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Squeeze Out: Nach der Abfindungszahlung bleiben nur noch Chancen

Der Übernahme-Sensor durchleuchtet für Sie nicht nur die spannendsten Übernahmen rund um den Globus, sondern liefert auch Hintergrund-Wissen rund um das Übernahme-Geschäft.

Nachdem Sie in den vergangenen Wochen schon die verschiedensten Maßnahmen zur Abwehr feindlicher Übernahmen kennen gelernt haben, steht heute ein Erklärstück zum Thema Squeeze Out auf dem Plan.

Gründe, warum der Großaktionär das Unternehmen komplett übernehmen will

„Squeeze-Out“ („Ausquetschen“, Herausdrängen“) ist eine Situation, die am Ende eines Übernahme-Prozesses steht.

Es geht um Folgendes: Manchmal reicht es dem Käufer eines Unternehmens nicht, mehr als 50% der Aktien zu erwerben. Diese würde ja für die Stimmenmehrheit bei der Hauptversammlung reichen.

Vielmehr strebt er danach, alle Aktien zu kaufen, also auch die, die noch in der Hand bestehender Aktionäre sind.

Erst dann kann er das übernommene Unternehmen von der Börse nehmen, und spart sich die Kosten für die Börsennotiz, für die Hauptversammlungen, für die laufenden Geschäftsberichte und für Ad-hoc-Meldungen.

Der Käufer kann dann das Unternehmen vollständig integrieren und hat freie Hand, ohne Rechenschaft abzulegen und ohne die verbliebenen Aktionäre am Geschäftserfolg zu beteiligen.

Insbesondere der Vorteil, dass keine Rechenschaft abgelegt werden muss, ist sehr groß. Der aktuell geplante Börsenrückzug von Dell verdeutlicht das.

Nicht wenige Analysten sind sogar der Meinung, dass eine Rückkehr in die Erfolgsspur nur möglich ist, wenn Dell nicht mehr börsennotiert ist.


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Aktionäre von Squeeze Out-Kandidaten erhalten häufig einen Nachschlag

Warum sind potenzielle Squeeze-Out-Unternehmen für Sie als Anleger interessant? Weil der Käufer des bestreffenden Unternehmens Sie nicht ohne finanzielle Entschädigung herausdrängen darf.

Zwar hat er das Recht, Ihnen gegen Ihren Willen Aktien abzukaufen, sobald er mindestens 95% der Aktien hält.

Aber er muss Ihnen dafür eine satte Abfindung zahlen. In einem ersten Schritt erhalten Sie zumindest den 3-Monats-Durchschnittskurs des Übernahme-Kandidaten.

Danach kann es nur mehr werden. 30% Aufschlag auf den Squeeze Out-Preis sind keine Seltenheit. Das Besondere:

Sie erhalten einen Nachschlag, ohne, dass Ihr Kapital gebunden ist. Denn den bei Einleitung des Squeeze Outs festgesetzten Preis erhalten Sie sofort.

Bei Übernahmen frühzeitig auf einen Squeeze-Out spekulieren

Mit der Spekulation auf Squeeze Out-Kandidaten sollten Sie nicht erst beginnen, wenn der Großaktionär bereits 95% der Aktien besitzt.

Es lohnt sich, schon vor der letzten Runde der Komplett-Übernahme in die Aktie zu investieren. Die Jagd auf eine lukrative Abfindungsprämie beginnt schon mit der Identifizierung von Übernahme-Kandidaten.

Wenn der Großaktionär die 75%-Schwelle erreicht hat, schließt er häufig mit dem Squeeze-Out-Kandidaten einen so genannten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ab.

Spätestens dann sollten Sie Aktien des betreffenden Übernahmekandidaten besitzen.

Ab diesem Moment verringert sich Ihr Risiko enorm. Denn der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ermöglicht es Ihnen, die Aktie zu einem festgelegten Preis an den Großaktionär abzugeben. Meistens ist der festgelegte Preis an einer Frist gebunden – jedoch nicht immer.

Sie als Aktionär haben dann eine Art Kurs-Untergrenze, unter die der Kurs im Normalfall nicht fällt.

Zugleich bekommen Sie jährlich eine garantierte, vertraglich festgeschriebene Dividende. 5% Dividendenrendite und mehr sind bei deutschen Übernahme-Kandidaten keine Seltenheit.

Aktien mit Garantie-Dividende behaupten sich auch in Krisen

Als Investor, der Aktien von Unternehmen mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag im Depot hat, profitieren Sie in mehrfacher Hinsicht von einem bevorstehenden Squeeze-Out:

  1. Die jährliche Garantie-Dividende wird unabhängig davon gezahlt, ob das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet oder Verluste schreibt.
  1. Die Aktien überstehen erfahrungsgemäß auch Krisenzeiten ohne größere Kursverluste.
  1. Am Ende des Übernahme-Prozesses wartet auf Sie eine attraktive Abfindungsprämie

Squeeze-Out-Kandidaten gehören daher zu den attraktivsten Aktien-Investments. Das Warten auf den Zwangsausschluss wird Ihnen mit der Garantie-Dividende versüßt.

Leser des Übernahme-Gewinners kennen den Squeeze Out

Aktuell sind die Leser meines Börsendienstes „Der Übernahme-Gewinner“ in zwei Squeeze Out-Kandidaten investiert und halten zwei Aktien mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Sowohl bei der Depot-Position „Generali Deutschland“ als auch bei der in einer Sonderstudie vorgestellten „Demag Cranes“ werden die Leser voraussichtlich noch in diesem Jahr rausgedrängt.

Natürlich liegen beide Aktien weit im Plus – die Aktie „Generali Deutschland“ aktuell mit über 50%. Von den Aktien mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag notiert eine Aktie mit über 500% im Plus.

20. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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