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Stabile Geschäfte mit einer Randgruppe

Kennen Sie noch einen – einen Raucher? Oder rauchen Sie gar selbst?

Statistisch betrachtet sind Raucher in Europa in der Minderheit, Sie gelten mittlerweile als Randgruppe.

Das Rauchen die Gesundheit gefährdet, wissen wir nicht erst seit den plakativen Aufdrucken auf jeder Zigarettenschachtel, die Sterberatenzahlen sprechen für sich.

Dennoch, für diejenigen, die weiter rauchen ist es entweder Genuss oder Sucht. Beides liegt dicht beieinander, entsprechende Diskussionen entzweien Raucher und fanatische Nicht-Raucher seit jeher.

Doch allen Gesundheitsrisiken zum Trotz frönen Raucher ihrer Leidenschaft und tragen damit  zum Wirtschaftswachstum bei.

Suchtfaktor Rauchen lässt die Gewinne der Tabakwarenindustrie sprudeln

Nein, gemeint ist nicht das Wirtschaftswachstum privater Krankenhausbetreiber, die an der Behandlung erkrankter Raucher mitverdienen, nein, hier geht es um die internationale Zigarettenindustrie.

Denn, ob Internetblase oder Finanz- und Schuldenkrise, die großen, international operierenden Tabakkonzerne trotzen jeder Krise und steigern ihre Umsätze und Gewinne kontinuierlich.

Die Aktienkurse der zwei weltgrößten Tabakhersteller Philipp Morris International (Marlboro, L&M) und British American Tobacco (HB, Lucky Strike) klettern seit Jahren und markieren fortwährend neue Höchststände.


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Und das, obgleich die Zahl der Raucher in den entwickelten Ländern Europas und Mittelamerikas im letzten Jahrzehnt deutlich  gesunken ist.

Jeder Zweite raucht

Die Tabakwarenhersteller ficht dies nur bedingt an, konnten sie doch nahezu jeden merklichen Rückgang in der Absatzmenge durch entsprechende Preiserhöhung wettmachen und so den Umsatz stabil halten.

Das eigentliche Wachstum kommt aber aus den sich entwickelnden Volkswirtschaften Asiens und der Pazifikregion. Denn hier rauchen, entgegen aller Gesundheitsrisiken und bei stabiler Tendenz, nahezu 50% der Bevölkerung.

Und mit steigendem Einkommen nimmt der Griff  der Raucher zu den weltweit bekannten Marken zu. Man kann es sich leisten, man möchte gesellschaftlich dazugehören.

Und da die Herstellung von Tabakwaren an sich keine kostenintensiven Produktionsanlagen benötigt, liegen die Gewinnspannen in der Branche hoch.

Auch wenn die Marketingausgaben der großen Hersteller jährlich die Milliardengrenzen überschreiten, der Aufwand rechnet sich, es werden Milliardengewinne erzielt.

Der frei Cash-flow und eine damit verbundene großzügige Dividendenpolitik machen die Raucher-Aktien von Philipp Morris International (PMI, WKN A0NDBJ, Ticker PM)  und British American Tobacco (BAT, WKN 916018, Ticker BTI) so attraktiv für Anleger und Investoren.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot, die Kurse der beiden Marktführer notierten in diesem Jahr bereits auf historischen Hochs.

Die Point&Figure-Charts der beiden Branchenriesen zeigen die Kursentwicklung der letzten zwei Jahre.

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(anklicken zum Vergrößern)

Nach ihren neuen historischen Hochs Anfang Mai sind die Aktienkurse der beiden Marktführer nun scheinbar in eine Konsolidierungsphase übergegangen, die nachgebenden Notierungen haben nach der Point&Figure-Charttechnik zwischenzeitlich sogar entsprechende Verkaufssignale ausgelöst (rote Kreise).

Die daraus resultierenden Kursziele kündigen ein kommendes Blutbad an, meine Point&Figure-Software sieht Kurse von 74,00 US-$ für  Philipp Morris International (PMI) und 70,00 US-$ British American Tobacco (BAT).

Behalten die Charts Recht, liegt das Abwärtsrisiko aus heutiger Sicht bei – 16% (PMI) bzw. -35% (BAT). Nicht sehr verlockend.

Und was der Trend zu strengeren Regulierungen, höherer Besteuerung und rückläufigen Raucherzahlen, der vereinzelt bereits die momentanen Wachstumsmärkte in Asien und der Pazifikregion erfasst, anrichten kann, zeigen die letzten Bilanzzahlen von Philip Morris.

Dort wird die Menge der abgesetzten Zigaretten erstmals mit und ohne die Philippinen angegeben. Der Inselstaat hatte zum Jahresanfang 2013 eine sogenannte „Sündensteuer“ auf Tabakwaren (und Alkohol) eingeführt und damit den Preis für eine Schachtel Zigaretten verdoppelt.

Was alleine, rechnet man die Bilanzzahlen entsprechend um, bei PMI zu einem Absatzrückgang von  310 Mio. Zigarettenschachteln (6,2 Mrd. Einzelzigaretten) geführt hat.

14. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.