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Telekom glänzt mit starkem US-Geschäft

Turbulente Zeiten für die Telekom: Die gesamte Branche befindet sich im Umbruch, zahlreiche Übernahmen und Zusammenschlüsse, Teilverkäufe und Neuausrichtungen prägen die Landschaft.

Die Deutsche Telekom befindet sich dabei in einer relativ komfortablen Lage, ist sie doch nicht nur Marktführer am deutschen Mobilfunkmarkt, sondern darüber hinaus auch ein wichtiger Player in anderen Ländern.

In Europa ist der Bonner Konzern gut aufgestellt und spielt in zahlreichen EU-Ländern eine wichtige Rolle. Das ist vor allem relevant mit Blick auf die aktuelle Debatte um Roaminggebühren.

EU diskutiert über Roaming-Abschaffung

Diese Gebühren werden bislang fällig, wenn Kunden aus dem Ausland heraus eine Nummer im Heimatland kontaktieren. Den Auslandsaufschlag lassen sich die Anbieter bislang teuer bezahlen. Das Europaparlament will dem einen Riegel vorschieben. Die Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der EU sollte eigentlich bereits 2016 erfolgen.


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Doch es regt sich Widerstand aus den Mitgliedstaaten. Anstelle einer kompletten Abschaffung favorisieren sie eine Kontingentlösung: Demnach würde für eine bestimmte Anzahl von Anrufminuten, SMS oder Datenübertragungen kein Aufschlag fällig. Erst wenn das Freikontingent ausgeschöpft ist, würde das Roaming greifen. In diesem Fall dürften die Telekommunikationsanbieter darauf hoffen, zumindest einen Teil der nicht unerheblichen Gewinne aus den Roaminggebühren weiterhin zu erhalten.

Das Europaparlament strebt nun seinerseits erneut eine komplette Abschaffung des Roamings an, allerdings womöglich erst einige Jahre später als ursprünglich geplant. Für die Übergangsphase könnte die Variante mit den Kontingenten in Betracht gezogen werden. Eine endgültige Einigung steht noch aus.

US-Geschäft läuft glänzend

Das lukrative Roaminggeschäft steht also womöglich auf der Kippe – allerdings erst später als befürchtet und außerdem nur innerhalb der EU-Grenzen. Wer die Union verlässt, zahlt auch weiterhin kräftig drauf. Profiteur ist dabei etwa die Deutsche Telekom, die nun auch in den kommenden Jahren auf Einnahmen hoffen darf, mit denen man eigentlich schon nicht mehr gerechnet hatte.

Darüber hinaus entwickeln sich auch in Übersee die Dinge zum Positiven. Die Tochter T-Mobile US, einst Sorgenkind und Klotz am Bein, hat sich zu einer überaus attraktiven Sparte gemausert. Im vergangenen Jahr steuerte das US-Geschäft erstmals mehr zum Konzernumsatz bei als der Heimatmarkt in Deutschland. Diese Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach auch 2015 fortsetzen und ausweiten.

Analysten sind positiv überrascht

Überhaupt läuft das Geschäft insgesamt besser als Analysten erwartet hatten. So weist die Telekom für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent auf knapp 17 Milliarden Euro aus. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg um 11 Prozent auf fast 5 Milliarden Euro.

Und so korrigierten viele Analysten auch ihre Einschätzungen zum Kurspotenzial nach oben. Die meisten sprachen Kaufempfehlungen aus und bewerteten die Aktie zwischen 17,50 und 19,60 Euro. Zuletzt wurde sie mit rund 15 Euro gehandelt.

2015-06-11 Telekom

Einige Branchenbeobachter zeigten sich zuletzt dennoch skeptisch hinsichtlich der künftigen Entwicklung. Sie sehen die Konsolidierungsphase noch nicht abgeschlossen und befürchten weitere Bieterwettkämpfe, an denen sich womöglich auch die Telekom früher oder später beteiligen müsste, um ihren bisherigen Platzhirsch-Status nicht zu gefährden.

Eine schleichende Marginalisierung durch vermehrte Zusammenschlüsse vormals kleinerer Konkurrenten würde an Selbstverständnis und Konzernstrategie rütteln.

Doch soweit ist es noch nicht. Zumindest kurzfristig steht der Dax-Konzern ziemlich solide an seinem Platz. Ein weiterer Kaufanreiz für Anleger: Die Dividende soll erneut angehoben werden.

12. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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