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Südzucker: Milliarden-Deal während der Zuckerpreis-Depression?

Anleger des Mannheimer Zucker-Herstellers Südzucker haben derzeit wenig Freude an ihrem Investment. Die Aktie geriet in diesem Jahr im Zuge schwacher Zahlen stark unter Druck. Mittlerweile bekommen Sie die Aktie für 10 Euro.

Damit ist die Aktie deutlich unter dem Buchwert gefallen. Einige Analysten raten dennoch nicht zum Kauf der Aktie, da Südzuckers Geschäft weiter unter Druck stehen dürfte.

Der Zuckerpreis ist dank guter Ernten und Überkapazitäten um 30% auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen und es wird nicht mit einer schnellen Preiswende gerechnet.

Das wirkt sich auf Südzuckers kapitalintensives Geschäft stark aus. Der operative Gewinn brach um 64% ein und Analysten erwarten weiter schwache Ergebnisse. Ein Gewinnanstieg wird bei vielen Analysten erst wieder für 2016 prognostiziert.

Südzucker-Finanzchef: Starke Bilanz lässt größeren Zukauf zu

Wenn die Margen in einem Markt unter Druck stehen, dann kommt es häufig zu größerer Übernahme-Aktivität in dem Sektor. Das könnte jetzt auch im Zuckermarkt passieren.


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Denn geringe Gewinnerwartungen der Zuckerproduzenten führen logischerweise auch zu niedrigeren Übernahme-Preisen.

Südzucker sieht in dieser Situation offenbar eine Chance für sich. Europas größter Zuckerproduzent verfügt über eine starke Bilanz und könnte ohne größere Probleme 1 Mrd. Euro für einen Zukauf mobilisieren. Dies sagte der Südzucker-Finanzchef  Thomas Kölbl in einem FinanceTV-Interview.

Schwierige Geschäftsprognose: Investoren könnten Zukauf-Pläne als zu riskant erachten

Nach Ansicht des Übernahme-Sensors ist ein Zukauf auch im aktuellen Umfeld zu begrüßen. Laut Kölbl würde selbst ein Milliarden-Zukauf das Kreditrating der Mannheimer nicht gefährden. Geld ist aktuell günstig und sollte zur Stärkung der Marktposition oder Verbesserung der Effizienz genutzt werden.

Ein Zukauf wäre jedoch nicht unproblematisch. Wenn der Zuckermarkt wie von Analysten prognostiziert schwach bleibt, ist ein derzeitiger Deal auch trotz der günstigen Übernahme-Preise für Zuckerproduzenten risikobehaftet.

Trotz der starken Bilanz könnten kurzfristiger denkende Investoren aufgrund des Kapitalabflusses in Verbindung mit schwer absehbarer Geschäftsentwicklung mit Aktien-Verkäufen reagieren.

Füße stillhalten bringt Südzucker nicht nach vorn: Es muss nicht gleich eine Milliarden-Übernahme werden

Südzucker sollte dennoch reagieren. Die Kostenstruktur des Unternehmens ist im Vergleich mit der Kostenstruktur der großen Konkurrenten nicht gerade gut. Sollte der Zuckerpreis niedrig bleiben, könnte der Gewinn der Südzucker-Zuckersparte im kommenden Jahr sogar Richtung null fallen.

Kölbl zufolge liegen die Südzucker-Chancen in Südamerika. Wenn der Zukauf zu Effizienzsteigerungen führt und drohende Probleme aufgrund der EU-Regulierung reduziert, dann nur zu!

Der Zuckerpreis wird auch nicht ewig am Boden bleiben. Das Geschäftsjahr 2012/2013 hat gezeigt, was ein guter Zuckerpreis für den Südzucker-Gewinn und für die Südzucker-Aktie bedeutet. Damals kostete die Aktie mehr als 30 Euro.

Sicher: Es bleibt noch schwierig für die Mannheimer. Die 30 Euro sind erst einmal unerreichbar. Wichtig ist es, dass jetzt die Profitabilität unter den gegebenen Marktbedingungen gesteigert wird. Wenn Südamerika ein Ausweg ist, dann sollte das Unternehmen eine Schwächung der Bilanz in Kauf nehmen und zugreifen.

Es muss nicht gleich der ganz große Brocken sein. Auch mehrere kleinere Übernahmen können zum Ziel führen.

14. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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