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Trotz niedriger Anlagezinsen: Sparbuch genießt hohe Beliebtheit

Trotz extrem geringer Anlagezinsen bleibt das Sparbuch auch weiterhin die beliebteste Anlageform der nordrhein-westfälischen Einwohner, wie Landesstatistiker in einer jüngsten Einkommens- und Verbraucherstudie unter rund 9500 Haushalten ermittelten.

Statistik Sparbuch: Durchschnittliches Sparguthaben 6900 €

68 Prozent aller Haushalte in Nordrhein-Westfalen legten demnach im vergangenen Jahr auf diese Weise Geld an, wobei das durchschnittliche Sparguthaben 6900 Euro betrug.

Im Schnitt beinah doppelt so viel (14.000 Euro) legten immerhin 56 Prozent der NRW-Haushalte in vermögensbildenden Versicherungen an.

In Bausparguthaben legten lediglich 38 Prozent an, in Fest- oder Termingelder 35 Prozent und in Wertpapiere sogar nur 32 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung.

Laut der Statistik verfügten die Haushalte in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr rein rechnerisch über ein Durchschnittsgeldvermögen von jeweils etwa 46.000 Euro, allerdings gab es Ausreißer nach oben und unten:


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86,4% aller Haushalte positive Vermögensbilanz

Rund zehn Prozent der Haushalte besaßen demnach negative Vermögenswerte, also mehr Schulden als Rücklagen.

Jedoch hatten immerhin 86,4 Prozent aller Haushalte eine positive Vermögensbilanz. Die Privatverschuldung war vor allem bei Haushalten mit alleinerziehenden Elternteilen ein Thema.

Unter diesen verfügten nur 67,6 Prozent über eine positive Vermögensbilanz, gefolgt von Ein-Personenhaushalten (74,1 Prozent) und Familien mit Kindern und einer erwerbstätigen Person (74,4 Prozent).

Tagesgeldkonten bringen wieder mehr

Immer wieder werden Kritiken laut, die Sparbücher unnötig nennen. Akademisch betrachtet stimmt das auch. Wer auf Sparbüchern investiert, bezieht etwa 1 Prozent Zinsen. Das reicht weder für die (inoffizielle) Inflation noch, um Reichtümer anzuhäufen.

Zudem bringen Tagesgeldkonten jetzt wieder 2 Prozent, teils noch mehr. Festgeldkonten sind ebenfalls auf bescheidenem Niveau „attraktiver“ geworden.  Also: zur Zukunftssicherung die Gelder vom Sparbuch abziehen?

Sparbücher mit mehreren Vorteilen

GeVestor meint: Nein. Es lohnt in der Regel trotzdem nicht. Wer etwa 50.000 Euro auf dem Sparbuch hat (dies ist schon sehr hoch angesetzt), gewinnt in einem Jahr scheinbar 1 Prozent mehr. Also 500 Euro.

Nach Steuern allerdings sind dies „nur“ 375 Euro (25 Prozent Abgeltungssteuer). Ziehen Sie von den 500 Euro „Gewinn“ noch 5 Prozent Inflation ab, fehlen noch einmal 25 Euro. Netto bleiben 350 Euro Mehrgewinn. Das ist auf der einen Seite viel, auf der anderen hat es seinen Preis:

Sie müssten eigenes ein neues Konto gründen. Der Arbeitsaufwand will bezahlt sein. Meist sind zudem die Angebote zeitlich und hinsichtlich des Geldanlagevolumens begrenzt. Schließlich sind Ihre Daten öffentlicher. Ein Sparbuch besteht aus dem Eintrag in das papierne Büchlein und aus den gespeicherten Kontodaten.

Vorgänge, wie sie im Online-Banking verbucht werden, fehlen beim Sparbuch. Sie gehen nicht ins Internet und hinterlassen Datenspuren. Zudem:

Ausgestattet mit einer Vollmacht können Dritte Verfügungen treffen, anders als beim Online-Banking, das immer komplizierter wird. Ein letzter Punkt: beim Sparbuch haben Sie keine Mindesteinlagen und keine Mindesteingänge. Daher kalkulieren Sie, ob im Zweifel Sparbücher nicht ihre Funktion erfüllen.

20. Juli 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.