Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

TecDax-Unternehmen Manz schockt mit Gewinnwarnung

Der im TecDax gelistete Maschinenbauer Manz hat gestern Abend nachbörslich eine Gewinnwarnung veröffentlicht und damit die Aktionäre erneut geschockt.

Die Kursverluste der Manz-Aktie hielten sich nach der Meldung jedoch in Grenzen, da die Aktie zuvor bereits fast 35% an Wert verlor – und das innerhalb von gerade einmal 7 Wochen.

Warum die Aktie zuvor bereits so stark an Wert verlor und was genau die aktuelle Gewinnwarnung beinhaltet, erfahren Sie jetzt.

Erst hoch gelobt und dann tief gefallen

Der steile Anstieg der Manz-Aktie von Anfang Januar bis Mitte Mai des laufenden Jahres (von gut 54 auf über 96 Euro) ist im wesentlichen auf eines zurückzuführen: Hoffnung. Denn die Zahlen des Maschinenbauers fielen in der Vergangenheit zumeist durchwachsen aus.

Teilweise gab es auch mehr oder minder große Enttäuschungen und auch einige Gewinnwarnungen. Doch da im Zusammenhang mit mittelmäßigen oder gar enttäuschenden Zahlen vom Manz-Management stets großer Optimismus hinsichtlich der künftigen Entwicklung vermittelt wurde, machte sich auch bei vielen Aktionären Hoffnung breit.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Zuletzt enttäuschte Manz im Mai mit den Zahlen für das 1. Quartal, hielt aber dennoch an den optimistischen Umsatzzielen für das Gesamtjahr fest. Damals fiel die Manz-Aktie von gut 96 auf rund 90 Euro. Heute notiert die Aktie bei etwas mehr as 63 Euro.

Am 12. Mai – also kurz nach Veröffentlichung der Q1-Zahlen – habe ich an dieser Stelle zuletzt über Manz berichtet und wörtlich folgendes geschrieben:

Darum herrscht trotz schwacher Zahlen großer Optimismus

Für Zuversicht sorgt vor allem der Auftragsbestand von 92 Mio. Euro. Daher bekräftigte Dieter Manz die ursprüngliche Umsatzprognose. Demzufolge werden für das Gesamtjahr 2015 weiterhin Erlöse zwischen 320 und 340 Mio. Euro und ein „deutlich“ positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwartet.

Dazu beitragen soll auch ein Großauftrag, den Manz erst Ende März erhalten hat. Dabei handelt es sich um eine Bestellung von Batterien, für die nach Einschätzung vieler Analysten der Elektroauto-Pionier Tesla verantwortlich ist. Das sorgt zusätzlich für eine gewisse Wachstumsfantasie.

Aber: Sie als Anleger sollten in solchen Fällen unbedingt darauf achten, dass Sie nicht in blinde Euphorie verfallen. Bei Manz haben ein Großauftrag und der Name Tesla dazu geführt, dass die Aktie innerhalb von nur etwas mehr als vier Monaten in der Spitze um rund 75% gestiegen ist.

Ich habe also bereits zu diesem Zeitpunkt davor gewarnt, in blinden Optimismus zu verfallen und sich nur auf die Hoffnung auf eine positive Zukunft zu konzentrieren und dabei den schwachen Ist-Zustand zu verdrängen. Kommen wir jetzt zum Inhalt der aktuellen Gewinnwarnung.

Weniger Umsatz und Gewinn als zuvor erwartet

Der Maschinenbauer Manz blickt nach einer Auftragsstornierung weniger optimistisch auf das laufende Jahr als bisher. 2015 werde der Umsatz etwas unter den zuvor erzielten 305,9 Mio. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Der operative Gewinn (EBIT) werde sich im Vergleich zu 2014 zwar verbessern, jedoch voraussichtlich negativ sein. Zuvor war Manz noch von einem Umsatz von 320 bis 340 Mio. Euro und einem deutlich positiven EBIT ausgegangen.

Ursächlich für die Prognosesenkung ist nach Unternehmensangaben eine Auftragsstornierung über etwa 12 Mio. Euro im Bereich Electronics. Die damit verbundenen und in der Jahresprognose enthaltenen Folgeaufträge mit einem höheren zweistelligen Millionen-Euro-Volumen können somit ebenfalls nicht realisiert werden.

Zudem hätten sich im Segment Energy Storage (also in der Batteriesparte) Aufträge verzögert. Die eigentlich für April und Juni erwarteten Aufträge würden voraussichtlich erst in den kommenden Wochen erteilt. Dadurch verschöben sich geplante Umsätze zu großen Teilen in das 4. Quartal und auf das Folgejahr.

Damit werden Manz-Aktionäre wieder einmal vertröstet. Der Tenor der Meldung: Dafür, dass Aufträge storniert werden, kann das Unternehmen Manz nichts.

Aber: Da sich in der Vergangenheit die zuvor geäußerten Prognosen des Manz-Managements gleich mehrfach als zu optimistisch erwiesen haben, wären zukünftig etwas konservativere Prognosen im Interesse vieler Aktionäre.

1. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Tobias Schöneich. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt