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Tesla-Aktie: Fährt der Autobauer 2016 erstmals Gewinne ein?

Wer an der Börse auf Aktien setzt, wettet auf eine erfolgreiche Zukunft des jeweiligen Unternehmens. Klassischerweise zählen dazu positive Geschäftszahlen, Quartalsgewinne, regelmäßiges Wachstum und dergleichen mehr.

Doch es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Ausnahmen, bei denen Anleger nicht an steigende Nettogewinne glauben, sondern an eine Idee, an einen Mythos – und weil sie diesen Glauben mit vielen anderen Anhängern teilen, steigt der Aktienkurs, wovon wiederum die Investoren einerseits und das Unternehmen andererseits profitieren.

Tesla gilt als Kult – bei Kunden und Anlegern

Ein Bilderbuchbeispiel für eine solche Entwicklung ist Tesla. Der erste reine Elektroautohersteller verkauft nur einen Bruchteil dessen, was etablierte Branchengrößen wie BMW, Daimler, Volkswagen oder Toyota jedes Jahr an den Mann bringen. Im vergangenen Jahr lag der Absatz sogar unterhalb der selbst gesetzten Zielmarke, die denn im Jahresverlauf auch mehrfach nach unten korrigiert werden musste.

Die Produktpalette ist überschaubar, seit Ende 2015 sind gerade einmal zwei Modelle zu haben, ein drittes ist für Ende 2017 angekündigt, doch kaum jemand rechnet vor 2018 damit, dass der erste Kompaktwagen aus dem Hause Tesla in Serie geht.


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Elon Musk stellt Gewinn in Aussicht

Dennoch schnellte der Aktienkurs zuletzt in die Höhe – nachdem Unternehmenschef Elon Musk angekündigt hatte, 2016 einen operativen Gewinn anzupeilen. Manch ein Experte rechnet sogar mit einem kleinen Nettogewinn.

Was bei anderen Unternehmen zu Proteststürmen der Anleger führen würde, sorgt hier für Entzücken – schließlich hat Tesla bislang vor allem Verluste eingefahren, nicht zuletzt aufgrund der immensen Entwicklungskosten sowohl für die bisherigen beiden Premiummodelle S und X als auch für die derzeit in der Wüste Nevadas entstehende Giga-Factory. Auf dem größten zusammenhängenden Fabrikgelände der Welt will das Unternehmen Batterien bauen, um die Reichweite seiner E-Autos zu verbessern.

Auch Großakkus für den Hausgebrauch sollen dort entwickelt werden: Gebäude, die sich etwa über Solaranlagen auf dem Dach selbst mit Strom versorgen, könnten dadurch Energie effizienter speichern und in sonnenarmen Stunden zeitversetzt nutzen.

Ambitionierte Ziele erfordern Vertrauen und Investitionen

Kurzum: Musk hat Visionen, die er sich einiges kosten lässt und für die er bereit ist, den Anlegern einen Verlust nach dem anderen zuzumuten. Doch es gibt Marken, bei denen Aktionäre so etwas verzeihen. Einen vergleichbaren Markenkult hat etwa Apple etabliert. Über einen starken Aktienkurs trotz stets schwacher Quartalszahlen kann sich beispielsweise aber auch Amazon freuen.

Bei Tesla nun soll die Zukunft lukrativer werden. Zwischen 80.000 und 90.000 Fahrzeuge will die Firma in diesem Jahr verkaufen – ein überaus ambitioniertes Ziel, zumal die Bestellungen zuletzt hinter den Erwartungen zurückblieben.

Mittelfristig wird daher die Markteinführung des Kompaktwagens Model 3 für Tesla wegweisend sein. Gelingt es, mit dem etwas günstigeren Fahrzeug neue Käuferschichten anzusprechen und diese von den klassischen Autobauern wegzulocken, dürfte das auch den Aktienkurs weiter beflügeln.

Doch wie immer an der Börse gilt auch in diesem Fall: Sicher sein kann man sich erst hinterher.

2016-02-22 Tesla

23. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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