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Staatsanleihen: Hohes Risiko oder niedrige Zinsen

Europa und die europäische Gemeinschaftswährung werden derzeit von heftigen Krisenszenarien durchgerüttelt.

Da passt die heutige Herabstufung Spaniens durch den Ratingriesen Standard & Poors von „AA“ auf „AA-„ gut in das Bild, das die letzten Monate die Europäische Gemeinschaft dominierte.

Fast scheint es, dass der derzeit einzige sichere Hafen des Kontinents in der deutschen Wirtschaft zu finden ist. Noch genießt Deutschland das Vertrauen der Anleger, ein Umstand, welcher auch gut an den Renditen der deutschen Bundesanleihen erkannt werden kann.

Im Gegensatz zu den anderen Ländern, insbesondere derjenigen, die stark von der Schuldenproblematik betroffen sind, liegen die Kurse der deutschen Bundesanleihen erheblich über pari.


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Griechische Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren notieren beispielsweise bei unter 40 Prozent und weisen einen jährlichen Effektivzins von nahezu 30 Prozent auf. Portugiesische Staatsanleihen notieren bei knapp unter 70 Prozent und der entsprechende Effektivzins liegt bei über 13 Prozent.

Realzinsen deutscher Bundesanleihen sind negativ

Im Vergleich dazu weisen die deutschen Bundesanleihen mit einer vergleichbaren Restlaufzeit einen Effektivzins von lediglich knapp über 1,3 Prozent. Dies liegt einerseits an den ohnehin niedrigen Nominalzinsen und darüber hinaus an den Kursen über Pari. Damit wäre nicht einmal die Inflationsrate, die derzeit bei über 2,0 Prozent liegt abgedeckt. Die Realzinsen sind sogar negativ.

Eine Kuriosität sind amerikanische Unternehmensanleihen mit einer langen Laufzeit, also diejenigen, die den Kredit erst in 50 oder mehr Jahren zurückzahlen und in der Zwischenzeit den Gläubigern den Niedrigzinssatz der Gegenwart gewähren. Die Unternehmen, die sich langfristig über dieses Instrument zu niedrigen Zinsen refinanzieren können, profitieren also von künftigen Zinssteigerungen.

Hohes Risiko bei steigenden Zinsen

Die Anleger hingegen hätten aber im Fall eines Zinsanstieges heftige Verluste zu verkraften. Denn sollten sich die langfristigen Zinsen „nur“ verdoppeln – was ja angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase sehr wahrscheinlich ist –, würden sich die langfristigen Anleihen glatt halbieren. Und das ist nicht unbedingt das, was ich als ein smartes Investment bezeichnen würde!

Eine andere Sichtweise auf die Niedrigzinsen wäre, die hohen Anleihenpreise als eine große Blase zu verstehen. Die sich nun anbahnende Deflationspanik wird die Anleihenpreise und deren Volumen weiter auf ein kritisches Niveau bringen, und wenn dann der Damm bricht, werden die Zinsen steigen.

Naturgemäß purzeln die Anleihenpreise dann in den Keller und Spareinlagen, Versicherungen und Rentenzahlungen werden durch Geldwertverluste belastet werden.

Dieses Szenario berücksichtigt dabei nicht einmal die Möglichkeit eines Staatsbankrotts, der in einigen Ländern vor allem in der aktuellen Situation mehr als wahrscheinlich ist.

Vor diesem Hintergrund ist eine Anlage in Mittelstandsanleihen zu deutlichen höheren Zinsen eine vernünftige Option. Gleichzeitig investiert man in den deutschen Mittelstand, der sich auch in wirtschaftlichen Schwierigen Zeiten als Rückrat der deutschen Wirtschaft bewährt hat.

14. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.