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Staatsanteil bei der Deutsche Post AG sinkt

Es gibt Vorurteile, die halten sich hartnäckig. Und weil sie trotz positiver Erfahrung doch auch immer mal wieder bestätigt werden, wird das auch noch lange so bleiben.

Die persönlichen Erfahrungen von Bahnreisenden sind ein Beispiel dafür. Zu spät, zu teurer, zu träge, zu bürokratisch.

Dem Unternehmen Deutsche Bahn gelingt es nur mühsam, die eingetretenen Pfade zu verlassen und sich modern und serviceorientiert zu zeigen.

Ein traditionsbehaftetes deutsches Unternehmen, das da schon ein wenig weiter scheint, ist die Deutsche Post AG. Kunden- und Serviceorientierungen stehen im Mittelpunkt des Handels der Mitarbeiter.

Beispiel gefällig? Ein Päckchen, gestern Nachmittag in Ostfriesland aufgegeben erreicht den Empfänger bereit heute Morgen. Freundlich überreicht vom Zusteller in konzerneinheitlicher Arbeitskleidung, ausgeliefert mit einem blitzsauberen DHL-Paketauto

Der Preis für die Dienstleistung ist überschaubar, gerade einmal 4,10 € sind dafür fällig.

O.K., es gibt preiswertere Anbieter, doch Geschwindigkeit plus sauberes Auftreten haben ihren Preis.

Oder haben Sie die Damen und Herren vom blauen Wettbewerb schon mal in Dienstfahrzeugen gesehen? Zu mehr als zu klapprigen Privatfahrzeugen und ausgewaschenen Shirts reicht es da meist nicht.

Marktführer durch Serviceorientierung

Unzweifelhaft ist die deutsche Post AG auf dem richtigen Weg. Die Kundenorientierung kommt sowohl bei Versendern als auch Empfängern gut an, die Post ist unbestrittener Marktführer im deutschen Brief- und Paketgeschäft.

Zwar leidet das Geschäft mit der traditionellen Briefpost unter der Konkurrenz von Fax, Email und Onlinewerbung. Doch dafür boomt das Paketgeschäft.

Hier liegen die Zuwachszahlen der vergangenen Jahre bei durchschnittlich über 10%, ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Zumal die Posttochter DHL stark in Asien und Indien vertreten ist und dort zu den Marktführern zählt.


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Aktienkurs mit Schwächetendenzen

Doch trotz aller positiven Meldungen, aller wirtschaftliche Erfolge, im Aktienkurs des Unternehmens spiegelt sich dies nur bedingt wieder, den Boom der letzten 18 Monate hat die Aktie der Deutschen Post AG (WKN 555200, Ticker DPW) mehr oder weniger verschlafen..

Zwar konnte die Aktie seit Jahresbeginn um +15% zulegen, doch seit ein paar Wochen zeigt der Kurs Schwächetendenzen.

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(anklicken zum Vergrößern)

Schauen wir gemeinsam auf die vorstehende Abbildung, ist die charttechnische Situation eindeutig.

Nach den Regeln der Point&Figure-Charttechnik steht die Aktie derzeit auf Verkaufen. Die beiden letzten Verkaufssignale (rote Kreise) und die abwärts gerichtete Trendlinie geben die Richtung vor.

Und mit dem errechneten Kursziel der Abwärtsbewegung bei 16,60 € ist da durchaus auch noch Luft nach unten.

Doch in den letzten beiden Tagen mehren sich Stimmen, die ein Ende der Talfahrt heraufbeschwören. Ob aus Eigeninteresse „interessierter Kreise“ oder ob mit echtem Realitätsbezug bliebt bislang offen.

Doch die Story birgt Phantasie und hat das Potential, das Stimmungsbild zur Aktie zu drehen.

Man munkelt, das große Bestände der im Dezember letzten Jahres begebenen Aktienwandelanleihe inzwischen von Finanzinvestoren gehalten werden.

Und diese seien weniger an der Verzinsung von 0,60% und der Rückzahlung in Geld interessiert, sondern eher an der Wandlung der Anleihe in Aktien.

Investoren setzen den Staat vor die Tür

Denn würde die Wandelanleihe, die 4,5% des Aktienkapitals der deutschen Post AG repräsentiert, tatsächlich in Aktien gewandelt, würde damit der Staatsanteil der Bundesrepublik Deutschland auf 21% absinken.

Und damit wäre die 25%-Schwelle, die dem Staat seinen beherrschenden Einfluss im Unternehmen sichert, unterschritten.

Die Veto-Macht des Staates wäre endgültig abgeschafft, die gerade im letzten Jahr das Unternehmen so stark belastet hatte.

War es doch der Staat, der über einen Rückzahlungsbescheid, Mehrwertsteuernachberechnungen, eine Einzahlungsverpflichtung in die staatliche Pensionskasse und eine Dividendenabschöpfung dem Unternehmen Milliarden Euro an Finanzmitteln entzog.

Ironie des Schicksals bleibt, dass die hohen Abschöpfungen der Staatskasse erst zu der Kapitalmaßnahme führte, die die Auflegung der Wandelanleihe nötig machte.

Alles in allem also ein kurzfristiges „Geschäft“ für den Staat, das ihn nun mittel- und langfristig nur zum Mitaktionär, statt zum Anker-Aktionär macht.

Was wiederum die Anleger, vor allem aber interessierte Finanzinvestoren aus aller Welt anlocken wird, die selbstverständlich eine Übernahme des ertragsstarken Unternehmens Deutsche Post AG prüfen werden.

Sie sehen es bereits im Point&Figure-Chart, damit ist das Potential zur Wende da.

Überschreitet der Aktienkurs der Deutschen Post AG in den nächsten Tagen oder Wochen die Kursschwelle bei 20,00 € haben wir mit der Fortsetzung der letzte X-Säule dann ein neues  Point&Figure-Kaufsignal.

Auch wenn es heute noch nicht soweit ist, die Aktie der Deutschen Post AG ist es Wert, dass man sie weiter beobachtet. Und zuschlägt, wenn sich die Lage wieder positiv darstellt.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.