Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Syngenta-Aktie nach Übernahme-Gerüchten stark gefragt

Die Frankenaufwertung hat für Schweizer Übernahme-Jäger die Preise über Nacht hochschnellen lassen. Wollte ein Bieter bei den Eidgenossen zugreifen, ist nicht nur der gestiegene Preis ein Problem.

Auch musste damit gerechnet werden, dass die gestiegene Landeswährung dazu führt, dass die Geschäfte des Übernahme-Kandidaten schlechter laufen könnten. Seit Start der Berichtssaison hat sich jedoch gezeigt, dass die düsteren Szenarien, wie die Aufwertung auf die Unternehmen drücken würde, übertrieben sind.

Potenzielle Käufer hielten sich dennoch zurück. Im April und Mai dieses Jahres war das Dealvolumen zusammen genommen nicht einmal halb so groß wie im April 2014. Jetzt könnte sich die Statistik mit einem Schlag zum besseren verändern.

Denn der Schweizer Agrarchemie-Konzern Syngenta hat vom amerikanischen Konkurrenten Monsanto eine 41,7 Mrd. Franken (40,5 Mrd. Euro) schwere Übernahme-Offerte erhalten. Kommt es zu einem Deal, ist nur diese Übernahme 3 Mal so groß wie das bisherige Übernahme-Volumen in der Schweiz im Jahr 2015.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Syngenta Management lehnt Offerte ab: Zu hohe Risiken, zu niedriger Preis

Bisher ist nicht klar, ob es zu einer Übernahme kommt. Syngenta hat den Erst-Vorstoß zurückgewiesen und nennt dafür 2 Gründe. Zum einen erachtet das Unternehmen den Preis als unzureichend. Die Angebotshöhe würde nicht das Potenzial der Schweizer widerspiegeln.

Zum anderen sieht der Konzern erhebliche Wettbewerbsbedenken. Monsanto würde die Hürden in ihren Augen unterschätzen. So würde eine Dealgenehmigung in mehreren Ländern auf Widerstand stoßen.

Syngenta ist Nummer 3 im Saatgutbereich – Monsanto Weltmarktführer. Da steht es außer Frage, dass sich die Wettbewerbsbehörden den Deal ganz genau anschauen werden. Doch ausgeschlossen ist ein Deal keineswegs. Häufig findet die Branchenspitze Wege, um einen wirtschaftlich sinnvollen Zusammenschluss nach Teil-Verkäufen genehmigt zu bekommen.

Bei Abflauen von Übernahme-Gerüchten nicht direkt verkaufen

Es ist schon das zweite Mal, das sich konkrete Übernahme-Gerüchte um Syngenta ranken. Wer nach den ersten Gerüchten investierte und nicht direkt kalte Füße bekam, als die Aktie zunächst unter Druck geriet, ist jetzt wieder voll im Rennen.

Das Papier legte bis zum Nachmittag auf 394 Franken zu – ein Plus von 18%. Damit liegt die Aktie allerdings noch gut 50 Franken unter dem Angebotspreis. Dies zeigt, dass am Markt nicht wenige Investoren noch Bauchschmerzen haben, ob der Deal auch zustande kommt.

Analysten: Monsanto-Aktionäre würden von Zusammenschluss profitieren

Monsanto teilte mit, dass ein Deal signifikanten Mehrwert für die Aktionäre beider Lager schaffen würde. Ziel ist es, Saatgut und Agrarchemie zu vereinen. Das schafft Synergien und eröffnet Kunden ein Angebot aus einer Hand.

Die Monsanto-Aktionäre bewerten den Vorstoß leicht positiv. In einem starken US-Markt legt die Aktie 2,7% zu.

Vielleicht wäre der Vorstoß noch positiver gewertet worden, wenn mehr Investoren die Chance für einen Zusammenschluss größer erachten würden. Doch sind die Zweifel berechtigt. Immerhin sind es nicht nur die Wettbewerbsbehörden die den Deal gefährden könnten.

Monsanto gehört zu den meistgehassten Konzernen der Welt. Das könnte schnell zu einem Politikum werden. Man muss nicht kreativ sein, um Gründe gegen den Zusammenschluss zu finden.

8. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt