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Südafrikanische Zinsen? Warnung vor Zinspapier mit Währungsrisiko

In unseren Räumen häufen sich die Währungsangebote immer deutlicher. Denn:

Die Bankenwelt scheint zu wittern, dass die Lust auf den Euro nun geringer wird.

Portugal steht vor dem Ende – wann auch immer. Zahlungen werden demnach fällig, und alles geht zu Lasten der Gemeinschaftswährung. Daher die neuen Zins- und Währungsangebote. Aus unserer Sicht sind die Zinspapiere eine kleine Falle.

Ein Beispiel bildet das Zinspapier von Morgan Stanley, das gleich mit Währungsrisiko daher kommt. Es lautet auf südafrikanische Rand. Sie erhielten gute Zinsen, meint ein Magazin. Wörtlich: Das Land… bietet … hohe Zinsen.


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Bank ist Emittent

Bemerkenswert, dass die redaktionelle Sorgfalt noch nicht mal so weit reicht, den Emittenten als solchen zu begreifen. Morgan Stanley gibt das Papier heraus, Morgan Stanley haftet Ihnen, Südafrika hat damit faktisch nichts zu tun. Das ist der Kern.

Das Papier bringt Ihnen 9% Zinsen auf den Emissionsbetrag von 100%. Sie zahlen bis zum 11. April 100 Euro ein und erhalten dreimal (je einmal pro Jahr bis 2015) 9 Euro.

„Gleichzeitig besteht die Chance auf zusätzliche Währungsgewinne“, heißt es. Bei 10% Plus erhalten Sie entsprechend 10% zurück.

Nur gut, dass der Artikel dann noch erwähnt, dass bei einer Abwertung … der Rückzahlungsbetrag entsprechend sinkt.

Zins und Währung: ungute Mischung

Das bedeutet: Den Zins erhalten Sie auf jeden Fall, die Rückzahlungshöhe ist definitiv vollständig ungewiß. Es wäre reiner Zufall, wenn Sie genau 100% zurück erhalten würden.

In dem Sinn ist der Zins eher eine Entschädigung für die Währungswette. Noch dazu eine Entschädigung, die 1 % Ausgabeaufschlag kostet. Vorsicht:

  • Währungswetten haben die Tendenz, unüberschaubar zu werden.
  • Wenn Sie Pech haben, wird die Währung abwerten und noch während der Laufzeit Schwierigkeiten bereiten.
  • Dann würde selbst der zwischenzeitliche Verkauf über die Börse schwierig.
  • Das bedeutet: Sie gehen nicht nur ein Renditerisiko ein, sondern gleichzeitig ein Liquiditätsrisiko – da nicht klar ist, wie schnell Sie an Ihre Mittel herankommen können.
  • Sie mögen Ihre Meinung zur südafrikanischen Währungen haben – die Einflussfaktoren lassen sich von hier aus über einen Zeitraum von drei Jahren kaum bestimmen. Das heißt: dies ist eine Wette mit ungewissem Ausgang.

GeVestor meint: Finger weg. Solche Anleihen sind viel zu riskant, um mit bloß 9% sicheren Zinsen zufrieden zu sein. Inhaltlich lassen sich die Chancen kaum kommunizieren, wir könnten nicht sagen, der Yuan sei besser.

Nur: die ganze Struktur passt nicht. Zudem ist das Liquiditätsrisiko teuer – falls Sie zwischenzeitlich – dann per Kredit – Geld brauchen. Eine Alternative für hohe Zinsen sind eher Aktien (aus Deutschland) mit einer hohen Dividendenrendite. Beispiele sind die Versicherungen aus dem Dax, etwa Allianz.

24. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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