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Turbo-Gefahr: Rolling-Turbos auf den Dax am Markt

Wer auf den Dax setzt und schnell Geld verdienen möchte, hat die Wahl:

Optionsscheine, Turbozertis, Mini-Futures, Hebelzertifikate, Faktorzertifikate.

Neu – oder erstmals richtig im Blickpunkt – sind so genannte „ Rolling Turbos“, die auf den Dax lauten. Diese Hebelzertifikate haben gegenüber anderen Hebelzertifikaten einen besonderen Vorteil:

Als Investor müssen Sie sich nicht mit immer wechselnden Hebeln herumschlagen sondern können mit einem konstanten Faktor kalkulieren.

Hebel bleibt fix

Achtung: Bei „sonstigen“ Hebelzertifikaten wird üblicherweise der Hebel täglich angepasst, da der Basispreis im Fokus steht. Ändert sich der Basispreis, verschiebt sich automatisch der darauf berechnete Hebel entsprechend nach oben oder unten, da die Relation zum „Barrierenpreis“ sich ändert.


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Das hat allerdings auch Folgen, von denen in der entsprechenden Werbung nicht gesprochen wird: Liegen Sie mit der Richtung des Investments falsch, wird es mit Rolling Turbos noch teurer. Denn:

Würde sich bei einem Hebel von 5 der Dax um 10% reduzieren, beliefe sich Ihr Verlust auf 50%. Um wieder auf „0“ zu kommen,  müssen Sie von der anderen Basis aus auf einen Aufschlag in Höhe von ungefähr 11% schaffen, um auch mit diesem Hebel wieder im Gewinn zu liegen.

Seitwärtstrends nicht gut

Zudem, so die Angaben der Emissionsbank, seien die Rolling Turbos in Seitwärtstrends ungeeignet. Das bedeutet: einfache Lösungen gibt es auch mit dieser besonderen Form der Turbozertifikate nicht.

Sie können nur wählen, in welcher Weise die Risiken auf Sie überwälzt werden – sowie die entsprechenden Chancen. Eine Warnung aber betrifft die Höhe der Hebel: die Rolling Turbos gibt es bis zu einer Hebel-Höhe von 30.

Dies ist insofern riskant, als der Dax an besonderen Tagen schnell mehr als 3% gewinnen oder verlieren kann – bis zum Totalverlust ist es dann nicht mehr weit.

GeVestor meint: An sich ist auch dieses Produkt interessant – aber aus Sicht der vorsichtigen Geldanlage wie immer nur als Beimischung und Turbohebel. Totalverluste mit solchen Hebelzertifikaten halten wir für einen jederzeit denkbaren Fall.

Deshalb: maximal wenige %-Punkte eines Investments sind aus unserer Sicht die richtige Strategie im Ungang mit diesen Hebeln. Wer zusätzliche einfach zu handhabende Hebelstrategien sucht, kann auch lang laufende Optionsscheine verwenden. Im Gegensatz zu Hebelzertifikaten haben diese „Volatilitäten“.

Über diese impliziten Volatilitäten können Banken das Niveau der Optionsscheine teilweise recht einfach beeinflussen. Aber: Im Gegensatz zu Hebelzertifikaten müssen Sie hier nicht mit dem Totalverlust kalkulieren. Das heißt: Sie können theoretisch vorher den Anlagezeitraum genau festlegen.

Aktuell bieten sich noch Hebelzertifikate auf den Dax an, dessen Volatilität noch vergleichsweise niedrig ist. Zudem befindet sich der Dax auch nach Tagen wie am Mittwoch immer noch auf dem Marsch Richtung 8.000.

Mehr zum Thema: Turbozertifikate – Beispiel für Funktionsweise

21. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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