Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Übernahme-Kandidat K+S mit trüben Aussichten

K+S-Aktionäre schockt nichts mehr. Nach mehreren Hiobsbotschaften und hohen Kursrückschlägen ist auch der heutige Tagesverlust von 6% nicht mehr aufregend. Manchmal fragt sich der Anleger, was wohl als nächstes kommt.

Dabei hätte alles so einfach sein können. Im Vorjahr das Unternehmen für 41 Euro (+X) je Aktie an Potash verkaufen – und sehr viele K+S-Anleger wären zufrieden gewesen.

Doch das Management wollte mehr. Der „wahre Wert“ sei viel höher hieß es. Potash war nicht bereit mehr zu zahlen und verfolgte eine K+S-Übernahme nicht weiter.

Negativ-Serie nach Übernahme-Aus

Was dann kam, war ein Alptraum. Erst kollabierte der Kurs, weil die Investoren offenbar nicht den Wert in K+S sahen, den das Management sah, dann ging es unter weiter runter als sich die Kalipreis-Perspektive eintrübte.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Im weiteren Jahresverlauf kamen noch Negativmitteilungen wie Prognose-Senkung und Produktionsstopp hinzu und zu Beginn dieses Jahres folgten Strafanzeigen gegen führende K+S-Manager und der DAX-Abstieg.

Gewinnmitnahmen inzwischen schon bei 20 Euro

Heute verliert die K+S-Aktie 6% auf 20,50 Euro. An den Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 liegt es nicht. Trotz des schwierigen Umfelds und der Unruhe im Unternehmen durch den Übernahme-Versuch, lagen Umsatz und Gewinn deutlich über dem Vorjahresniveau und nur leicht unter den Markterwartungen.

Auch die 2016-er Prognose dürfte nicht für den Kursrückgang verantwortlich sein. Wer jetzt alles andere als einen trüben Ausblick mit Gewinnrückgang erwartet hatte, war definitiv zu optimistisch.

Der Grund für den Kursrückgang sind Gewinnmitnahmen – und das ist extrem traurig. Obwohl K+S trotz der jüngsten Aufholjagd deutlich günstiger bewertet wird als Konkurrenz-Unternehmen und langfristig die Perspektiven ganz ordentlich sind, wurde verkauft.

Viel gepriesenes Legacy-Prokjekt: Steiner überlässt die Lorbeeren seinem Nachfolger

Unternehmen, die ein Übergangsjahr ankündigen, haben es schwer. Bei K+S kommt auch noch ein Stück Vertrauensverlust und Enttäuschung über das Übernahme-Aus hinzu. Die Durchhalteparolen vom K+S-Chef Norbert Steiner sind nach dem Kurssturz nicht mehr motivierend – sie sind ermüdend.

Großer Hoffnungsträger des Konzerns und der Aktionäre ist das Legacy-Projekt und die daran geknüpfte Mittelfristprognose. Das Projekt liegt voll im Zeit- und Kostenplan und soll noch in diesem Jahr die erste Tonne Kali produzieren.

Angesichts der vielen Negativ-Überraschungen und dem ausgeschlagenen Übernahme-Angebot mit Verweis auf Legacy, ist es ein wenig irritierend, dass Unternehmenschef Steiner jedoch im kommenden Jahr keine Vertragsverlängerung anstrebt.

Gerade wenn er die Legacy-Ernte nach den schwierigen Vorjahren einfahren kann und jedem mit starken Geschäftszahlen zeigen kann, dass es richtig war, die Potash-Offerte abzulehnen, will er nicht mehr weiter machen.

2017 Weg frei für Übernahme zu niedrigeren Konditionen?

Vielleicht denkt Steiner inzwischen allerdings auch anders über den „wahren Wert“ von K+S und sieht ein, dass auch Legacy die Voraussetzungen am Kali-Markt nicht ändern wird.

Ein Zusammenschluss von Potash und K+S bleibt mittelfristig ein sehr denkbares Szenario. Die 41 Euro je Aktie sind allerdings erst einmal weg. Vielleicht weiß das auch Steiner und will bei einem Deal zu niedrigeren Konditionen nicht mehr dabei sein.

10. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt