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Trotz Übernahme-Aus: Halliburton- und Baker Hughes-Aktie legen zu

In der US-Ölservice-Branche ist ein 28 Mrd. Dollar schwerer Übernahme-Versuch am Widerstand der Wettbewerbsbehörden gescheitert. Der Zusammenschluss der beiden Branchengrößen Baker Hughes und Halliburton ist nicht mehr zu retten, teilten die Unternehmen gemeinschaftlich mit.

Übernahme-Kandidat Baker Hughes bleibt damit eigenständig. Normalerweise führt ein Übernahme-Aus zu einem kräftigen Kursrücksetzer, doch in diesem Fall bleiben die Aktionäre der beiden Unternehmen gelassen.

In einem freundlichen Umfeld verloren die Papiere von Baker Hughes nur knapp 2%. Das liegt daran, dass seit Anfang April kaum noch ein Investor mit einem Deal gerechnet hat.

Doch auch vor einem Monat blieb ein scharfer Rückgang aus. Im Gegenteil: Die Aktie des Übernahme-Kandidaten hatte gerade wegen des erwarteten Übernahme-Aus knapp 20% zugelegt.

Das Gleiche bei Halliburton: Rund 23% Kursplus in einem Monat trotz Übernahme-Aus – gestern knapp 2% Aufschlag.


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Haliburton- und Baker Hughes-Investoren: Managements waren zu optimistisch – Deal Aus vorteilhaft

Wahrscheinlich fragen Sie sich: Wie kommt es, dass die Aktionäre so positiv auf das Übernahme-Aus reagierten. Nun, zunächst einmal muss gesehen werden, dass die Aktien schon sehr weit zurückgekommen sind.

Als der Deal im November 2014 angekündigt wurde, lag der Angebotswert bei 78 Dollar je Aktie. Selbst nach dem 20% Kursanstieg im April kostet die Baker Hughes-Aktie nur 47,40 Dollar. Das Minus von knapp 40% ist also schon noch sehr hoch.

Der Ölpreis-Verfall und die gescheiterte Übernahme haben also schon über die Zeit der Aktie zugesetzt.

Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die angepeilten Synergien für viele Investoren fragwürdig waren. Der Deal war bereits vor 2 Jahren nicht von allen Investoren als positiv eingestuft worden – und mit dem Ölpreis-Verfall wurde die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit noch geringer.

Dritter Grund ist, dass Haliburton, eine Konventionalstrafe (breakup-fee) in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar zahlen muss. Das Geld soll für Aktienrückkäufe und Schuldenreduzierung eingesetzt werden.

Dass der Deal jetzt platzte, ist also ein Befreiungsschlag. Investoren hoffen darauf, dass der kleinere Konzern besser durch die Branchenkrise kommt als unter dem Dach von Halliburton. Denn dann hätte die Integration auf die Effizienz gedrückt. So konnten Maßnahmen zur Kosteneinsparung verkündet werden, die positiv vom  Markt aufgenommen wurden.

Wenn Wettbewerbsbehörden zu harte Auflagen erteilen, wird ein Deal unrentabel

Der Bieter Haliburton ist über das Deal-Aus sehr enttäuscht. Man hatte bis zuletzt versucht den Deal zu retten.

Die Wettbewerbsbehörden, die in der Ölservice-Branche ein Duopol von Haliburton und Schlumberger befürchteten, wollten jedoch zu viele Verkäufe von Unternehmensteilen, um die Deal-Freigabe zu erteilen.

Ab einem gewissen Punkt ist es dann richtig, dass man von einer Übernahme absieht. Haliburton kann sich nun ebenfalls voll auf die Restrukturierung konzentrieren – oder andere Übernahme-Kandidaten ins Visier nehmen, um zum Branchenprimus Schlumberger aufzuschließen.

Das Unternehmen stellt sich heute Abend (europäischer Zeit) den Fragen der Analysten und Journalisten.

Anzahl gescheiterter Deals auf sehr hohem Niveau

Mit der gescheiterten Übernahme von Baker Hughes wird die Liste geplatzter Deals 2016 um einen prominenten Kandidaten verlängert. Größtes Deal-Aus war der gescheiterte Übernahme-Versuch von Allergan durch Pfizer.

Insgesamt sind in den ersten 4 Monaten des Jahres bereits Deals im Gesamt-Volumen von 330 Mrd. Dollar geplatzt. Im gesamten Jahr 2015 lag das Volumen bei 350 Mrd. Dollar – und das war schon der höchste Wert seit 2008. Die Auswahl der richtigen Kandidaten ist also wichtiger denn je.

3. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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