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SqueezeOutKandidaten: Renditestarke Aktien mit Sicherheitsnetz

Auf einen Blick: Chancen und Risiken bei SqueezeOutKandidaten

Wenn ein Investor mindestens 95% der Aktien eines Unternehmens besitzt, kann er auf der Hauptversammlung einen Zwangsausschluss (SqueezeOut) der restlichen Aktionäre beantragen.

Diese SpezialSituation bietet Ihnen folgende Chancen:

  • Zweistellige Abfindungsprämien (in Ausnahmefällen ist sogar eine Kursverdopplung möglich).

  • Keine Konkurrenz durch Banken und Fonds, die große und liquide Werte suchen.

  • Da fast alle Aktien des SqueezeOutKandidaten bei einem Investor liegen, nehmen die Kursschwankungen ab.

Mögliche Risiken:

  • Ein höheres Abfindungsangebot ist nicht zwingend erforderlich.

  • Der Abfindungsprozess kann sich über mehrere Jahre hinziehen und Kapital binden.

  • Die Aktien von SqueezeOutKandidaten werden nicht mehr so rege an der Börse gehandelt, da der Großinvestor fast alle Aktien besitzt.

Spekulation auf höhere Abfindungen: Das Geduldspiel mit dem Großaktionär

Was viele deutsche Aktionäre nicht wissen: Unter bestimmten Bedingungen müssen sie Aktien zwangsweise abgeben. Seit Beginn des Jahres 2002 haben Großaktionäre, die mindestens 95% der Aktien eines Unternehmens besitzen, die Möglichkeit, die verbliebenen Aktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung zwangsweise aus dem Unternehmen zu drängen. Dieser Vorgang wird „SqueezeOut“ (englisch für „Herausquetschen“) genannt.

Damit die wenigen freien Aktionäre nicht über den Tisch gezogen werden, legt ein Gutachter die Höhe der Abfindung fest. Trotzdem enden in der Praxis fast alle SqueezeOutFälle vor unabhängigen Gerichten. Die Chancen auf eine faire Preisfestsetzung sind hier wesentlich größer. Da der Aufkäufer diese Erfahrungswerte kennt, wird oft kurz vor einem möglichen Gerichtstermin ein neues, höheres Angebot vorgelegt, um den Fall abzukürzen.

Der Abfindungspreis wird in mehreren Etappen angehoben

Investoren, die sich rechtzeitig mit möglichen SqueezeOutAktien eindecken, können daher gleich mehrfach mit Kurssprüngen rechnen:

  1. 1. Beim ersten Übernahmeangebot des neuen Großaktionärs (das erste Angebot liegt oft rund 30% über dem letzten Börsenkurs)

  2. 2. Beim Versuch des Großaktionärs, durch ein höheres Angebot auf die Annahmequote von 95% zu kommen

  3. 3. Kurz vor einem möglichen Abfindungsprozess oder durch ein gerichtliches Urteil

Im Endeffekt zahlt der neue Alleineigentümer in der Praxis einen Preis, der 30 bis 100% über dem Kurs vor dem ersten Übernahmeangebot liegt. SqueezeOutKandidaten gehören daher zu den attraktivsten AktienChancen. Der Zwangsausschluss wird Ihnen mit viel Geld versüßt.

Die 5 Schritte bis zur endgültigen Abfindung

Das endgültige Abfindungsangebot ist oft sehr attraktiv, doch der Weg dorthin ist auch für die Aktionäre steinig und langwierig. Hier die 5 Etappen bis zum Ziel:

Schritt 1: Ein neuer Großaktionär steigt ein

Aufkäufer sind in der Regel Finanzinvestoren oder Großkonzerne, die im Nebenwertesegment eine „Perle“ entdeckt haben, die gut ins eigene Portfolio passt. So hat beispielsweise der französische Luxuskonzern PinaultPrintempsRedoute die Mehrheit bei Puma übernommen.

Schritt 2: Aufstockung auf 75%

Das erste Angebot führt selten zu einer Komplettübernahme. Viele Privatinvestoren und auch spezialisierte HedgeFonds halten Minderheitsanteile. Der neue Großaktionär wird dann versuchen, über Zukäufe an der Börse oder mit finanziellen Anreizen die wichtige Zwischenetappe von 75% zu erreichen. Diese Mehrheit reicht aus, um einen „Beherrschungs und Gewinnabführungsvertrag“ zu beschließen. Das erhöht den Handlungsspielraum des Großaktionärs. Im Gegenzug erhalten die Aktionäre zum Beispiel festgeschriebene Dividendenansprüche.

Schritt 3: Aufstockung auf 95%

Kann der Großaktionär seinen Anteil weiter auf 95% aufstocken, steht einem „SqueezeOutBeschluss“ auf der nächsten Hauptversammlung nichts mehr im Wege. Gerichtliche Anfechtungsklagen können den Zwangsausschluss vorerst verhindern. Genau an dieser Stelle haben in der Vergangenheit einige „schwarze Schafe“ der Finanzbranche zugeschlagen: Mit langwierigen Klagen sollte der Großaktionär „weichgekocht“ werden. Die Kläger haben dem Großaktionär dann angeboten, gegen eine angemessene Entschädigung die Klage fallen zu lassen. Mit anderen Worten: Eine moderne Variante der Erpressung. Ein aktuelles Gerichtsurteil von Ende 2007 bringt jetzt Bewegung in das Spiel: Wenn es offensichtlich nur um eine Zeitverzögerung geht, kann der Kläger zum Beklagten werden und muss eine Strafe zahlen. So soll ein Missbrauch verhindert werden.

Schritt 4: SqueezeOut

Wenn der SqueezeOutBeschluss der Hauptversammlung erfolgreich umgesetzt werden konnte, werden die Aktien der restlichen Anleger zwangsweise ausgebucht. Im Gegenzug fließt eine Barabfindung.


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Schritt 5: Nachbesserung durch Spruchstellenverfahren

Erst wenn die Aktien tatsächlich ausgebucht wurden, kann vor Gericht über den eigentlichen Wert der Aktien verhandelt werden. Anders als bei den Anfechtungsklagen geht es hier um eine Wertbestimmung für alle Aktien, die zwangsweise ausgebucht wurden. Der Großaktionär muss an dieser Stelle des Verfahrens mit 2 Risiken rechnen: Der Prozess kann sich zeitlich strecken und der neu ermittelte Wert der Aktien kann überraschend hoch ausfallen. Daher bieten viele Großaktionäre noch während des Verfahrens eine erneute Nachbesserung von 10 bis 20% an, wenn dafür das Verfahren sofort beendet wird und keine weiteren Ansprüche gestellt werden.

Warum sich der Aufwand für den Großaktionär rechnet

Angesichts dieses Marathonlaufs bis zur vollständigen Übernahme stellt sich die Frage, warum sich ein Großaktionär nicht mit 70 oder 90% der Aktien begnügt. Für eine vollständige Übernahme sprechen 2 Gründe: Die enorme Kostenersparnis (Geschäftsberichte, AdhocPublikationen, Hauptversammlungen, Gebühren für Börsennotierung) und die vollständige Entscheidungsfreiheit (Verschmelzung mit dem Mutterkonzern oder mit anderen Tochtergesellschaften).

Fazit

Ein SqueezeOutVerfahren kann sich in Extremfällen über mehrere Jahre hinziehen. Am Ende können aber beide Seiten profitieren: Die freien Aktionäre haben einen hohen Aufpreis als Entschädigung für den Zwangsausschluss erhalten, der Großaktionär hat nach der vollständigen Übernahme absolute Handlungsfreiheit.

Aktueller Kommentar Januar 2008: Die Zeit der „leichten“ Aktiengewinne ist vorbei – Spezialsituationen wie SqueezeOut versprechen die höchsten Renditen

Der deutsche Leitindex DAX hat 2007 erneut um über 20% zugelegt. Die seit 2003 anhaltende BörsenHausse geht scheinbar weiter. Doch dieser Eindruck trügt. Schon 2007 war für uns Aktionäre ein schwieriges Jahr. So hat der japanische Aktienmarkt 2007 zweistellig verloren. Auch in unseren Nachbarländern lief es nicht rund. Österreich hat knapp den Vorjahreswert gehalten, die Schweiz lag deutlich im Minus.

Auch die sehr starke DAXPerformance hat 2 Gesichter: Einige wenige Werte (Deutsche Börse, VW, MAN, Daimler) haben für extreme Kurssprünge gesorgt. 10 von 30 DAXWerten verbuchten dagegen auf Jahressicht Verluste. Bei den Nebenwerten war das Verhältnis von Gewinnern und Verlierern sogar noch wesentlich schlechter.

Die erfreuliche Ausnahme im Nebenwertesegment: SqueezeOutKandidaten. Als Maßstab dient uns das SqueezeOutBasketZertifikat von Sal. Oppenheim (siehe folgende Seite). Stammleser kennen diese erfolgreiche Empfehlung des „GeldanlageBeraters“ bereits seit 2004. In diesem Zertifikat werden 10 aussichtsreiche Übernahmeund SqueezeOutKandidaten vereint. Das Zertifikat notierte im Januar 2007 bei 160 € und schloss das Jahr bei 180 € ab. Ein zweistelliger Zuwachs trotz der allgemeinen NebenwerteSchwäche in Deutschland.

Aktien mit Sicherheitsnetz

Aktien, für die es bereits ein Übernahmeangebot gab oder bei denen die Aktionärsstruktur auf ein baldiges Angebot hindeutet, sind erfahrungsgemäß auch in stürmischen Börsenzeiten relativ wertstabil.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Kommen Aktien auf den Markt, sammelt der übernahmewillige Großaktionär diese auf. Außerdem: Wurde bereits ein Übernahmeangebot vorgelegt, sinkt der Kurs der Aktie selten stark unter diese Grenze. Die Käufe des Großaktionärs und alte Übernahmeangebote sind daher eine Art „Sicherheitsnetz“.

SqueezeOutKandidaten als „Krisengewinner“

In Zeiten, in denen aus einem konjunkturellen Rückenwind plötzlich Gegenwind wird, schnallen die Großkonzerne den Gürtel enger. Die Kosten sollen runter. Die Börsennotierung von kleinen Tochtergesellschaften stört dann nur, da höhere Kosten anfallen. Die Lösung: Ein schneller Börsenabgang.

So jüngst geschehen bei der deutschen Zeitarbeitsfirma DIS. Eine offene Flanke waren die wenigen RestAktionäre bei der deutschen Tochter DIS. Ursprünglich wollte Adecco nur gut 55 € je DISAktie zahlen. Jetzt haben sich Adecco und die freien Aktionäre geeinigt: 113 € je Aktie. Das Warten wurde also mit einer glatten Kursverdopplung belohnt.

Rechnen Sie damit, dass weitere Großkonzerne die Rekordgewinne aus dem Jahr 2007 nutzen, um Tochterfirmen zu integrieren. 2008 locken hier attraktive SonderChancen am Aktienmarkt. 2 Möglichkeiten, von diesem Trend zu profitieren, zeige ich Ihnen in den beiden folgenden konkreten AnlageEmpfehlungen auf.

Meine Empfehlungen: BasketZertifikat und die Automobilperle Audi

Die Spekulation auf hohe Abfindungen im Falle einer vollständigen Übernahme ist oft sehr attraktiv, hat aber 2 Nachteile: Die Zeit bis zum endgültigen Abfindungsangebot kann sehr lang werden, und es besteht immer das Risiko, dass ein Großaktionär geizig ist und mit dem BilligAngebot auch vor Gericht in letzter Instanz durchkommt.

Die 10 SqueezeOutKandidaten im Zertifikat Aktie WKN Audi 675700 AMB Generali Holding 840002 Dyckerhoff Vz. 559103 Anzag 504700 Puma 696960 DAB Bank 507230 Bayer.Hypo und Vereinsbank 802200 Allianz Leben 840300 BayerSchering 717200 Wuestenrot&Wuerttembergische 805100

Einen Ausweg bietet das bereits angesprochene BasketZertifikat von Sal. Oppenheim, das gleich 10 SqueezeOut Kandidaten vereint. Hier die Werte im Überblick. Sie werden einige bekannte Namen finden.

Die Zusammensetzung des BasketZertifikats ist variabel. Von den Ursprungswerten aus dem Jahr 2004 ist nur noch Audi dabei.

Die Streuung auf 10 Werte sorgt dafür, dass regelmäßig Abfindungen in den Zertifikatekurs einfließen. Das Geld wird dann in neue ÜbernahmeKandidaten investiert, sodass Ihr Kapital im Zertifikat stets „arbeitet“. Dabei werden nicht nur Aktien ausgewählt, bei denen der Streubesitz bereits auf unter 5% gesunken ist (SqueezeOutGrenze). Es werden vom ZertifikateManagement aktiv mögliche Zukunftskandidaten gesucht.

So ein Fall ist zum Beispiel ein relativ neues ZertifikateMitglied, die DAB Bank. Die Muttergesellschaft der DAB Bank, die Bayerische Hypo und Vereinsbank, wurde von der italienischen Bank Unicredit übernommen. Da Unicredit bei der Hypo und Vereinsbank (ebenfalls im Zertifikat enthalten) eine vollständige Übernahme anstrebt, wird anschließend auch eine Lösung für die DAB Bank (Verkauf oder vollständige Übernahme) erwartet. So ist die DAB Bank trotz des Streubesitzes, der noch deutlich über 5% liegt, ein attraktiver SqueezeOutKandidat.

Die Auswahl der ZertifikateManager war bisher erfolgreich. Seit der Auflegung im Jahr 2004 hat das Zertifikat um 80% zugelegt – und das bei überschaubaren Kursschwankungen. Da wir Ihnen das Zertifikat im GeldanlageBerater direkt im Startjahr empfohlen haben, konnten Sie fast den gesamten Gewinn mitmachen. Die Investition hat sich für Sie ausgezahlt. Sie können das Zertifikat weiter halten.

Für Neueinsteiger bietet sich in diesen Wochen die letzte EinstiegsChance. Denn: Das Zertifikat erreicht am 7. April 2009 das Laufzeitende. Wenn Sie jetzt noch einsteigen, können Sie die Kursgewinne im Frühjahr 2009 steuerfrei realisieren, da Sie dann die Spekulationsfrist von 12 Monaten eingehalten haben.

Bei diesem SqueezeOutZertifikat liegt Ihre RenditeErwartung bei 15 bis 20% pro Jahr. Dieser Wert wurde seit der Auflegung im Jahr 2004 auch regelmäßig erreicht, wie ein Blick auf den Chart zeigt.

Selbst im für Nebenwerte schwierigen Börsenjahr 2007 hat das Zertifikat zweistellig zulegen können

EUR 187,5 175,0 162,5 150,0 137,5 125,0 112,5 2005 2006 2007

Der Aufwärtstrend verläuft nicht linear. Es gibt Seitwärtsbewegungen und dann starke, kurzfristige Anstiege, wenn bei einem ZertifikateWert eine positive Abfindungszahlung vereinbart wurde.

Das ZertifikateKonzept überzeugt aufgrund der guten Einzelauswahl und der positiven Performance. Der Emittent lässt sich diese Leistung jedoch auch üppig bezahlen. Es gibt für Sie gleich 3 Kostenfaktoren:

  • Die Differenz zwischen Kauf und Verkaufskurs (Spread) liegt bei 1 € je Zertifikat

  • Pro Quartal wird eine Managementgebühr von 0,3125% des aktuellen Zertifikatewerts fällig

  • Erreicht das Zertifikat am Quartalsende einen neuen Höchststand, wird eine Erfolgsgebühr in Höhe von 10% der Wertsteigerung (Differenz zum letzten Höchststand) fällig

KpGAnlagekonzept* BasketZertifikat auf SqueezeOutKandidaten WKN: SAL2QZ / ISIN: DE000SAL2QZ2 mittelfristige Anlage ChancenInvestment für Mehr Rendite * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

Die Kosten sind vergleichsweise hoch, die bisher erreichte Performance rechtfertigt jedoch die Managementvergütung. Hinzu kommt: 2 der 3 Kostenfaktoren hängen von der erfolgreichen Kursentwicklung ab. Das ZertifikateManagement ist daher sehr motiviert.

Meine Empfehlung: Kaufen Sie das Zertifikat bis zu einem Kurs von 182,00 € (aktueller Kurs 174,65 €).

EinzelEmpfehlung: Audi – Die Perle im VWKonzern

Der Einstieg von Porsche beim VWKonzern war 2007 das meistdiskutierte Thema unter den DAXWerten. Im Windschatten der Übernahmespekulationen zog auch der Kurs der AudiAktie an, wobei dieser Kursanstieg fast unbemerkt erfolgte.

Autofahrer kennen die Marke Audi, doch nur wenige Börsianer wissen, dass das Unternehmen börsennotiert ist. Das liegt daran, dass der Mutterkonzern VW, der seit 1966 die Aktienmehrheit hält, gut 99% der AudiAktien besitzt. Aufgrund des geringen Streubesitzes ist Audi trotz eines Umsatzes von über 30 Mrd. € im Jahr in keinem AktienIndex vertreten. Da täglich an der Frankfurter Börse auch nur 500 bis 1.500 AudiAktien gehandelt werden, interessiert sich auch kaum ein Analyst für diese Nebenwerteperle.

Die Geschäfte laufen blendend

An der Qualität der Aktie liegt das nicht. Audi steht vor dem 12. Rekordjahr in Folge. 2007 hat Audi rund 1 Mio. Fahrzeuge verkauft. Das mittelfristige Ziel liegt sogar bei 1,5 Mio. Fahrzeugen pro Jahr. Bis 2015 will Audi der erfolgreichste PremiumHersteller der Welt werden.

Dieses Ziel ist ehrgeizig, aber erreichbar. Denn in den entscheidenden Wachstumsmärkten hat die VWTochter einen erstklassigen Ruf. So ist China schon heute der zweitgrößte Auslandsmarkt für Audi. In Russland und Indien sind die Zuwachsraten ebenfalls imposant. Während die Automobilbranche insgesamt unter Druck steht, kann Audi seinen Umsatz und Gewinn deutlich ausbauen. Die operative Entwicklung rechtfertigt daher bereits deutlich höhere Kurse.

2 Strategien für die Zukunft möglich

Ein Kursbeschleuniger war der Einstieg von Porsche bei VW. Mittelfristig wird Porsche den VWKonzern vollständig übernehmen. Dann muss auch eine Lösung für Audi gesucht werden. Es bieten sich 2 Strategien an:

  1. 1. Vollständige Übernahme, um die Kosten einer Börsennotierung zu sparen. Da VW über 99% der AudiAktien besitzt, ist ein SqueezeOut kein Problem und kann zügig durchgeführt werden.

  1. 2. Eine spürbare Ausweitung des Streubesitzes durch den Verkauf von bis zu 49% der AudiAktien. Audi wäre dann schlagartig ein heißer Kandidat für den MDax oder sogar den DAX. Der Bekanntheitsgrad würde deutlich zunehmen.

KpGAnlagekonzept* Aktie Audi WKN: 675700 / ISIN: DE0006757008 mittel bis langfristige Anlage ChancenInvestment für Mehr Rendite * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

Beide Strategien würden den Kurs der AudiAktie beleben. Mit dem Einstieg von Porsche bei VW kommt also neues Leben in die AudiAktie. Der Kurs ist 2007 von 500 auf 775 € gestiegen. Die Spekulanten hatten auf eine schnelle Übernahme von VW und Audi durch Porsche gesetzt.

Jetzt ist die Luft etwas raus. Porsche wird sich Zeit lassen und auf günstige Kurse warten. Die Uhr tickt aber.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie Kurse unter 650 € für einen Einstieg in die AudiAktie (aktueller Kurs 580 €).

Checkliste: Das sollten Sie beim Kauf von SqueezeOutKandidaten beachten

  • Ein mögliches Übernahmeangebot ist noch kein ausreichendes Kaufargument. Gerade bei kleineren, unbekannten Unternehmen gibt es teilweise halbherzige Übernahmeversuche. Ein Aufkäufer startet einen Testballon, ob ein „Schnäppchenkauf“ klappt. Geht die Strategie nicht auf, werden die Anteile wieder abgestoßen. Der Kurs bricht zusammen.

  • Das Unternehmen sollte operativ erfolgreich sein. Wählen Sie nur wirtschaftlich erfolgreiche SqueezeOutKandidaten aus. Unternehmen, die rote Zahlen schreiben, können auch aufgekauft werden (Interesse an Patenten, Maschinen, Fachpersonal), doch hier fallen erfahrungsgemäß die Übernahmeprämien sehr gering aus. Auch per Gericht lässt sich dann kein höherer Preis durchsetzen.

  • Die Aktie sollte liquide sein. Bei SqueezeOutKandidaten sind die Börsenumsätze zwangsweise relativ gering, da der Großaktionär mindestens 95% der Aktien besitzt. Dennoch sollte ein täglicher Kauf oder Verkauf über die Börse möglich sein.

  • Setzten Sie bei Kauf und Verkauf stets ein enges Limit. Aufgrund der geringen Börsenumsätze kann es starke Tagesschwankungen geben.

  • Streuen Sie das Risiko. Setzen Sie nicht Ihr ganzes Kapital auf einen einzigen SqueezeOutKandidaten. Das Abfindungsangebot kann sich hinziehen und geringer als erwartet ausfallen. Investieren Sie daher in das BasketZertifikat oder in mehrere Einzelkandidaten.

Ein „GeldanlageBerater“Beitrag von Rolf Morrien. Der Autor ist leitender Redakteur der „GeldanlageBerater“Eilmitteilungen und Chefredakteur des „DepotOptimierers“ sowie „Rolf Morriens Premium Depot“.

28. Januar 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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