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S&T-Aktie: Übernahme-Pläne schicken Aktienkurs auf Talfahrt

Jahrelang kannten die Papiere des österreichischen Software-Konzerns S&T nur einen Weg – und der ging nach oben.

Auf 5-Jahres-Sicht summierten sich die Kursgewinne auf mehr als 500%. Doch jetzt geriet die Aufwärts-Bewegung abrupt ins Stoppen.

Grund ist die geplante Übernahme des deutschen Technologie-Unternehmens Kontron.

Was die Hintergründe des geplanten Zukaufs sind und warum die Aktie nach Bekanntwerden der Information um fast 20% in den Keller ging, erfahren Sie jetzt.

Vom Software-Anbieter zum Internet der Dinge

Falls Ihnen S&T aus dem österreichischen Linz noch nicht bekannt ist: Die S&T AG war historisch betrachtet ein reiner Anbieter von IT-Services mit Schwerpunkt Osteuropa.

In den Letzten Jahren wurde das Unternehmen stark auf den Bereich Soft- und Hardware-Lösungen für das „Internet der Dinge“ (IoT) getrimmt.

Insbesondere werden Produkte und Services für den Bereich Smart Grids / Smart Meter sowie Sicherheits-Lösungen für IoT-Nischen-Märkte angeboten.

Hier winken deutlich höhere Margen und weniger Wettbewerbsdruck in Relation zum schwachen Altgeschäft.


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Mittlerweile arbeitet 1/3 der S&T-Mitarbeiter als spezialisierte Entwicklungs-Ingenieure mit großem Spezialwissen im Bereich der „Internet der Dinge“.

Kräftiges Wachstum und höhere Margen

So lässt sich die Entwicklung am besten zusammenfassen. Denn durch den veränderten Fokus zeigten die Österreicher ein kräftiges Wachstum.

Seit 2007 explodierten die Erlöse regelrecht von 27,6 Mio. € auf 468,2 Mio. € im letzten Geschäftsjahr.

Die Verlustjahre sind mittlerweile Vergangenheit; 2015 blieben bei einer Gewinnspanne von 3,38% Profite von 15,8 Mio. € hängen.

Kapital-Spritze aus Taiwan für Kontron-Einstieg

Jetzt schaltet die Software-Firma in der Expansion einen Gang rauf. Denn offenbar steht S&T kurz davor, eine Kapital-Spritze des Taiwanesen Hon Hai (Eigentümer des Apple-Zulieferers Foxconn) zu erhalten.

Mit der Kapital-Erhöhung könnte dann wiederum der Einstieg bei dem Augsburger Kleincomputer-Hersteller Kontron erfolgen.

Konkret bedeutet das: Zum aktuellen Aktienkurs könnte S&T mit der Kapital-Erhöhung rund 44 Mio. € einnehmen. Das würde in etwa reichen, um sich wie geplant mit 29,9% an Kontron zu sichern.

Auch mit deren Großaktionären ist offenbar bereits gesprochen worden. Der Finanz-Investor Warburg Pincus hält derzeit 18,6% an der Firma aus Augsburg, die Beteiligungs-Gesellschaft Triton 15%.

Strategische Vorteile erwartet

Analysten erwarten, dass sich für S&T sowohl durch den Einstieg bei Kontron als auch durch die Foxconn-Beteiligung strategische Vorteile ergeben.

Foxconn gilt als weltführender Hersteller eingebetteter Computer-Systeme sowie des Datenfunks und verfügt über umfangreiche Entwicklungs- und Produktions-Kapazitäten.

Kontron ist ebenfalls auf die Mini-Schaltkreise spezialisiert und verfügt über gewachsene Kunden-Beziehungen. S&T hingegen könnte die Software-Seite unterstützen.

Strategische Stoßrichtung ist damit die zunehmende Vernetzung digitaler Anwendungen – im Volksmund noch stärker bekannt als das sogenannte Internet der Dinge.

Mit dem Deal könnte S&T sich hier auf einen Schlag eine führende Marktposition ergattern.

Schwache Entwicklung bei Kontron sorgt für Skepsis bei Anlegern

Während der Deal einen gewissen strategischen Charme hat, so zeigten sich die Anleger doch deutlich verschreckt.

Neben der Kapital-Erhöhung sind sich offenbar die Investoren noch nicht sicher, wie werthaltig der Kontron-Konzern ist. Denn das Unternehmen steckt mitten in der Restrukturierung.

Seit 2011 bis 2015 sanken die Umsätze um 20%. Zugleich dürfte in 2016 das 5. Verlustjahr in Folge anstehen.

Somit dürfte der wirtschaftliche Erfolg für S&T maßgeblich davon abhängen, wie schnell das Übernahmeziel wieder in die Gewinnzone gebracht werden kann.

13. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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