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Übernahme-Überraschung in den USA: Microsoft übernimmt LinkedIn

Die deutschen Aktienindizes präsentierten sich heute so wie Ende vergangener Woche: Mit kräftigen Abschlägen. Nachdem bereits in der Vorwoche der deutsche Leitindex DAX 2,1% einbüßte, geht es heute auf einen Schlag 2,1% nach unten.

Der Optimismus ist zwar weiterhin hoch, doch auch die Risikoaversion. In Erwartung, dass die Korrektur noch ein wenig dauern könnte, fehlen Käufer. In den USA halten sich die Verluste zwar in Grenzen, doch auch dort ist Vorsicht zu spüren.

Aktienmarkt tiefrot – Übernahme-Kandidat LinkedIn tiefgrün

Während die roten Vorzeichen klar überwiegen, sticht eine Aktie allerdings heraus. Das Papier des Karriere-Netzwerks LinkedIn schießt um 47% auf 193 Dollar nach oben. Wenn aus dem Nichts eine Aktie urplötzlich so hoch nach oben schießt, gibt es meist nur eine Erklärung: Das Unternehmen soll übernommen werden.

So auch bei LinkedIn: Software-Riese Microsoft kündigte an, LinkedIn für 26,2 Mrd. Dollar zu übernehmen. Der Angebotspreis von 196 Dollar je Aktie liegt 49,5% über dem Freitagsschlusskurs.


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Die hohe Prämie zeigt, dass es den beiden Parteien sehr gut gelungen ist, die Verhandlungen geheim zu halten. LinkedIn wurde nur vereinzelt als Übernahme-Kandidat gehandelt und entsprechende Meldungen liegen auch mehrere Monate zurück.

Jetzt die Überraschung: LinkedIn wird wirklich übernommen. Anleger, die darauf setzten lassen die Korken knallen. Wer die Aktie nach dem tiefen Kurssturz am Boden einsammelte, kann fast 100% Gewinn mitnehmen. Wer schon länger investiert ist, bekommt wenigstens unverhofft sein Geld zurück.

Teurer Deal, der sich langfristig dennoch bezahlt machen könnte

Die Übernahme passt zur Microsoft-Strategie. Der besonders bei strategischen Finanz-Investoren beliebte Chef Satya Nadella will mit dem Zukauf den Software-Konzern mehr Richtung Cloud Computing ausrichten.

Auch wenn die Strategie verstanden wird, machen sich Investoren Sorgen, dass der Kaufpreis gerechtfertigt ist und auch die Medienberichterstattung ist mehrheitlich mit negativer Kritik versehen.

Besonders schwer wiegt, dass LinkedIn weitestgehend eigenständig bleiben soll. Das bedeutet, dass das Synergie-Potenzial nur gering ist. Angegeben wird es daher auch mit nur 180 Mio. Dollar jährlich ab 2018.

Microsoft setzt jedoch darauf, dass die Verzahnung der Office-Produkte mit dem LinkedIn-Netzwerk die Verkäufe ankurbelt. Geht die Strategie auf, ist auch der hohe Preis zu rechtfertigen.

Wie immer im Übernahme-Geschäft denken viele Aktionäre des Bieters jedoch nicht so langfristig. Während die LinkedIn-Aktionäre feiern, haben Microsoft-Aktionäre heute das Nachsehen. Der größte Deal des Software-Riesen seit Unternehmensgründung wurde mit Kursabschlägen von 3,1% bestraft.

Xing und Twitter steigen im Schlepptau von LinkedIn mit

Die LinkedIn-Übernahme und vor allem der Hintergrund der Übernahme führten auch bei den Aktien von Twitter und Xing zu Kurssteigerungen. Denn der Deal zeigt die langfristige Wichtigkeit von Daten.

Bei den Bewertungsansätzen der beiden Unternehmen könnte es daher demnächst eine Veränderung geben. Gut vorstellbar, dass die Analysten die Kursziele anheben. Hinzu kommt, dass sowohl die Attraktivität von Xing und Twitter als Übernahme-Kandidaten klar zugenommen hat – was sich ebenfalls im Aktienkurs widerspiegeln dürfte.

13. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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