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Steigt Gold, steigen die Minenwerte – Teil 1

Es klingt verführerisch. Der aktuelle Goldpreis liegt bei 1.245 US-$ und eine Feinunze Gold (31,1g) und ist so günstig zu haben, wie seit 2009 nicht mehr.

In Anbetracht der bislang nicht ausgestandenen Finanzkrise kann man nun auf die Idee kommen, sein Erspartes oder wenigstens einen „Notgroschen“ in Gold anzulegen. Je nach Vermögenssituation in mehr oder weniger großen oder kleinen Barren oder Münzen.

Gold als Wertaufbewahrungsmittel oder gar Tauschmittel in Krisenzeiten gilt als populär, obgleich die meisten unter uns den Tausch von Gold gegen Nahrung, Medizin oder Zigaretten wohl nur vom Hörensagen der Eltern oder Großeltern her kennen.

Wer Untergangsszenarien, die Papiergeld wertlos machen und Geldvermögen vernichtet, für möglich hält, sollte sicher einen Bruchteil seiner Mittel in kleingestückelten Goldmünzen oder Barren eintauschen. Das erscheint mir klug und vorausschauend.

Wer allerdings mit Gold spekulieren möchte, also darauf setzt, dass  der Goldpreis in Krisenfällen ins Unermessliche steigt und traumhafte Renditen bringt, der möge sich doch bitte mal die Kursentwicklung des Goldpreises im nachstehenden Point&Figure-Chart anschauen.

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(anklicken zum Vergrößern)

Was sich für frühe Anleger noch als lukrativ herausstellte, entpuppte sich für späte Käufer als Fiasko.

Nach einem rasanten Anstieg von 690 US-$/Unze in 2008 kletterte der Goldpreis in 2011 zunächst auf ein historisches Hoch bei 1.920 US-$.


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Der Anstieg ist durchaus im Zusammenhang mit der weltweiten Finanzkrise zu sehen, zeigt aber auch den spekulativen Einfluss auf die Preisentwicklung.

Goldpreis -35% unter dem historischen Hoch

Denn seit dem Hochpunkt sinkt der Goldpreis wieder. Aktuell liegt der Goldpreis bei nur noch 1.245 US-$ und damit um -35% unter dem bisherigen Hoch.

Und das obwohl die Finanzkrise noch nicht beendet ist. Gerade gestern lese ich, dass Griechenland einen neuen Schuldenschnitt fordert. Und die Zinsen, die Länder wie Italien, Spanien und Portugal für neue Anleihen zahlen müssen wieder steigen.

Der Markt reagiert prompt, der der Goldpreis steigt wieder.

Die gewieften Point&figure-Chartkenner unter Ihnen sehen es bereits im Chart, die letzte X-Säule zeigt steigende Kurse.

Doch lassen wir uns nicht täuschen, die berühmte Schwalbe macht auch hier noch keinen Sommer.

Um nur das Alte Hoch zu erreichen, muss der Preis für das begehrte Edelmetall um knappe +55% steigen. Ob das so kommt, mag bezweifelt werden.

Abwärtspotential bis zu 740 US-$/Unze

Denn charttechnisch stehen die Zeichen auf weiter abwärts für den Goldpreis. Das Point&Figure-Kursziel habe ich mit 740 UD-$ errechnet, wobei die Runde Zahl von 1.000 US-$ zwischenzeitlich als Barriere halten könnte.

Wer also wegen des optisch niedrigen Preises überlegt, in diesen Tagen spekulativ Gold oder Finanzinstrumente auf Gold zu kaufen, der sei gewarnt.

Es kann durchaus noch deutlich tiefer gehen, die Point&Figure-Charttechnik gibt bislang noch keine Entwarnung für Gold.

Warnen  möchte ich an dieser Stelle auch vor voreiligen Investitionen in Minenwerte. Denn gerade in Zeiten niedriger Goldpreise werden Aktienkäufe in diesen stark propagiert.

Unbestritten ist, dass sobald der Goldpreis stark anzieht, sich die Aktienkurse der Minenbetreiber und Goldförderer überproportional gut entwickeln, ja exorbitante Kursgewinne ermöglichen.

Mit jedem Dollar, den der Goldpreis über den Förderkosten liegt, steigt der Unternehmensgewinn 1:1 an, je höher der Goldpreis, umso höher der Unternehmensgewinn, der Unternehmenswert.

Goldpreis und Förderkosten entscheiden über Unternehmensgewinne

Das sich dieser positive Effekt aber auch rasch umkehrt, ist auch logisch. Die Förderkosten sind fixe Kosten, die man bei sinkendem Goldpreis nicht einfach so kappen kann.

Und zu heutigen Goldpreisen schreiben die meisten Minen Verluste. Wenn dann noch hausgemachte Probleme dazu kommen, geht es dramatisch abwärts mit den Kursen.

Wie bei dem Unternehmen, über das ich morgen schreiben werde. Vorab zeige ich Ihnen schon mal den dazugehörigen Point&Figure-Chart.

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(anklicken zum Vergrößern)

Der brutalen Kursverfall vom Hoch in 2010 deutlich zeigt es, um -73% ging es bergab für das nordamerikanische Bergbauunternehmen. Hebelwirkung mal anders, Totalverlust nicht ausgeschlossen.

Mehr dazu dann morgen.

3. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.