Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

TER: Die Gebührenfalle bei ETFs oder ETCs für Investoren

Wir haben gestern an dieser Stelle dazu geraten, Sparpläne auf ETFs – börsengehandelte Fonds, insbesondere auf Indizes – abzuschließen.

Denn die Geldflut in der Eurozone wird sich in den nächsten Monaten noch einmal verstärken. Damit aber wird es immer wichtiger, in Sachwerte zu investieren.

Nur ein Beispiel, das extrem klingen mag: wenn es zu einer Währungsreform kommt – beispielsweise auch nur im Ausland – würden die entsprechenden Anleihen, auch ausländische Anleihen, in der neuen Währung bewertet werden. Damit ist das Risiko, Geld zu halten, für Langfristinvestoren besonders hoch.

TER nicht korrekt

Daher empfehlen wir gerne und oft, ETFs – börsengehandelte Fonds vor allem auf Indizes – zu kaufen. Diese Empfehlung jedoch ist in einem Punkt mit Vorsicht zu genießen. Denn die entsprechenden TERs sind teilweise nur ein unsicherer Hinweis auf die tatsächlichen Kosten für solche Fonds.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die TER ist die „Total Expense Ratio“ und soll die Gesamtkosten in Form einer Gesamtkostenquote zeigen: die Relation zum Fondsvolumen. Nur ist die TER nur eine Gebühreneinheit – während im Hintergrund weitere Kosten warten, die für eine unerwartete Rendite-Reduktion bei Investoren sorgen können.

Auch unter den Exchange Traded Funds (ETF) ist dies der Fall, da beispielsweise das Wort „Total“ unterstellt, die Gebühren würden – vielleicht sogar noch vom Gesetzgeber – ganz genannt werden müssen. Dies ist nicht der Fall.

Kosten werden nicht immer ausgewiesen

  • So sind in den normalen „TER“ Positionen enthalten wie Depotbankgebühren, Kosten für das Marketing des entsprechenden Fonds oder Verwaltungskosten. Nur:

Notarkosten sind oftmals nicht in den TER genannt.

Auch die sogenannten Transaktionskosten finden sich in der Gesamtkostenquote nicht wieder. Dies sind die Kosten, die beim An- und Verkauf von Anteilen innerhalb des Vermögens, also Aktien bei Aktienfonds, entstehen.

Der „Spread“, Unterschiede zwischen An- und Verkaufskosten, belasten die Performance bei ETFs oder ETCs ebenso und werden laut dem Analyse-Haus „Morningstar“ oft unterschätzt. Gerade bei ETCs aber seien demnach die Absicherungskosten für die Fondsbetreiber besonders hoch.

Das bedeutet: der ETC-Handel selbst hat Einfluss auf die Gebührenhöhe, die bei den TERs nicht auftaucht. Je weniger ein ETC gehandelt wird, desto höher in der Regel die Absicherungskosten und damit die Spreads.

Schließlich kommt es auch darauf an, ob ein ETC etwa Gold handelt – das rund um die Uhr erwerbbar und damit günstiger ist – oder ob seltenere Rohstoffe Gegenstand eines ETCs sind.

Das heißt: wir empfehlen Ihnen, falls Sie Langfristinvestor sind, ETFs und ETCs als Absicherung zu kaufen, vor allem als Sparplan. So weit möglich, verlassen Sie sich nicht unbedingt ausschließlich auf die TER-Angaben des Anbieters.

Ein weiterer Anhaltspunkt ist der Handel. Je stärker ein ETC gehandelt ist, desto günstiger in der Regel die entscheidenden „Spreads“.

4. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt