Übernahme in Europa im Technologie-Geschäft. Zudem wäre es die erste große Übernahme eines britischen Unternehmens seit dem Kurssturz in Folge des Brexit-Votums.

Weitere Details zur geplanten ARM-Übernahme

Das Angebot des japanischen Softbank-Konzerns steht bei rund 17 Pfund pro Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 43% auf den Schlusskurs von vergangenem Freitag.


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Dies haben heute unter anderem die erfahrungsgemäß gut informierten Wirtschafts-Medien „Financial Times“ und das „Wall Street Journal“ berichtet. Die ARM-Aktie schoss daraufhin in der Spitze um 43% nach oben.

Softbank will nicht nur den jüngsten Kursrücksetzer nutzen. Auch die Währungs-Verschiebung macht den Deal attraktiver. Die Japaner würden – wenn die Übernahme zustande kommt – stark vom in Folge des Brexit-Votums vergleichsweise günstigen Pfund profitieren.

Denn: Der Kurs des Pfund zum japanischen Yen ist zuletzt stark gefallen. Das britische Pfund ist derzeit rund 30% weniger Wert als noch vor einem Jahr.

ARM ganz stark bei mobilen Geräten

AMR stellt die Prozessoren nicht selbst her, sondern entwirft lediglich die Chip-Architektur, auf die dann Lizenzen verkauft werden.

Prozessoren auf Basis der AMR-Technologie arbeiten sehr stromsparend. Daher sind sie in den meisten Smartphones und Tablet-PCs verbaut.

Dem Chip-Riesen Intel, der das Geschäft mit Prozessoren für PCs dominiert, gelang es nie, die Vormacht-Stellung von ARM bei den mobilen Geräten zu brechen.

Es gab nur sehr wenige Smartphones mit Intel-Chips, nur bei Tablets konnte sich der US-Konzern eine kleine Nische sichern. Apple z. B. entwirft seit Jahren eigene Chips für seine iPhones und iPads – sie basieren aber auch auf ARM-Technologie.

Zudem wird bereits seit Längerem darüber spekuliert, dass Apple auch seine Mac-Computer, in denen bislang Intel-Chips verbaut werden, auf ARM-Architektur umstellen könnte.

Apples größter Konkurrent im Smartphone-Segment, Samsung, nutzt übrigens für seine Smartphones ebenfalls schon seit Längerem Chips mit ARM-Architektur.

Erst vor Kurzem kündigte ARM neue Prozessoren-Entwürfe u. a. für kleine vernetzte Technik im sogenannten „Internet der Dinge“ an. Das könnte das letzte Quäntchen gewesen sein, was den Ausschlag für die Übernahme gegeben hat.

Denn: Weltweit versuchen nahezu alle großen Telekom-Firmen, sich als Dienstleister für vernetzte Geräte aller Art neu zu erfinden.

Fazit

Ich rechne fest damit, dass es zu weiteren Übernahmen britischer Firmen kommen wird.

Denn: Das schwache britische Pfund sorgt dafür, dass britische Firmen für ausländische Käufer mit starken Währungen deutlich günstiger – und damit attraktiver – sind als zuvor.

18. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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