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Steuererklärung 2011: Geerbte Auslandsimmobilien bleiben noch teuer

Böse Überraschung bei der Steuererklärung für das ablaufende Jahr 2011. Denn:

Wer im Ausland Immobilien geerbt hat, wird dafür in aller Regel doppelt zahlen.

Mit dem Ausland, auch innerhalb der EU, gibt es keine Doppelbesteuerungsabkommen wie bei anderen Einkunftsarten. Konkret: Wenn Sie 2011 etwas geerbt haben, wird das betreffende Land für Sie und bei Ihnen Steuern erheben.

Diese Steuerbelastung ist oft höher als es eine vergleichbare Steuer in Deutschland wäre.

Ausnahme: innerhalb der Europäischen Union gelten dieselben Steuerregeln. Aber: auch in diesem Fall erheben gleich zwei Staaten Steuerforderungen. Das Land, in dem die Immobilie steht und unser eigener Staat.

Für Ihre Steuererklärung: Steuern verrechnen

Falls Sie schon Steuern gezahlt haben, können Sie die Höhe einer solchen Abgabe in Ihrer Steuererklärung 2011 geltend machen. Der „Gewinn“ dieser Regelung ist jedoch stark begrenzt. Denn:


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Der heimische Fiskus erkennt die Steuerbelastung aus dem Ausland nur bis zu einer bestimmten Höhe an. Mussten Sie im Ausland höhere Steuern zahlen als Sie in Deutschland schuldig wären, wird der Überschussbetrag nicht anerkannt.

Das bedeutet: im ungünstigen Fall müssten Sie die frisch ererbte Immobilie sogar verkaufen, um die Steuerschuld begleichen zu können. Inklusive aller Gebühren für gleich zwei Steuererklärungen und für den etwaigen Verkauf der Immobilie kann die Erbschaft damit teuer werden.

Linderung kaum in Sicht

Zumindest die Eurozone ist sich des Problems bewusst geworden. Sie sieht darin eine Bremse bei der grenzüberschreitenden Ansiedlung und der gemeinschaftlichen  Wirtschaftsordnung.

Die Mühlen der Bürokratie mahlen jedoch gewohnt langsam. Eine Änderung ist erst in frühesten drei Jahren überhaupt nur in Sicht. Dann sind die Berichte fertig gestellte, die Grundlage einer größeren Reform sein könnten.

Daher lohnen sich Auslandsimmobilien sowohl inner- als auch außerhalb der Eurozone aus steuerlicher Sicht bezogen auf die Erbmasse kaum. Abhilfe könnte eine Vorsorgestrategie schaffen.

  • Die Erbschafts- und Schenkungsregeln in Deutschland sind wie beschrieben gültig, das heißt: Sie könnten Vermögen nach und nach übertragen oder übertragen lassen. Voraussetzung dafür wäre es, Immobilien beispielsweise vorab zu verkaufen oder in Form einer Leibrente zu nutzen/nutzen zu lassen.
  • Hilfreich dürfte es auch sein, innerhalb eines Netzwerkes von Verwandten, die über das Ausland verstreut sind, Immobilien und ähnliche Erbschaftsgegenstände steueroptimal zu verteilen.

GeVestor meint: kein Wunder, wenn und dass die EU für neue Regelungen lange braucht.

Die Staaten sind weiterhin auf Steuereinnahmen angewiesen. Bekannt ist zudem, dass in diesen sowie in den kommenden Jahren die Erbschaftsmasse weiter steigt.

Daher: optimieren Sie rechtzeitig, indem Sie für diesen erheblichen Steuerfall einen Steuerberater zu Rate ziehen. Die Steuerbelastung kann sonst sehr hoch sein, zeigen Vergleichsfälle.

28. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.