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Übernahme von Charles Vögele ohne Prämie

Kaum eine Woche ohne Übernahme im Land der Eidgenossen. Nach diversen kleineren Deals verschwindet auch zu Beginn dieser Woche ein Dauer-Gerüchte-Übernahme-Kandidat vom Kurszettel.

Die Bekleidungs-Kette Charles Vögele hat ein Übernahme-Angebot der italienischen Modehaus-Kette OSV erhalten, die zusammen mit 2 Finanz-Investoren bietet.

Wer aber denkt, dass dadurch für die Aktionäre ein hoher Gewinn hängen bleibt, der irrt.

Das Angebot liegt nur 2,4% über dem Schlusskurs vom Freitag. Und auch wenn die Offerte quasi keine Prämie erhält, ist nicht unwahrscheinlich, dass der Deal klappt.

Das Management empfiehlt den Aktionären ihre Anteile abzugeben und auch Analysten empfehlen in einer ersten Stellungnahme die Angebots-Annahme.

Mode-Branche seit Jahren schwierig

Dass ein Übernahme-Angebot ohne Prämie erfolgsversprechend ist, kommt nicht so häufig vor.

Doch Charles Vögele steckt in einer Dauerkrise: Seit Jahren arbeitet das Unternehmen an einer Trendwende, allerdings fielen die Ergebnisse bis zuletzt mager aus.


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Wenn Sie Mode-Aktien beobachten, dürfte auch Ihnen aufgefallen sein, dass das Bekleidungs-Geschäft generell schwierig ist.

Egal, ob Sie es in Deutschland bei Tom Tailor, Hugo Boss, Gerry Weber oder in den USA bei Michael Kors, Gap oder anderen Mode-Unternehmen probiert haben:

Gewinne waren nur mit Kurzfrist-Spekulationen möglich.

Bei Charles Vögele fiel das Minus dabei allerdings auffallend hoch aus:

Kostete der Anteilsschein im Jahr 2011 noch 70 Schweizer Franken wurden Anfang dieses Jahres nicht einmal mehr 6 Franken pro Aktie bezahlt – ein Minus von über 90%.

Schwache Verhandlungs-Position für den Übernahme-Kandidaten

Die Entscheidung des Managements, Vögele an die Italiener zu verkaufen, ist nachzuvollziehen. Abseits der Börse ist es immer einfacher, den Turnaround zu schaffen.

Denn dann kann sich die Unternehmens-Führung ohne Rechtfertigungsdruck voll auf die Arbeit konzentrieren und die Entscheidungswege werden kürzer.

Dass der Verkauf ohne Prämie erfolgen muss, zeigt wie schlecht die Geschäftslage ist und wie schwierig es ist, in dem hart umkämpften Markt zu bestehen.

Vögele braucht die Italiener offenbar und hatte bei den Übernahme-Gesprächen kaum Verhandlungsmacht.

Lieber 6,38 als 0 Franken: Ohne Übernahme drohten weitere Kursverluste

Für die Aktionäre aus dem Jahr 2011 ist es jetzt natürlich bitter, gesagt zu bekommen, dass der 90%-Verlust jetzt das bestmögliche Ergebnis ist. Aber das Management wird sich den Verkauf gut überlegt haben.

Und wenn Übernahme-Angebote zu leichtfertig abgelehnt werden, kann es auch noch viel schlimmer kommen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die australische Surfer-Marke Billabong: Das Unternehmen hatte gleich 3 Übernahme-Offerten mit hoher Prämie abgelehnt, in der Hoffnung wieder auf die Beine zu kommen.

Wie bei Vögele waren kleinere operative Fortschritte sichtbar, doch dann trübte sich die Geschäfts-Entwicklung wieder ein.

Am Ende stand bei längerfristig investierten Aktionären fast ein Totalverlust. Das drohte auch Vögele.

Von daher ist es besser, die ewige Hoffnung auf eine nachhaltige Trendwende aufzugeben und das Unternehmen zu verkaufen.

19. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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