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Wie Tesla die etablierten Energiekonzerne verärgert

Ganz überraschend kam es nicht, dennoch war das Medienecho rund um den Globus beachtlich. Nach einigen geschickt platzierten Gerüchten hat Tesla Anfang des Monats nun auch offiziell angekündigt, künftig Akkus für den Hausgebrauch anzubieten.

Was erst einmal unspektakulär klingt, könnte sich als revolutionärer Meilenstein auf dem Weg zur Versorgung mit erneuerbaren Energien erweisen. Denn die Rede ist nicht etwa von kleinen Batteriezellen für Haushaltsgeräte, sondern von einem Speichermodul, das einen Vier-Personen-Haushalt über mehrere Stunden stabil mit Energie versorgen kann.

Kernproblem der Energiewende

Konkret sollen die Akkus, von Tesla Powerwall getauft, an die Wand montiert und von Solarzellen auf dem Dach gespeist werden. Damit geht der Konzern, der bislang vor allem für seine Elektroautos bekannt ist, ein grundlegendes Problem der Energiewende an: die Speichermöglichkeiten von Solar- und Windenergie.

Bislang ist es nur begrenzt möglich und mit immensen Kosten verbunden, die am sonnigen Mittag gewonnene Energie zu speichern und nachts zu nutzen. Tesla will diese Technologie nun massentauglich machen und lockt mit Kampfpreisen, die bestehende Konkurrenzprodukte drastisch unterbieten.


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Zahlt Tesla drauf?

Aus Sicht der Anleger könnte hier ein Problem liegen: Tesla zahlt womöglich drauf. Das ist notwendig, um in den bestehenden Markt einzusteigen und sich dort zu etablieren – und könnte andere Anbieter dazu zwingen, die Preise ebenfalls herunterzuschrauben.

Dadurch wiederum würde das System der Speicherung lokal gewonnener regenerativer Energie umso attraktiver werden aus Sicht der Privat- und auch Firmenkunden. Gelingt dies, dürften auch die Versorgungsunternehmen mittelfristig kaum daran vorbeikommen. Das Ziel einer kostengünstigeren und flächendeckenderen Versorgung mit Strom aus regenerativen Quellen würde dadurch deutlich näher rücken.

Anleger sollten Teslas Visionen teilen

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Experten rechnen etwa im Jahr 2020 mit messbaren Erfolgen. Deutschland als Vorreiter in Sachen Energiewende spielt dabei eine entscheidende Rolle: Hierzulande sollen die Tesla-Akkus als erstes in Europa verfügbar sein, ehe der Absatz auf die übrige EU ausgeweitet wird, so der Plan.

Als Anleger sollte man bei Tesla daher langfristig denken und die Visionen von Firmenchef Elon Musk teilen.

Quartalsverlust trotz Rekordabsatz

Das gilt im Übrigen auch für die Autosparte, wie der Blick auf die Quartalsbilanz zeigt. Zwar konnte Tesla zwischen Januar und März einen neuen Absatzrekord aufstellen und erstmals mehr als 10.000 Fahrzeuge verkaufen.

Doch finanziell rechnet sich das Geschäft noch nicht. Der Verlust weitete sich sogar noch aus von knapp 50 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf nun gut 154 Millionen Dollar. Immerhin präsentierte sich Tesla damit allerdings besser als Analysten erwartet hatten.

Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um mehr als 50 Prozent auf gut 893 Millionen Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen den Verkauf von 55.000 Fahrzeugen an. Dieses Ziel wurde auch nach Abschluss des ersten Quartals bekräftigt.

Elon Musk glaubt offensichtlich an sich und sein Unternehmen. Wer auf die Aktie setzt, sollte das auch tun und eher in Jahren als in Quartalen denken.

2015-05-08 Tesla

8. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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