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Strategie: Der Unterschied zwischen investieren und spekulieren

Heute Morgen hat die Berliner Start-up-Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet, über die ich hier im „Schlussgong“ bereits mehrfach berichtet habe, den Termin für den Börsengang (IPO) festgelegt.

Der Termin, an dem die Beteiligungsgesellschaft der Samwer-Brüder an die Börse gehen wird, ist der 9. Oktober.

Ebenfalls heute Morgen wurde die Zeichnungsfrist für die Rocket Internet-Aktien eingeläutet.

Bereits eine Stunde nach Beginn der Zeichnungsfrist waren die Bücher einschließlich der Platzierungsreserve gefüllt.

Rocket Internet hatte wegen der bereits zuvor hohen Nachfrage privater Investoren für eine sogenannte Platzierungsreserve – weitere Aktien für Privatanleger – gesorgt.

Den durch den Börsengang angestrebten Erlös in Höhe von 1,5 Mrd. Euro dürfte das Unternehmen damit schon sicher haben.

Rocket Internet an der Börse mehr wert als die Deutsche Lufthansa

Der gesamte Wert von Rocket Internet würde nach dem Börsengang auf über 6 Mrd. Euro steigen. Damit wäre das Unternehmen mehr wert als die DAX-Unternehmen Deutsche Lufthansa oder K+S.

Das chinesische Internet-Unternehmen Alibaba, das vor wenigen Tagen in New York an die Börse gegangen ist, ist aktuell übrigens sogar so viel wert wie ein Dutzend DAX-Unternehmen zusammen.


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Ob diese Bewertung gerechtfertigt ist, muss die Zukunft zeigen.

Die Zeichnungsfrist für die Rocket Internet-Aktie läuft noch bis zum 7. Oktober und die Preisspanne für die Aktien liegt zwischen 35,50 Euro und 42,50 Euro.

Am Ende werden sich die am Börsengang beteiligten Banken und Rocket Internet selbst die besten Käufer aussuchen können.

Für Rocket Internet steht damit im Prinzip schon jetzt fest, dass der Börsengang ein voller Erfolg wird. Doch wird der Börsengang auch ein Erfolg für die Privatanleger, die erst jetzt einsteigen?

Das ist die Frage, die sich derzeit diejenigen, die sich auf die Papiere stürzen, nicht so richtig zu stellen scheinen.

Denn bei all der Euphorie, zuletzt um den Alibaba-Börsengang und jetzt um den Rocket Internet-Börsengang, sind kaum kritische Stimmen bzw. kritische Fragen zu hören und zu lesen.

Aus meiner Sicht ist – wie schon gestern geschrieben – immer dann, wenn zu viel Optimismus und vielleicht sogar blinde Euphorie herrschen, Vorsicht geboten.

Fazit: Für Spekulanten interessant – für Investoren nicht

Für mich sind Alibaba und Rocket Internet derzeit nur für Spekulanten, nicht aber für Investoren interessant. Ich möchte an dieser Stelle weder die Unternehmen, noch die Aktien der Unternehmen negativ bewerten.

Ich möchte nur zu bedenken geben: Sie sollten sich grundsätzlich fragen, ob Sie Geld langfristig anlegen (sprich: investieren), oder ob Sie kurzfristig spekulieren wollen.

Wenn Sie kurzfristig spekulieren wollen und auch mit den entsprechenden Risiken leben können, dann sind die Aktien von Alibaba und Rocket Internet sicherlich interessant, da es sich dabei um Wetten auf die Zukunft handelt, die – wenn sie aufgehen – große Gewinne bringen können.

Wenn Sie aber langfristig investieren wollen und auch nicht besonders risikofreudig sind, sollten Sie lieber auf Unternehmen setzen, die lange am Markt sind und schon etliche Börsenstürme erfolgreich überstanden haben.

Mit dieser „langweiligen“ Aktienauswahl werden Sie nur in wenigen Jahren ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen, dafür aber regelmäßig gut bis sehr gut abschneiden und nie auf den letzten Plätzen landen.

Wie eine solche Erfolgsbilanz langfristig aussehen kann, zeigt Warren Buffett, das große Vorbild der Value-Investoren:

In 39 von 49 Jahren hat Buffett den Vergleichsindex geschlagen. Das schaffte er insbesondere dadurch, dass er Verluste vermeiden konnte.

Nur in 2 Jahren (2001 und 2008) sank der Buchwert pro Aktie. Und das waren jeweils Crash-Phasen, in denen der Aktienmarkt wesentlich mehr verloren hat.

Insgesamt stieg der Buchwert je Aktie um 19,7% pro Jahr – und das über einen unglaublich langen Beobachtungszeitraum von fast 50 Jahren. Der S&P 500 schaffte in dieser Phase „nur“ ein durchschnittliches Jahresplus von 9,8%.

Wie Ihnen das Beispiel Warren Buffett zeigt: Auch ohne „Internet-Raketen“ können Sie an der Börse regelmäßig attraktive Renditen erzielen.

24. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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