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Trotz Börsenflaute: Übernahme-Volumen in Westeuropa zieht an

Die langjährige Statistik zeigt, dass die Übernahme-Aktivität in guten Börsenphasen höher ausfällt als in schwachen Phasen. Das ist auch verständlich, denn dann läuft in der Regel auch die Konjunktur besser.

Ein Deal sollte sich dann – zumindest ist das die Überlegung der Käufer – schneller bezahlt machen. Leider zeigt eine andere langjährige Statistik, dass gerade Übernahmen in guten Börsenphasen sich häufig auch als zu teuer entpuppen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn kurz vor einer Abkühlung der Konjunktur zugekauft wird. Ein Jahr später folgen dann hohe außerplanmäßige Abschreibungen.

Vielzahl der Krisenherde sollte Übernahme-Lust dämpfen….

Aktuell läuft die Konjunktur rund in Europa. Die Prognosen für das diesjährige Wirtschaftswachstum sind gut, die Indikatoren trotz Eintrübung immer noch vielsprechend. Doch es gibt auch eine Menge dunkler Wolken.

Der Wachstumsmotor China stottert, die Ölpreis-Krise könnte die Banken stark belasten und die US-Konjunktur viel stärker ausbremsen als angenommen. Hinzu kommen Russland-Schwäche, drohender Brexit, Brasilien-Rezession und diverse andere kleinere Störfeuer.


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Das „Krisenmosaik“ hat auch zu Zurückhaltung an der Börse geführt. So schlecht, wie die ersten 6 Wochen 2016 verliefen, war noch nie ein Start ins neue Börsenjahr. Statistik und Logik lassen vermuten, dass aufgrund der Ausgangslage auch das Übernahme-Geschäft schlecht laufen müsste. Eine aktuelle Übernahme-Statistik des Bureau van Dijk zeigt jedoch, dass dem nicht so ist.

…doch Übernahme-Volumen springt um 165% nach oben

Das Deal-Volumen in Westeuropa hat im Februar deutlich zugelegt. Mit 85 Mrd. Euro lag das Volumen rund 165% über dem Januar-Wert. Europa-weiter M&A-Boom also? – Nein, verglichen mit 2015 bleibt das Übernahme-Volumen deutlich unter dem Durchschnitt des Vorjahres.

2015 wurden im Schnitt mehr als 100 Mrd. Euro im Monat für Übernahmen oder Beteiligungen ausgegeben. Im November lag das Volumen sogar bei 386 Mrd. Euro. Dem gegenüber wirkt die 85 Mrd. Euro sehr gering.

Bewertungsrückgänge begünstigen feindliche Übernahmen

Auch wenn nicht von einem europaweiten M&A-Boom gesprochen werden kann, ist die hohe Volumensteigerung ein Indiz dafür, dass der Übernahme-Markt in diesem Jahr erneut stark verlaufen könnte.

Immerhin kommt der Anstieg trotz unsicherer Börsenlage. Vielleicht dachten sich einige Käufer auch, dass sie gerade deswegen zukaufen sollten. Denn die Turbulenzen werden von vielen Experten als übertrieben angesehen.

Noch immer ist der Markt über 20% unter dem Hoch aus Mai 2015. Das lädt bei der aktuellen Konjunkturprognose trotz geringer Visibilität mutige Käufer zu Übernahmen ein. Es ist aktuell viel einfacher, die Anleger mit einer schönen Prämie auf den Aktienkurs zur Abgabe ihrer Anteile zu bewegen.

Die ersten Unternehmen befürchten bereits eine feindliche Übernahme. Heute meldete der britische Luxusgüter-Konzern Burberry nach dem Einstieg eines unbekannten Investors, dass man eine ungewollte Übernahme befürchte.

Private Equity auf dem Vormarsch

Ein Blick auf die größten Deals zeigt, dass die Syngenta-Übernahme im Volumen von 39 Mrd. Euro auf Platz 1 liegt. 10 Deals sprengten die Milliardengrenze und Schweizer Übernahme-Kandidaten waren gleich 3 Mal vertreten.

Die Übernahme des Reiseanbieters Kuoni im Volumen von 1,2 Mrd. Euro war gleichzeitig auch der größte Deal mit Beteiligung von Finanzinvestoren. Das Volumen Private Equity-getriebener Deals hat sich verdoppelt.

Angesichts gefallener Bewertungen und günstiger Finanzierungsbedingungen könnte das Volumen solcher Deals weiter zunehmen – freundlich und feindlich.

8. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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