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ThyssenKrupp vor möglicher Kapitalerhöhung

Seit mehr als eineinhalb Jahren beschäftigt die Börse bei ThyssenKrupp nur ein Thema: Wann endlich sind die beiden Stahlwerke in Brasilien und den USA verkauft, wann endlich werden die Bilanzen um die defizitären Standorte bereinigt?

Die potentiellen Kaufinteressenten spielen auf Zeit, denn sie wissen, mit jedem Monat steigt bei ThyssenKrupp der Schuldenberg weiter an, der Leidensdruck nimmt zu und kann möglicherweise den Kaufpreis drücken. Eine Pokerpartie mit ungewissem Ausgang, denn keine der Parteien kann sich gewiss sein, schlussendlich doch noch ihr Ziel zu erreichen.

Plan B für die Werke in Brasilien und den USA

Bleiben die Gebote für die beiden Stahlwerke so gering wie im Moment komm ein Deal wohl nicht zustande, Konzernchef Heinrich Hiesinger lies dieser Tage durchblicken, man bereite sich parallel auf das Scheitern der Verhandlungen vor und arbeite für diesen Fall bereits an einem Plan B.

Wer Hiesinger als geschickten Taktierer kennt, könnte auf die Idee verfallen, es handele sich bei dem umlaufenden Gerücht um einen geschickt aufgezogenen Bluff, der die Verhandlungsgegner unter Druck setzen soll um einem kurzfristiges Ergebnis näher zu kommen.

Dass es sich bei dem gestreuten Gerücht allerdings auch um eine Nebelkerze handeln könnte, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. ThyssenKrupp-Insider berichteten der Presse unlängst über interne Planungsgruppen, die durchrechnen, was zu tun wäre, um die Werke in Eigenregie weiter zu betreiben und profitabel zu machen. Insbesondere in Brasilien arbeitet der Vertrieb  bereits intensiv daran, neue Abnehmer für den dort produzierten Stahl zu finden.


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An der Börse kommen die neuen Überlegungen zur Weiterführung des Werkes in Brasilien gut an, ist damit doch die Hoffnung verbunden, so über die Zeit wenigstens einen Teil der dort verbauten 12 Mrd. Euro wieder hereinzuholen.

Der Optimismus zeigt sich auch an der Börse, der Aktienkurs der ThyssenKrupp AG (WKN 750000; Ticker TKA) notiert zurzeit knapp über 19,00 € und damit nur kurz über den Kursen von vor einem Jahr.

ThyssenKrupp-Chart 18-11-2013

(anklicken zum Vergrößern)

Schauen wir auf den Point&Figure-Chart der ThyssenKrupp-Aktie, sehen wir auf Anhieb die positive Aufwärtstendenz der letzten Monate. Gleich mehrere Point&Figure-Kaufsignale (grüne Kreise) haben den Aktienkurs vom Jahrestief bei 13,20 € um knapp +50% nach oben gehievt.

Aktuell steht die Aktie aber bei 19,30 € vor einer neuen Hürde. Charttechnisch besteht nämlich das Risiko, dass sich hier am Jahreshoch ein Doppeltop ausbildet und die Kurse vorerst einmal den Rückwärtsgang einlegen. Hierfür sprechen die 2 bislang gleich hohen X-Säulen im aktuellen Point&Figure-Chart und der Widerstand, der sich damit ausgebildet hat (grüne waagerechte Linie).

Gelingt es der Aktie in den kommenden Tagen nicht, die Marke von 20,00 € zu nehmen, gehe ich von Kursabgaben aus, die den Wert zumindest bis zur Unterstützungslinie, der sog. Bullish-Support-Linie (grüne Linie) führen sollten. Hier bei 18,00 € besteht die erste Chance, dass der Kurs wieder dreht und es mit der Aktie erneut aufwärts geht.

Alles vorausgesetzt, dass die Geschäftsahlen zum 3. Quartal, die ThyssenKrupp am Donnerstag präsentiert, nicht allzu schlecht ausfallen. Und auch, das sich die Gerüchte nicht bewahrheiten, nach denen der Konzern zeitnah eine Kapitalerhöhung plant, die zu Lasten der Altaktionäre frisches Geld zur Finanzierung der Übersee-Abenteuer in die Konzernkassen spülen soll.

Denn bei allem Zittern und Bangen, die ThyssenKrupp-Aktionäre hätten es langsam einmal verdient, dass etwas Ruhe in ihr Investment einkehrt.

18. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.