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Talanx: Endlich ein neuer Börsen-Kandidat

Der DAX ist heute erneut unter die 7.000-Punkte-Marke gefallen.

Der deutsche Leitindex verlor knapp 1,2% und ging mit 6.931 Punkten aus dem Handel.

Zu Handelsbeginn pendelte der DAX mehrere Stunden um die 7.000-Punkte-Marke. Schwache Konjunkturdaten aus den USA sorgten dann aber am Nachmittag für größere Kursabschläge.

So kurios es klingt: Die schwachen Konjunkturdaten könnten mittelfristig für steigende Kurse sorgen. Die US-Notenbanker, die für eine große Geldspritze eintreten, benötigen dringend Munition, um den Einsatz der Gelddruckmaschine zu rechtfertigen.

Die jüngsten Daten waren dafür nicht schwach genug und signalisierten ein leichtes Wachstum. Sollten in den nächsten  Tagen weitere Negativ-Meldungen folgen, wäre schon bei der nächsten Sitzung der US-Notenbank der Weg für eine große Geldspritze frei.

Abseits dieser „taktischen“ Spielchen gab es auch eine gute Nachricht für die deutsche Börse. Im Herbst könnte die Kursliste bereichert werden. Der Versicherungskonzern Talanx strebt an die Börse. Stimmt der Preis bei der Börseneinführung, wäre das eine echte Bereicherung.

Bekannte Namen verschwinden

Spätestens seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 ist es für große Unternehmen fast unmöglich geworden, den Sprung an die deutsche Börse zu schaffen. #


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Bekannte Namen wie Osram (Siemens-Tochter), Evonik oder Talanx stehen seit Jahren in den Startlöchern, kommen aber nicht ins Ziel. Im Herbst will jetzt Talanx den Sprung ins kalte Wasser wagen. Neue Unternehmen kann der Börsenplatz gut gebrauchen.

Es ist absehbar, dass einige prominente Namen die Börse verlassen werden. Der Automobilkonzern VW bastelt in diesen Monaten an einem riesigen LKW-Konzern. Die LKW-Sparte von VW soll mit MAN und Scania verschmolzen werden.

Der DAX-Wert MAN wird voraussichtlich bereits im September den deutschen Leitindex verlassen müssen und später ganz von der Börse verschwinden, wenn VW bei MAN und Scania auf 100% aufstockt.

Der zweitgrößte Index, der MDax, gilt als Sammelplatz für Übernahme-Kandidaten. Die Übernahme von Rhön-Klinikum ist am Wochenende gescheitert, aber es ist absehbar, dass der aktuelle Status nicht erhalten bleibt. Wahrscheinlich wird Rhön später doch noch unter den Konkurrenten aufgeteilt.

Beim Baukonzern Hochtief hat der spanische Großaktionär ACS angekündigt, weitere Anteile kaufen zu wollen. Erst wenn ACS 75 bis 100% der Hochtief-Aktien besitzt, kann ACS die gut gefüllte Hochtief-Kasse plündern und die attraktiven Hochtief-Töchter im Ausland gewinnbringend verkaufen.

Beim MDax-Wert Douglas gibt es gleich mehrere Investoren, die das Unternehmen übernehmen und von der Börse nehmen wollen. Wenn sich diese Investoren nicht gegenseitig neutralisieren (wie aktuell bei Rhön erlebt), wird auch Douglas relativ zeitnah von der Börse verschwinden.

Im SDax verschwindet schon bald die Schuler AG, der weltweit größte Pressenhersteller, von der Bildfläche. Erst heute hat der neue Großaktionär Andritz veröffentlicht, dass das Unternehmen bereits über 89% der Schuler-Aktien besitzt. Der Weg Richtung 100% ist vorgezeichnet.

Wie Sie sehen: Langsam aber sicher blutet die deutsche Börse aus, wenn nicht neue Unternehmen den Sprung an die Börse schaffen.

Daher müssen wir hoffen, dass Talanx den Sprung schafft und der aktuelle Besitzer, der HDI Versicherungsverein, die Talanx-Aktien zu fairen Konditionen an die Börse bringt (anders als beim Börsen-Flop Facebook in den USA).

Talanx: Die Nr. 3 in Deutschland

Die Chancen, dass der Ausgabepreis der Talanx-Aktien angemessen sein wird, stehen gut. Großaktionär HDI strebt nicht den schnellen, maximalen Verkaufs-Gewinn an, sondern will dauerhaft die Aktienmehrheit halten. Der Teilverkauf über die Börse soll Mittel in die Kasse spülen, die für weitere Zukäufe genutzt werden können.

Aktuell ist Talanx bereits die Nr. 3 in der deutschen Versicherungsbranche. Allerdings ist der Rückstand auf die Marktführer Allianz und Münchener Rück gewaltig.

Die Allianz kam 2011 auf Beitragseinnahmen von 97,6 Mrd. Euro und die Münchener Rück auf 49,6 Mrd. Euro. Talanx folgt mit 23,7 Mrd. Euro vor Generali (16,2 Mrd. Euro), R+V (11,3 Mrd. Euro) und Axa (10,6 Mrd. Euro).

Die Talanx-Aktie wäre daher auch kein Kandidat für den deutschen Leitindex DAX, könnte aber in den MDax aufsteigen. Dort notiert bereits die börsennotierte Talanx-Tochter Hannover Rück.

Hoffen auf einen ruhigen Börsenherbst

Laut Talanx-Management laufen die Vorbereitungen für den Börsengang auf Hochtouren. Nach der üblichen Werbetour bei den Investoren könnte der Börsengang bereits im Oktober über die Bühne gehen. Die Banken, die den Börsengang begleiten sollen, wurden bereits ausgewählt.

Größter Unsicherheitsfaktor: Die Börsenkurse dürfen im Herbst nicht einbrechen. Die Talanx-Aktien sollen nicht „verschenkt“ werden, sondern zu branchenüblichen Konditionen platziert werden. Das geht nur, wenn die Börsenstimmung halbwegs freundlich ist.

4. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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