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Staples will Office Depot übernehmen und bietet 44% Übernahme-Prämie

Der amerikanische Büroartikel-Hersteller Staples will für 6,3 Mrd. Dollar den lokalen Rivalen Office Depot übernehmen.

Es ist für Staples der zweite Übernahme-Versuch des größten Rivalen nach einem Versuch im Jahr 1997. Damals wurde eine Übernahme von den Wettbewerbsbehörden untersagt. Diesmal könnten die Behörden allerdings zustimmen, obwohl gemessen an den Filialen auch weiterhin kein größerer Konkurrent in Sicht ist.

Es wird jedoch verstanden, dass der Handel mit Büroartikeln nicht mehr nur stationär sondern auch über das Internet (e-commerce) stattfindet, wo der Wettbewerb eine geringere Konzentration aufweist. Die Übernahme steht also unter anderen Vorzeichen als vor 18 Jahren – doch sicher ist der Zusammenschluss nicht.

Aktie noch deutlich unter Angebotspreis: Stimmen die Wettbewerbsbehörden zu?

Staples bietet den Office Depot-Aktionären 7,25 $ und 0,2188 eigene Aktien je Anteilsschein. Auf Basis des Freitagsschlusskurs hat das Angebot einen Gegenwert von rund 11 Dollar je Aktie. Daraus errechnet sich eine stolze Übernahme-Prämie von 44%.


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Die Aktie des Übernahme-Kandidaten schoss nach Deal-Bekanntgabe nach oben, notiert mit einem aktuellen Kurs von 9,50 allerdings noch gute 15% unter dem rechnerischen Angebotspreis.

Diese verhältnismäßig große Lücke zeigt Ihnen, dass der Markt Zweifel darüber hat, dass die Übernahme von den Wettbewerbsbehörden genehmigt wird. Für zusätzlichen Druck sorgte dabei der Staples-Mitbegründer Tim Stemberg, der einen langen und schwierigen Genehmigungsprozess erwartet.

Diese Gefahr sehen auch die Staples-Investoren, welche die Aktie über 10% nach unten schickten. Neben dem Problem, dass am Ende der Deal nicht genehmigt wird und nur die Kosten bleiben, wird auch der hohe Kaufpreis bemängelt.

Elite-Investor Jeffrey Smith setzt sich durch

Großer Gewinner der Übernahme ist der amerikanische Elite-Investor Jeffrey Smith mit seinem Hedgefonds Starboard Value. Der Investor ist erst 4 Jahre am Markt, hat aber in der Zeit bereits Traumergebnisse erzielt.

Bekannt wurde Smith durch sein aggressives Engagement bei Darden Restaurants und der gescheiterten Übernahme-Abwehr von Smithfield.

Smith ist in beiden Unternehmen stark engagiert. An Staples hält er 6% und an Office Depot 10%. Seit Herbst vergangenen Jahres drängte der Investor auf einen Zusammenschluss, der jetzt – sofern die Wettbewerbsbehörden zustimmen – kommt.

Deal ist wichtig für weitere Konkurrenzfähigkeit

Dass dieser Deal strategisch sinnvoll ist – darüber gibt es keine Zweifel. Gerade aufgrund des Online-Handels mit Konkurrenten wie Amazon oder Wallmart war es sehr wichtig, dass sich die beiden Branchengrößen zusammenschließen.

Die Umsatzspitze beider Unternehmen liegt mehrere Jahre zurück und der Online-Handel gewinnt stetig hinzu. Nur über einen Zusammenschluss können die beiden Unternehmen den veränderten Marktbedingungen begegnen. Staples erwartet ab dem dritten Jahr nach Dealabschluss Synergie-Effekte von mindestens 1 Mrd. Dollar jährlich.

Wenn der Deal genehmigt wird, ist er nach Ansicht des Übernahme-Sensors richtig. Wenn die Konkurrenz mit niedrigerer Kostenstruktur über Jahre hinweg schneller wächst, dann muss reagiert werden.

9. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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