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Twitter-Aktie: Kursfeuerwerk trotz schwacher Nutzerzahlen

Ich weiß nicht, ob Sie den Trend nachvollziehen konnten. Aber nach der Gründung der Kommunikationsplattform Twitter im Jahr 2006 trat ein wahrer Hype um das soziale Netzwerk ein.

Es gehörte quasi zum guten Ton, einen eigenen Twitter-Zugang zu haben. Insbesondere mitteilsame Schauspieler, Politiker und Sportler nutzten das neue Medium zum Teil exzessiv.

Für viele galt es als zeitgemäß und schick. Eine Zeitlang trieb es wahre Massen auf die Plattform, um sich dort ihren Mitmenschen mitzuteilen. Aber was ist Twitter eigentlich:  Twitter ist eine Echtzeit-Online-Plattform, auf der man Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen im Internet verbreiten kann.

Aber wie hat sich das Geschäft zuletzt entwickelt? Worauf sollten Sie als Anleger achten?


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Kaum mehr Wachstum bei den Nutzerzahlen

Im letzten Quartal konnte Twitter gerade mal 4 Mio. neue Nutzer hinzugewinnen. Damit lag die Zahl der aktiven monatlichen User bei 288 Mio. Der Konzern ist somit Vergleich zu Facebook (1,39 Mrd. Nutzer) immer noch ein Winzling. Auch die Verweildauer auf der Twitter-Seite ist deutlich kürzer als bei Facebook.

Die beiden Parameter sind aber entscheidend für das Geschäftsmodell. Denn Twitter verdient sein Geld mit Werbung, die in die verschickten Kurznachrichten eingebaut wird. Also müssen viele Kunden her, die sich lange auf den Seiten aufhalten. Denn nur so kann die Werbung entsprechend teuer verkauft werden.

Die schwachen Wachstumszahlen und fehlende Möglichkeit, Geld mit den Nutzern zu verdienen, hatte zuletzt immer wieder Zweifel am Geschäftsmodell aufkommen lassen. Einige Kritiker forderten bereits den Kopf des Konzernchefs Costolo. Der Aktienkurz purzelte von Oktober bis Ende Januar um 35% nach unten.

Quartalszahlen lassen Anleger wieder jubeln

Die Kursschwäche hatte aber nach den Zahlen ein Ende. Um 16% ging es am Tag der Veröffentlichung nach oben. Warum?

Die Anleger haben Morgenluft gewittert. Der Umsatz sprang im Quartal auf 479 Mio. US-Dollar nach oben. Im Vergleich zum Vorjahr eine glatte Verdopplung. Dass unterm Strich immer noch ein Verlust von 125 Mio. US-Dollar zu Buche stand, schien keinen so richtig zu stören.

Unterstützt hat den Aktienkurs auch die Nachricht einer Kooperation mit Google. Demnach sollen in der Google-Suche zukünftig auch wieder Tweets, also Twitter-Kurznachrichten, zu finden sein.

Damit steigert der Konzern seine Reichweite deutlich. Jetzt werden die Twitter-Nachrichten auch für Personen sichtbar, die keinen eigenen Twitter Zugang haben.

Twitter muss jetzt liefern

Auch wenn die Anleger Freudensprünge machten, so muss der Konzern erst zeigen, wie man richtig Geld verdient. Im Gesamtjahr 2014 wurden insgesamt 577,8 Mio. US-Dollar verbrannt. Von der Gewinnschwelle ist der Konzern jedenfalls noch meilenweit entfernt.

Die Bewertung ist weiter sportlich. Twitter hat nach dem Kurssprung wieder einen Börsenwert von über 30 Mrd. US-Dollar. Das Verhältnis zum letzten Jahresumsatz von gerade mal 1,4 Mrd. US-Dollar Umsatz erscheint auffällig hoch.

Twitter sollte es also besser schnell gelingen, auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Bei der hohen Bewertung ist Aktienkurs anfällig für Enttäuschungen. Daher eignet sich die Aktie aktuell nur für Zocker und nicht für langfristige Anleger.

9. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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