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Übernahme-Skandal sorgt für Kurskapriolen bei Avon Products

Ein Übernahme-Angebot ist in den USA ist spätestens dann kein Gerücht mehr, wenn es von der Börsenaufsicht SEC bekannt gegeben wird. Wie sich herausstellt, ist dieses Denken zwar fast immer richtig – aber eben nicht immer.

In den USA sorgte gestern eine gefälschte Übernahme-Nachricht für Wirbel. Die Börsenaufsicht gab bekannt, dass der Kosmetik-Hersteller Avon Products eine Übernahme-Offerte von einer Firma namens PTG Capital Partners erhalten habe.

Der vermeintliche Bieter soll großzügige 18,75 US-$ je Aktie geboten haben. Bei einem Vortageskurs von unter 7 $ eine Übernahme-Prämie von mehr als 150%. Kein Wunder, dass sich die Meldung wenig später als kriminelle Fehlmeldung entpuppte.

Viele Ungereimtheiten machten stutzig

Wer die Meldungen zu Avon Products live verfolgte, der merkte schnell, dass irgendetwas nicht stimmt.


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Es war nicht nur der hohe Preis, der stutzig machte. Zahlte TPG wirklich so viel für das seit Jahren unter Druck stehende Unternehmen? Welches andere Unternehmen hat der Finanzinvestor im Portfolio mit dem Avon vielleicht zusammengetan werden kann?

Lag der Markt in der vorherigen Beurteilung der Aktie so meilenweit daneben? Und vor Allem: Kann TPG den eigenen Namen nicht richtig schreiben, oder warum ist mal von PTG und mal von TPG die Rede?

Offenbar hatten mehrere Investoren Bauchschmerzen bei der Story. Die Aktie setzte zwar zum Sprung an, doch nicht 150% oder 100% sondern „nur“ 20% Kursplus war die Erstreaktion.

Der Abstand zum Angebotspreis blieb also bei über100%. Spätestens da hätte man davon ausgehen müssen, dass etwas nicht stimmt – auch wenn die Börsenaufsicht höchstpersönlich die Meldung veröffentlichte.

Die Folge der Falschmeldung war, dass der Handel mit Avon-Aktien explodierte und das Unternehmen zeitglich mit den Dementis gar nicht hinterher kam. Nachdem etwa 50 Mio. Aktien die Besitzer wechselten, wurde der Handel dann kurzzeitig unterbrochen.

Hat sich erneut ein Betrüger mit Millionengewinn abgesetzt?

Es ist sehr gut möglich, dass sich mit der falschen Übernahme-Story jemand die Taschen gefüllt hat. Mit den richtigen Optionen ausgestattet, könnte ein Betrüger selbst mit Kleingeld einen hohen Betrag ergaunern.

Erschreckend: Offenbar ist eine Angebotsmeldung bei der SEC durchzuschleusen einfacher als man annehmen möchte. Ein Anrufbeantworter, ein paar gut klingende Namen, einen ausländischen Firmensitz und genug kriminelle Energie reichten aus, um das Sicherheitssystem zu überlisten.

Die SEC wird sich fragen müssen, ob das Veröffentlichungsverfahren nicht überdacht werden sollte. Im Vorjahr gab es einen ähnlichen Fall. Die angebliche 750 Mio. $ schwere Übernahme-Offerte für Nevada Gold nutzte ein Betrüger aus, um sich die Taschen zu füllen und nach China abzusetzen.

15. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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