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Übernahme-Kampf um Starwood Hotels: Chinesen ziehen Offerte zurück

Der Übernahme-Kampf um Starwood Hotels ist entschieden. Das plötzliche Ende verlief aber anders als Sie vermutlich erwartet haben. Denn siegreich war nicht der chinesische Bieter Anbang, sondern die Hotelkette Marriott.

Normalerweise hätte Anbang mit der finanziell höheren Offerte den spannenden Übernahme-Kampf gewinnen müssen, doch der chinesische Versicherungskonzern zog seine Offerte in Höhe von 82,75 Dollar je Aktie plötzlich zurück.

Bieterkampf wurde durch Marriott-Aktienkursschwäche ausgelöst

Hintergrund: Im Herbst 2015 einigten sich Starwood Hotels und Marriott auf einen Übernahme-Vertrag im Volumen 12,2 Mrd. Dollar. Durch einen Kurseinbruch der Marriott-Aktie reduzierte sich der Wert des Umtausch-Angebots allerdings um über 20%.

Diese Schwäche wollte der chinesische Bieter Anbang ausnutzen, um die Hotelkette – zu der Marken wie Westin oder Sheraton gehören – Marriott wegzuschnappen. Anbang bot 13,2 Mrd. Dollar in bar und gewann die Unterstützung des Starwood-Managements.


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Marriott ließ jedoch nicht locker und stockte das Angebot ebenfalls auf. Die Offerte hatte einen Gegenwert von etwa 13,6 Mrd. Dollar und enthielt eine wesentliche Bar-Komponente. Das Starwood-Management bevorzugte daraufhin wieder den ursprünglichen Bieter.

Ostermontag legte Anbang dann wieder nach. Das 14 Mrd. Dollar Bar-Angebot sei vermutlich das Beste für die Aktionäre, hieß es schon vom Starwood-Management – doch dann kam der plötzliche Rückzieher.

Angebots-Rückzieher eher selten

Anbang teilte mit, dass verschiedene Marktumstände zum Rückzieher geführt hätte. Aus dem Konsortium hieß es zudem, dass man sich nicht auf einen kostspieligen Bieterkampf einlassen wolle.

Die wahren Gründe dürften woanders liegen. Vielleicht lag es an Finanzierungsschwierigkeiten, vielleicht an regulatorischen Hindernissen. Doch was auch ausschlaggebend gewesen ist, einen plötzlichen Rückzieher gibt es eher seltener.

Zusammengang mit Marriott könnte für Starwood-Aktionäre trotz leicht niedrigerer Offerte besser sein

Für Starwood-Aktionäre ist das Ende des Bieterkampfes zu verkraften. Die Aktie gibt zwar 5% ab, es bleibt aber zum Großteil aufgrund des Wettbietens ein sattes Plus von 36% in den vergangenen 6 Wochen.

Unter Umständen ist es sogar besser, dass Starwood jetzt mit Marriott zusammengeht. Die Allianz bietet hohes Synergie-Potenzial und hat schon mit Ausnahme der Aktionärs-Zustimmung alle Genehmigungen in der Tasche.

Wenn Anbang gewonnen hätte und der Deal hinterher nicht genehmigungsfähig gewesen wäre, was dann? Sicher, Starwood hätte sich gegen solche Gefahren großzügig abgesichert. Doch ein fehlender Deal bei einem voll eingepreisten Deal,  führt immer zu einem Kursrückgang.

3 Rückzieher in 6 Wochen: Chinesische Bieter verspielen Glaubwürdigkeit

Es ist anzunehmen, dass die Konsolidierungswelle in der Hotelbranche weiter Fahrt aufnehmen wird. Neben Zielen in den USA wird auch mit damit gerechnet, dass europäische Übernahme-Kandidaten vom Kurszettel verschwinden.

Ganz hoch gehandelt wird die Intercontinental Hotel Group (keine Kaufempfehlung! Ich besitze keine Interconti-Aktien). Auf Käuferseite stehen neben direkten Rivalen, die auf den Marriott-Starwood-Zusammenschluss und auf den wachsenden Airbnb-Markt reagieren wollen auch chinesische Käufer.

Deren Angebote werden zukünftig jedoch vermutlich genauer geprüft. Denn es häufen sich die plötzlichen Rückzieher – und das kostet Vertrauen in chinesische Offerten.

4. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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