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Twitter: Aktie des Kurznachrichtendienstes sendet Lebenszeichen

Träumen darf doch heutzutage noch erlaubt sein. Denn im Zuge der LinkedIn-Übernahme durch Microsoft haben auch die Kurse anderer Internet-Firmen kräftig angezogen.

Anders ist das 2-stellige Kursplus beim US-Kurznachrichtendienst Twitter wohl kaum zu erklären. Für die Anleger ist die jüngste Kursrallye aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auf Sicht der vergangenen 12 Monate summieren sich die Verluste weiterhin auf über 50%. Seit dem Allzeithoch Anfang 2014 steht sogar ein Kursrückgang von 76% auf der Uhr.

Starkes Wachstum lässt nach…..

Dabei hat alles so gut angefangen. Im Jahr 2006 wurde Twitter in San Francisco gegründet. Auf Twitter können angemeldete Nutzer telegrammartige Kurznachrichten mit 140 Zeichen – im Fachjargon „Tweets“ genannt – verbreiten. Seit 2010 besitzt der Konzern eine App für Smartphones und Tablets.

In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Nutzerwachstum rasant; für Sie zum Vergleich: Im April 2010 hatte Twitter 105 Mio. aktive Nutzer. Nach dem 1. Quartal meldete der Internet-Konzern mittlerweile 310 Mio. Nutzer.

Allerdings waren die Nutzerzahlen im Winter sogar rückläufig, die Zeit des großen Wachstums dürfte also vorerst vorbei sein.


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……und von Gewinnen fehlt jede Spur

Das Problem von Twitter wird schnell klar, wenn Sie sich die Entwicklung der Geschäftszahlen im Detail ansehen:

Zwar explodierten die Erlöse regelrecht von 28 Mio. Dollar in 2010 auf 2,21 Mrd. Dollar in 2015, aber nicht einmal dieser Umsatz-Sprung reichte für das Erreichen der Gewinnzone.

Vielmehr steckt Twitter tief in der Verlustzone fest: Alleine in den letzten 3 Jahren verbrannte der Technologie-Konzern 1,74 Mrd. Dollar.

Jahresstart deutlich unter den Erwartungen

Das Bild der vergangenen Jahre setzte sich zum Jahresstart weiter fort. Während die Erlöse im 1. Quartal auf 594,5 Mio. Dollar kletterten (+36%), verbrannte Twitter immer noch 79,7 Mio. Dollar.

Die Zahl der aktiven User, die sich mindestens einmal pro Monat einloggen, stieg trotz saisonaler Faktoren und einer Marketing-Offensive zum Vorjahr nur um 3 und zum Vorquartal um 1,6% auf 310 Mio.

Twitter steigt bei Soundcloud ein

Unterdessen geht Firmenchef Jack Dorsey auf die Suche nach weiteren Wachstums-Quellen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Einstieg in das Berliner Musik-Unternehmen Soundcloud für rund 70 Mio. € zu sehen.

Bei Soundcloud können Nutzer Musik und andere Audiodateien hochladen und sie teilen. Eigenen Angaben zufolge hat Soundcloud derzeit rund 175 Mio. Nutzer. Laut Mitgründer Eric Wahlforss sind die meisten der Nutzer allerdings keine zahlenden Abonnenten.

Die Finanzspritze von Twitter in Höhe von 70 Mio. Dollar kann Soundcloud helfen, den geplanten Abo-Service Soundcloud Go auszurollen, der allerdings auch noch nicht so richtig überzeugen kann. Auf der anderen Seite könnte Twitter seine Nutzer mit einem Musikstreaming-Angebot länger auf der Plattform halten.

Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass sich mit Twitter und Soundcloud 2 angeschlagene Partner zusammentung, die sich gegenseitig nicht richtig weiterhelfen können. Die Probleme mit dem eigenen Kerngeschäft sind einfach zu groß.

Übernahme von Twitter erscheint wenig wahrscheinlich

Aber wie steht es mit einer potenziellen Übernahme von Twitter selbst? Immerhin hatten ja einige Trittbrettfahrer in der letzten Woche darauf spekuliert. Auf den ersten Blick bietet Twitter einem möglichen Käufer recht wenig. Google wurde häufiger Interesse an Twitter nachgesagt.

Ein möglicher Grund für den Kauf war die Integration von Tweets in die Google-Suchergebnisse. Dies ist dem Suchmaschinen-Monopolisten aber mittlerweile auch über eine „normale“ Partnerschaft gelungen.

Der Mehrwert von Twitter erscheint sehr begrenzt. Denn die Integration von Werbung auf Twitter würde die Anwender stark verärgern. Nur starkes Nutzer-Wachstum würde mehr Werbefläche schaffen – das ist aber nicht in Sicht.

20. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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