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Stada Aktie: Unternehmen im Umbruch

Steht der hessische Arzneimittelkonzern Stada kurz vor einer Übernahme? Die Gerüchteküche brodelt.

Unter anderem hatte das „Wall Street Journal“ über informelle Gespräche mit dem britischen Finanzinvestor CVC berichtet, wozu bei Stada zunächst nur laut geschwiegen wurde.

Inzwischen hat das Unternehmen sich allerdings öffentlich geäußert und die Gerüchte dementiert.

Demnach gebe es derzeit keine Verhandlungen und auch keine informellen Gespräche, weder mit CVC noch mit anderen Investoren.

AOC sorgt für Furore

Angestachelt wurden die Meldungen zuletzt durch die Attacken von Active Ownership Capital (AOC).


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Der Investor hält etwas mehr als 5% an Stada und will das Unternehmen kräftig umkrempeln, unter anderem fordert AOC eine Neubesetzung des Aufsichtsrats.

Weichen sollen 5 der neun Mitglieder, die dem Aufsichtsrat zum Teil schon seit Jahrzehnten angehören. Ersetzt werden sollen sie durch jüngere Branchenexperten – sowie durch einen Vertreter von AOC selbst.

Es wäre insofern nicht verwunderlich, wenn sich die Stada-Führung einen starken Partner an die Seite holen würde, um die Forderungen abzuschmettern. Stattdessen wurde nach den AOC-Wünschen an die Tagesordnung für die Hauptversammlung der Termin hierfür vom 9. Juni auf den 26. August verschoben.

Stada begründete diesen Schritt damit, ein ordnungsgemäßes und transparentes Verfahren gewährleisten zu wollen, um die Wahl von mindestens 3 Mitgliedern der Kapitalseite in den Aufsichtsrat vornehmen zu können.

Die Wahl, die ursprünglich erst für 2018 geplant war, wird dementsprechend um 2 Jahre vorgezogen. Die Kandidaten werden durch einen Nominierungs-Ausschuss vorgeschlagen und werden für 5 Jahre gewählt.

Anleger begrüßen AOC-Vorstoß

Es sieht also danach aus, als würde sich AOC mit seinen Forderungen durchsetzen können – was auch bei den Anlegern auf reichlich Gegenliebe stößt.

Seit Bekanntwerden der Pläne (und der daraufhin aufflammenden Übernahmegerüchte) hat der Aktienkurs jedenfalls kräftig zugelegt auf bis zu 49,29 € – der höchste Wert seit 9 Jahren.

Zwar ging der Kurs in den vergangenen Tagen wieder leicht zurück auf gut 43 €, doch auch damit notiert die Aktie noch fast 50% höher als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um gut 20% zugelegt.

Analysten sind jedoch skeptisch angesichts des jüngsten Strohfeuers und der allgemeinen Unruhe im Unternehmen, die zuletzt noch dadurch befeuert wurde, dass Vorstands-Chef Hartmut Retzlaff, der den Konzern seit mehr als 20 Jahren führt, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend ruhen lassen muss.

Das Kursziel, das die Experten im Durchschnitt für die Stada Aktie errechnet haben, liegt mit rund 41 € jedenfalls 5% unter ihrem aktuellen Kurs. Auch mit Kaufempfehlungen halten sich die meisten Analysten zurück und empfehlen, erst einmal abzuwarten – zumindest bis zur Hauptversammlung im August, bei der die Karten neu gemischt werden könnten.

2016-06-16 Stada

17. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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